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Streetworkerin verlässt Meißen

Aliki Reyes geht aus privaten Gründen.

Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) hat jetzt Aliki Reyes, Sozialarbeiterin in Meißen, für ihre fünfjährige Tätigkeit in der Stadt gedankt.
Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) hat jetzt Aliki Reyes, Sozialarbeiterin in Meißen, für ihre fünfjährige Tätigkeit in der Stadt gedankt. © Claudia Hübschmann

Meißen. Mit "zwei weinenden Augen" nehme sie ihren Abschied. Das äußerte die Meißner Streetworkerin Aliki Reyes am Montag in einer kurzen, aber emotionalen Ansprache vor den Mitgliedern des Sozial- und Kulturausschusses im Rathaus.

Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) hatte ihr zuvor für ihre fünfjährige Tätigkeit gedankt. Sie habe das Gemeinwesen mit ihren vielen frischen Ideen und kontinuierlichen Arbeit geprägt. Ihre Aufgabe war es, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen.

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Die Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin war für die Stiftung Soziale Projekte Meißen tätig – und nahezu rund um die Uhr für die Belange ihrer Klienten da. Das Wichtigste sei es, Vertrauen aufzubauen, ein offenes Ohr für die Probleme der 14- bis 27-Jährigen zu haben, sagte sie in einem Gespräch mit der SZ. In Meißen würden nach ihrer Erfahrung vor allem finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, Ärger mit den Eltern oder in der Schule, aber auch Drogenkonsum oder Wut und Hass auf Andersdenkende und auf Geflüchtete eine Rolle spielen. Motiviert habe sie, in ihrer Arbeit zu erleben, wie sich junge Menschen mit ein bisschen Hilfe plötzlich in ihrer Gemeinschaft und darüber hinaus auch gesellschaftlich engagieren.

Wie Raschke den Stadträten mitteilte, verlässt Aliki Reyes aus privaten Gründen die Stadt. Sie werde ihren Lebensmittelpunkt nach Baden-Württemberg zu ihrer Familie verlegen.

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