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Meißen

"Sorgen und Ängste nehmen"

Das kann sich hören lassen: Seit fünf Jahren sorgt Hörakustikermeister Adrian Rößger dafür, dass die Meißner immer ein offenes Ohr haben.

Seit 25 Jahren in der Branche, seit fünf Jahren selbstständig in Meißen: Hörakustikermeister Adrian Rößger blickt optimistisch in die Zukunft.
Seit 25 Jahren in der Branche, seit fünf Jahren selbstständig in Meißen: Hörakustikermeister Adrian Rößger blickt optimistisch in die Zukunft. © Christin Schöne

Herr Rößger, seit einem halben Jahrzehnt sind Sie als Hörakustikermeister mit Ihrem Geschäft in Meißen selbstständig. Welches war für Sie der schönste Tag in diesen fünf Jahren?

Die Frage ist schwer zu beantworten. Wir sind sehr stolz darauf, mittlerweile fünf Jahre hier sein zu dürfen. In dieser Zeit haben wir sehr viele schöne Tage erlebt. Für mich bedeutet es eine Erfüllung, immer mit Kunden zu tun zu haben, ihnen ein positives Lebensgefühl vermitteln zu können. Am häufigsten erinnere ich mich an den Eröffnungstag. Es berührt mich, dass so viele Leute mittlerweile zu uns gefunden haben, uns begleiten und die Treue halten. Das Wachstum, das daraus hauptsächlich über Weiterempfehlungen entstanden ist, macht mich froh.

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Welche Frage habe Sie in den letzten fünf Jahren am häufigsten gehört?

Die Frage nach neuen Lösungen. Die Kunden sind sehr offen, was moderne Technik anbelangt. Unsere Branche strebt immer nach Verbesserungen. Heute ist etwas Gutes auf dem Markt, aber morgen schon können durch einen Innovationsschub neue Möglichkeiten entstehen. Es hat seit 2016 kein einziges langweiliges Jahr gegeben. Ich selbst bin nun schon seit rund 25 Jahren als Hörakustiker tätig und erlebe trotzdem immer wieder Überraschungen.

Was macht aus Ihrer Sicht einen guten Hörakustiker aus?

Er muss sehr einfühlsam sein und die Menschen mitnehmen. Es geht darum, die Probleme der Kunden zu analysieren, ihre Wünsche zu verstehen und ihnen Sorgen und Ängste zu nehmen. Ein guter Hörakustiker sollte stets bestrebt sein, sich weiterzubilden. Wichtig ist aus meiner Sicht, jedem Kunden ganz individuell zu begegnen und sich auf seine speziellen Wünsche und Bedürfnisse einzustellen. Es darf keine pauschalen Lösungen aus der Schublade geben. Ich bin sehr dankbar, dass diese Mischung aus Empathie und Fachkenntnis vom ganzen Team mitgetragen wird. Wir ticken da sehr ähnlich.

Die Geräte in Ihrem Fachgebiet werden immer kleiner, lassen sich mit dem Handy steuern und auf jede Situation einstellen. Wo sehen Sie bei der Entwicklung noch Spielraum?

In puncto Minimierung sind die Möglichkeiten vielleicht bereits ausgereizt. Im Gegenteil: In den letzten Jahren sind die Geräte sogar wieder ein bisschen größer geworden, da die Akkus möglichst lang halten sollen und entsprechend Platz benötigen. Spielraum sehe ich eher in der Nutzung zum Hören von Musik und oder zum Telefonieren über Bluetooth. Das Hörgerät entwickelt sich zunehmend zum Streaminggerät. Gleichzeitig ist das Ohr ein guter Punkt, um medizinische oder gesundheitliche Daten abzunehmen. Stürzt zum Beispiel der Träger und benötigt Hilfe, lässt sich das im Ohr registrieren und ein Notruf absetzen. Eine weitere Anwendung sind Übersetzungsfunktionen. Ganz grundlegend wird die Auflösung der Sprachdaten immer besser und damit steigt die Verständlichkeit.

Gibt es eine Lieblingsaufgabe, die Sie im Geschäft übernehmen?

Mir macht alles Freude. Ich brauche den Kundenkontakt, aber auch die administrativen Aufgaben und Marketinggeschichten erledige ich gern. Die Abwechslung muss stimmen.

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Wirtschaftlich sind wir als Betrieb der Gesundheitsbranche kaum betroffen. Glücklicherweise mussten wir deshalb noch keinen Tag schließen. Wenn ein Gerät kaputt ist, sind wir da. Die Kunden haben unsere Angebote mit dem damit verbundenen Hygienekonzept gern angenommen und fühlen sich gut aufgehoben bei uns. Auch die Hersteller haben reagiert, indem sie für passende Hörgeräte einen Maskenmodus anbieten, der die verzerrenden akustischen Effekte durch die Maske behebt.

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