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Zu Ostern steht die Kost-nix-Box wieder

Nach einer Frische-Kur kommt das Holzhäuschen neben das Nieskyer Museum. Die Leute warten schon darauf.

Tischler Martin Schröter, Initiatorin Laura Rose und Helferin Franziska Kärger richten die Kost-nix-Box für die neue Saison her.
Tischler Martin Schröter, Initiatorin Laura Rose und Helferin Franziska Kärger richten die Kost-nix-Box für die neue Saison her. © André Schulze

Aus dem Winterschlaf geholt ist die Kost-nix-Box. Initiatorin Laura Rose hat zusammen mit Tischler Martin Schröter und Helferin Franziska Kärger das Holzhäuschen auf seine Wetterfestigkeit kontrolliert. Damit kann die Box wieder als Tauschort aufgestellt werden. Der Platz ist zwischen Museum und Stadtbibliothek am Zinzendorfplatz.

Dort stand das Häuschen bereits im vergangenen Jahr, bevor es von Mitarbeitern des Bauhofes "eingemottet" wurde. Die Männer in Orange werden die Holzbox dieser Tage wieder an ihren Standplatz fahren. "Unser Ziel ist es, dass die Menschen die Kost-nix-Box ab 1. April wieder nutzen können", sagt Laura Rose. In der Zeit des Winterschlafes wurde die Holzbox von Nieskyer Gymnasiasten mit bunten Farben verschönert. Innerhalb eines Jugendprojektes des Landes wurde der Sinn dieser Tauschbox mit einer Bildgeschichte auf ihre Außenhaut gemalt: Eine Frau entflieht dem Konsumrausch und entdeckt gebrauchte Sachen, denen sie ein zweites Leben gibt.

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Großstadtidee funktioniert auch in Niesky

Laura Rose brachte die Idee aus Berlin mit nach Niesky. Sie ist begeistert davon, dass die Berliner mehrere kleine Orte in der Stadt haben, wo sie nicht mehr gebrauchte Artikel und Waren wie Spielzeug, Kinderbekleidung, Bücher und technische Geräte unentgeltlich ablegen können in der Erwartung, dass diese Dinge ein anderer noch gebrauchen kann. In Niesky wurde das ab Mitte August möglich, nachdem dafür in Heimarbeit der Raum aus Holz geschaffen wurde. "Die Resonanz hat mir gezeigt, dass die Entscheidung richtig war, es in Niesky zu versuchen", sagt die Nieskyerin.

Und die ist durchweg positiv, was die Spender und Empfänger betrifft. Verschweigen möchte Laura Rose aber nicht, dass es auch unschöne Zwischenfälle gab. Die Tauschmöglichkeit wurde schamlos ausgenutzt und gehamstert sowie Verunreinigungen sind auch ein Thema gewesen. "Jeder, der in der Box etwas ablegt, sollte sich vorher fragen, ob er dieses Stück, so wie es ist, selbst nehmen würde", rät Laura Rose. Auch in der neuen Saison wird in der Tauschbox wieder eine Pinwand sein, auf der man größere Sachen wie Möbel oder Fernseher zum Abholen anbieten kann.

Die Renner im vergangenen Jahr waren vor allem Kinderbekleidung und Bücher. Aber es gab auch Ladenhüter wie andere Bekleidung. Diese hat Laura Rose eingelagert und wird sie erneut anbieten. Ganz ruhig war es in der fünfmonatigen Winterpause nicht um das Tauschgeschäft. Auf der Facebook-Seite "KostNixBox Niesky" wird fleißig weitergetauscht. Mancher bedankte sich dabei, dass er die eine oder andere Rarität ergattern konnte, und das auch noch kostenlos. Somit ist die Kost-nix-Box und das sich mit ihr etablierte Tauschgeschäft gleichfalls ein willkommener Platz für Sammler über Niesky hinaus.

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