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Bier mit Aussicht auf dem Oybin

Die Oybiner Burg ist wieder geöffnet - und das mit einem neuen kulinarischen Angebot. Im Juli sind wieder Veranstaltungen geplant.

Danielo Müller bewirtet die Gäste auf dem Berg Oybin im Biergarten des Berggasthofs.
Danielo Müller bewirtet die Gäste auf dem Berg Oybin im Biergarten des Berggasthofs. © Matthias Weber/photoweber.de

Danielo Müller zapft ein frisches Bier. Nicht irgendwo, sondern ganz oben auf dem Oybin. Nach monatelangem Lockdown regt sich jetzt wieder Leben in der berühmten Burg- und Klosteranlage. Und Danielo Müller sorgt fortan dafür, dass die Gäste auf dem Berg auf ein kaltes Getränk und einen Imbiss nicht mehr verzichten müssen.

Schon länger ist der Berggasthof auf dem Oybin geschlossen. Restaurant und Ritterkeller werden auch so schnell nicht wieder geöffnet. Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig und soll in den kommenden Jahren umfangreich restauriert werden. Danielo Müller, der neue Wirt auf dem Oybin, hat sich dennoch etwas einfallen lassen, um hier Gäste bewirten zu können.

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Er hat den Biergarten am Berggasthof aufgepeppt und einen Imbissstand eingerichtet. "Wir haben erstmal den ganzen Laden hier richtig sauber gemacht, neu gestrichen - und wir nutzen, bis auf wenige Ausnahmen, jetzt eigenes Equipment", erzählt der 47-Jährige. Der routinierte Gastwirt setzt bei der Gestaltung seines Biergartens auf Holz. "Wir haben viel Mühe reingesteckt. Wenn ich etwas mache, dann soll es auch richtig sein", sagt er. Die Arbeit auf der Burg ist nicht einfach. "Die frische Ware muss ja auch irgendwie hochkommen. Ich muss sie täglich vom Parkplatz aus mit der Schubkarre hochschieben". Denn der alte Lastenaufzug ist bereits seit längerer Zeit defekt.

Danielo Müller bewirtet ab jetzt die Gäste auf dem Berg Oybin.
Danielo Müller bewirtet ab jetzt die Gäste auf dem Berg Oybin. © Matthias Weber/photoweber.de

Trotzdem bietet Müller seinen Gästen ein breites Angebot mit Softeis, Currywurst, Hot Dogs, Softdrinks und alkoholischen Getränken. Auch die Softeismaschine hat er extra für seinen neuen Imbiss besorgt. Und demnächst soll noch eine Bonbon-Wand dazukommen, wie es sie in Skandinavien überall gibt. "Wir haben eine neue Küche, neue Geräte und eine ganz besondere Theke mit Zapfhahn", erzählt er und freut sich: "90 Prozent aller Besucher, die vorbeikommen, machen hier Halt." Geplant hatte Müller ursprünglich den Bau eines eigenen Imbiss-Blockhauses direkt im Eingangsbereich zur Burg. Die Bewirtung im Biergarten ist eine Zwischenlösung, bis die Sanierung des Berggasthofs beginnt.

Burganlage wieder nahezu vollständig geöffnet

Nach dem langen Corona-Lockdown läuft die Saison auf dem Oybin erst langsam wieder an. "Aktuell sind nahezu alle Bereiche wieder geöffnet", sagt Ines Stephan, die Leiterin des Oybiner Fremdenverkehrsbetriebs. Die Rundgänge in den Ausstellungsräumen sind in einem Einbahnstraßensystem gestaltet und in der Besucherzahl begrenzt. Ab dem 1. Juli soll die Burg auch wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Derzeit ist die Anlage nur bis 16 Uhr offen und montags ganz geschlossen. "Garantieren können wir noch nichts, aber die neuen Corona-Verordnungen machen zumindest erstmal Hoffnung", sagt sie.

"Im Inneren der Burg herrscht derzeit Maskenpflicht", erklärt Ines Stephan. "Es wird aber auf die Entwicklung in den nächsten Wochen ankommen. Falls sich die Zahlen verschlechtern, könnten die jetzigen Möglichkeiten auch wieder entfallen", erklärt sie.

Erste Veranstaltungen sind dennoch geplant: Wenn die Corona-Regeln es zulassen, sollen am 10. und 11. Juli die Burgtage stattfinden. "Wir planen mit ein paar kleinen Ständen und Akteuren im mittelalterlichen Stil. Es wird aber etwas kleiner als die letzten Jahre ausfallen". Für ein größeres Event hätte man mehr Vorlauf und Sicherheit gebraucht. "Wir sind aber guter Dinge, dass wir den Besuchern bald wieder mehr bieten können".

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