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Polizei ertappt nur wenige Temposünder vor Schulen

Die meisten Autofahrer im Landkreis SOE nehmen insbesondere vor Schulen Rücksicht. Es gab aber auch ein junges Unfallopfer.

Die Polizei machte zuletzt verstärkt Geschwindigkeitskontrollen vor Schulen.
Die Polizei machte zuletzt verstärkt Geschwindigkeitskontrollen vor Schulen. © Norbert Millauer

Nach der dreiwöchigen Verkehrssicherheitsaktion "Die Schule hat begonnen!" zog die Polizei jetzt Bilanz. Die Mehrzahl der Autofahrer hielt sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Es mussten aber auch Verwarn- und Bußgelder ausgesprochen werden.

Kaum etwas zu beanstanden hatten die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion bei einer Kontrolle am 20. September vor der Grundschule am Varkausring in Pirna. Innerhalb einer Stunde wurde am Vormittag die Geschwindigkeit von 101 Fahrzeugen gemessen. Lediglich zwei waren etwa 10 Stundenkilometer zu schnell. Das Landratsamt in Pirna hat die entsprechenden Verwarngeldbescheide versandt.

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Völlig ohne festgestellte Verstöße verlief die Kontrolle am 8. September Am Kirchberg in Struppen. An der Liebstädter Straße in Pirna war am 21. September bei der Geschwindigkeitskontrolle lediglich eines von 56 gemessenen Fahrzeugen zu schnell unterwegs.

Meiste Temposünder in Sebnitz

Vergleichsweise viele Temposünder waren dagegen in Sebnitz festgestellt worden, wo die Beamten des Polizeireviers am 20. September nahe der Schule an der Schandauer Straße kontrolliert haben. Von 67 gemessenen Fahrzeugen innerhalb von zwei Stunden waren elf zu schnell. Der Schnellste wurde mit einer Überschreitung des Tempolimits mit 21 Stundenkilometern registriert. Sechs Verwarnungen und fünf Bußgeldbescheide für die Autofahrer waren die Folge.

Kontrolliert wurde auch in der Nähe der Förderschule in Reinholdshain, nahe der Grundschule in Reichstädt, in Paulsdorf und im Dippoldiswalder Ortsteil Seifersdorf. Die Polizeibeamten achteten aber auch darauf, dass sich die Kinder auf dem Schulweg entsprechend der Verkehrsregeln verhielten, teilt die Polizei mit. Bei Verstößen seien die Kinder aufgeklärt worden und halfen die Polizisten so bei der Verkehrserziehung.

Schulkind tödlich verletzt

Wie wichtig das ist, zeigt ein trauriges Beispiel aus Radeberg. Im Ortsteil Großerkmannsdorf ereignete sich am 24. September ein folgenschwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 7-jähriges Schulkind tödlich verletzt wurde. Unfallursachen bei Unfällen mit Kindern sind unter anderem das Verhalten beim Überschreiten der Fahrbahn und Hervortreten hinter Sichthindernissen, ohne dabei auf den Fahrzeugverkehr zu achten, heißt es von der Polizei.

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"Besonders in der Nähe von Schulen und Schulwegen ist von allen Verkehrsteilnehmenden jederzeit größte Aufmerksamkeit und Rücksicht gefordert. Denn Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger. Unser Ziel ist es, Verkehrsunfälle mit Kindern zu verhindern. Denn jeder Unfall ist einer zu viel", erklärte Sachsens Innenminister Roland Wöller zu der jetzt beendeten Verkehrssicherheitsaktion. Sachsenweit wurden bei 1.016 Kontrollen im direkten Umfeld von Grundschulen 2.546 Verkehrsverstöße festgestellt.

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