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Dresden

Ärger um gesperrte Tiefgarage

Weil ungeplante Bauarbeiten stattfinden, wurden die Anwohner nicht informiert. Viele mussten ihre Autos stehen lassen.

Seit langen eine einzige Baustelle: Blick auf die Baustelle Kesselsdorfer Straße
Seit langen eine einzige Baustelle: Blick auf die Baustelle Kesselsdorfer Straße © Christian Juppe

Da haben einige Anwohner der Kesselsdorfer und Gröbelstraße wohl sicherlich nicht schlecht gestaunt, dass sie ihr Auto plötzlich nicht mehr aus der Tiefgarage fahren konnten. Betroffen waren jene, die in der vergangenen Woche aus ihrem Urlaub zurückkamen und vor einer gesperrten Einfahrt standen. Das Auto vor dem Urlaub herauszufahren und woanders abzustellen, wäre möglich gewesen – nur wussten die Anwohner nichts von der Sperrung.

Der Grund: Im Zuge der Großbaustelle an der Kesselsdorfer Straße wurde so kurzfristig umgeplant, dass die Anwohner nicht darüber informiert wurden. Dabei ist jeder Bauherr verpflichtet, derartige Einschränkungen zwei Wochen vorher bekannt zu geben. So, dass sich eben auch jene Anwohner darauf einstellen können, die in den Urlaub fahren. Seit vergangenem Dienstag nun ist die Tiefgarage der Häuser Gröbelstraße 10 und 12 sowie Kesselsdorfer Straße 12, 14 und 16 gesperrt. Zwar seien die Mieter zweier Häuser bis zum 17. Juni darüber per Aushang im Haus informiert worden, die Hausverwaltungen von den drei anderen aber nicht. „Hier war dem Büro der Zusammenhang mit der Tiefgarage entgangen“, so ein Stadtsprecher. Wer also am Dienstagmorgen mit dem Auto zur Arbeit wollte, hatte Pech. „Es wohnen Familien mit mehreren Kindern im Haus und ältere Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind“, schreibt Falk Noack an die SZ.

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Wer sein Fahrzeug nutzen konnte, hatte aber ein ganz anderes Problem: Die Parkplätze in den umliegenden Straßen reichten längst nicht aus, langes Suchen nach der freien Parklücke gehörte letzte Woche zur Tagesordnung. Falk Noack meint, dass ihm das Straßen- und Tiefbauamt (STA) zugesichert hätte, dass die Zufahrt zur Tiefgarage offenbleibt. Das sieht das STA anders: “Eine Zusage über freie Zufahrten ist nicht bekannt. Es wurde mitgeteilt, dass die Nutzung der Tiefgarage in der Zeit von 17 Uhr bis 7 Uhr möglich ist, dies jedoch nicht zugesichert werden kann“, heißt es aus dem Rathaus.

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Und es wird nach Erklärungen gesucht, wie es zu dem Lapsus kam. Demnach hat es eine kurzfristige Änderung im Bauablauf gegeben, die Drewag und die Stadtentwässerung wollten die Bauarbeiten an der Kesselsdorfer Straße nutzen, um Leitungen in der Gröbelstraße zu verlegen. Die Planungen seien vorher nicht bekannt gewesen und erst Anfang Juni mitgeteilt worden. Um spätere Bauarbeiten und Sperrungen zu verhindern, sei das Verlegen der Leitungen zum jetzigen Zeitpunkt dennoch sinnvoll und notwendig. Inzwischen konnte die Stadt zusätzliche Parkplätze schaffen, etwa in der Gröbelstraße. Die Autofahrer sind auch wieder mobil: Sie durften ihre Fahrzeuge aus der Tiefgarage holen. 

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