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Abstand halten, Männer!

Zum Männertag muss auf manche Traditionen verzichtet werden. Denn alkoholisiert geht schnell die Disziplin verloren. Die Regeln kompakt:

Sind das auch wirklich nur zwei Hausstände? Auch für den Männertag gelten die Kontaktbeschränkungen.
Sind das auch wirklich nur zwei Hausstände? Auch für den Männertag gelten die Kontaktbeschränkungen. © dpa

Auch wenn sich die frühsommerlichen Temperaturen am Donnerstag noch so dafür anbieten werden: In Pandemie-Zeiten muss auch beim Männertag die Fahrradtour oder Kremserfahrt in kleinerem Rahmen stattfinden. Denn auch wenn die Maßnahmen zur Corona-Eindämmung bereits zum zweiten Mal gelockert wurden, gibt es für die Ausflüge am Himmelfahrtstag jede Menge Regeln. Was erlaubt ist und was nicht:

Mit wem darf am Männertag gefeiert werden?

Auch für den Männertag gelten die Kontaktbeschränkungen. Das heißt, Gruppenwanderungen sind nur dann erlaubt, wenn sich um den Bollerwagen ausschließlich der eigene und ein weiterer Hausstand, die Partnerin oder dem Partner versammelt – das geht dann auch ohne Sicherheitsabstand. Mit allen anderen Personen muss der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden.

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Ist mit besonderen Kontrollen zu rechnen?

Am Donnerstag wird die Polizei noch stärker als sonst auf die Durchsetzung der Corona-Schutz-Verordnung achten. Dafür wird sie von zusätzlichen Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei unterstützt. Vor allem dort wo es schon in den letzten Jahren zu vielen Polizeikontrollen gekommen ist, wird noch stärker kontrolliert.

Zum Beispiel in der Sächsischen Schweiz, in den Naherholungsgebieten um die Talsperre Malter, dem Schloss Moritzburg sowie am Elbufer in Dresden. Dort wird die Polizei zusätzlich mit rund 20 Mitarbeitern aus dem Ordnungsamt bis in die Abendstunden hinein ihre Runden gehen. Radwege zur Vermeidung von Ansammlungen zu sperren, ist hingegen nicht vorgesehen.

Wann drohen Bußgelder?

Grundsätzlich kann bei jedem Verstoß gegen die Abstandsregeln, oder bei einer unerlaubten Gruppenbildung ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro gegen jede der beteiligten Personen verhängt werden. Auch wenn in den vergangenen Wochen meist erst mit Verwarngeld von 55 Euro gearbeitet wird.

Wie steht es um den Alkoholkonsum?

Im letzten Jahr gab es an Christi Himmelfahrt so viel Unfälle unter Alkoholeinfluss, wie an keinem anderen Tag des Jahres. An diesem Donnerstag wird von Betrunkenen noch eine zusätzliche Gefahr ausgehen, denn mit jedem Bier schwindet die Disziplin, sich an die Abstandsregeln zu halten. Schnell kommen einem da Bilder aus den letzten Jahren in den Kopf, wo sich die Massen dicht auf Bierbänken zusammendrängten.

Unter der heutigen Hygienebrille wirken diese Bilder verhängnisvoll, zumal seit Freitag wieder die Biergärten geöffnet haben. Auch Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Dehoga in Sachsen sieht diese Gefahr, glaubt aber an die Vernunft der Gäste: „Natürlich gibt es am Männertag gewisse Brennpunkte. Das ist aber nicht immer nur in den Biergärten so.

Die Gastronomen haben sich jedoch mit Abstandsregeln und Markierungen gut darauf vorbereitet.“ Letztendlich sei eine solche Situation besser in Biergärten zu regeln, als wenn es unkontrolliert beim Grillen passiere. „Die Erfahrung der letzten Tage haben bereits gezeigt, dass sich mit dieser Situation gut umgehen lässt.“ Zumal die meisten Restaurants und Biergärten weitaus weniger Gäste empfangen haben, als es die sowieso schon reduzierte Kapazität zulassen würde. Der eine oder andere Biergarten habe für Donnerstag trotzdem Security-Personal eingestellt.

Wohin kann über Christi Himmelfahrt verreist werden?

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Tagesausflüge in die Sächsische Schweiz oder ins Vogtland sind wieder erlaubt – jegliche Bewegungseinschränkungen aufgehoben. Für einen Überraschungsbesuch zum Vatertag darf sogar die Familie besucht werden, selbst wenn sie in einem anderen Bundesland wohnt. Doch auch auf der Fahrt im eigenen Auto gilt die Beschränkung auf zwei Haushalte, in öffentlichen Verkehrsmitteln die Mundschutzpflicht.

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