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Das sind die Neuen in der Elbterrasse

Am 1. April sollte der Biergarten wieder öffnen. Nun kommt die Corona-Krise dazwischen. Doch die Betreiber haben eine Idee.

Robert Gutsche und Selma Hohenstein betreiben den Biergarten an der Elbterrasse Laubegast. Noch wird dort umgebaut.
Robert Gutsche und Selma Hohenstein betreiben den Biergarten an der Elbterrasse Laubegast. Noch wird dort umgebaut. © René Meinig

Es gibt sicherlich bessere Zeitpunkte, mit einem Biergarten an den Start zu gehen. Wie viele andere Branchen ist auch die Gastronomie von der Corona-Krise stark betroffen, denn alle Gaststätten, Bars und Biergärten sind geschlossen. Wie lange, kann derzeit niemand voraussagen. Angesichts der schwierigen Lage scheinen Robert Gutsche und Selma Hohnstein relativ entspannt. Denn sie wollten am 1. April eigentlich den Biergarten an der Laubegaster Elbterrasse wieder öffnen. 

Nachdem Anfang dieses Jahres der Betreiber verstorben war, ist das Restaurant geschlossen, der Biergarten im Winter ohnehin nicht auf. Mit Robert Gutsche und Selma Hohnstein hatte Eigentümer Stefan Wunderlich recht schnell recht junge Nachfolger gefunden. Der 29-Jährige und seine 20-jährige Partnerin übernehmen allerdings nur den Biergarten. Das Restaurant wird derzeit zu einem etwas kleineren Café umgebaut, dort hat mit Jannick Schmitt ein zweiter Pächter die Zügel in der Hand. 

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Bratwurst, Steak und Bier zum Mitnehmen

Einiges neu ist mittlerweile auch im flachen Nebengebäude des Biergartens. Neben dem Tresen wurde zur kleinen Gaststube hin eine Wand eingezogen, die Küche ist neu gestaltet und bereit für die Abnahme durch das Gesundheitsamt. Die rund 50 Innen- und 250 Außensitzplätze werden aufgrund der verordneten Schließung vorerst leer bleiben. Trotzdem wollen die Betreiber Getränke und Essen verkaufen, sobald es das Wetter mit wärmeren Temperaturen zulässt. Als eine Art Imbiss. 

"Wir werden einen Grill aufstellen und alles außer Haus verkaufen", sagt Selma Hohnstein. Bratwurst, Steak und Bier zum Mitnehmen - das ist nicht verboten. Stühle und Tische werden vorsorglich weggeräumt. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sind die beiden schon mit Gummihandschuhen ausgestattet, sodass dem Verkauf am Tresen nichts im Wege steht.

Gastronomie in Corona-Zeiten: Robert Gutsche und Selma Hohnstein sind auf die Eröffnung des Biergartens vorbereitet. Als Imbiss wollen sie sobald wie möglich zumindest Getränke ausschenken und Bratwurst verkaufen. Natürlich so gut es geht hygienisch mit G
Gastronomie in Corona-Zeiten: Robert Gutsche und Selma Hohnstein sind auf die Eröffnung des Biergartens vorbereitet. Als Imbiss wollen sie sobald wie möglich zumindest Getränke ausschenken und Bratwurst verkaufen. Natürlich so gut es geht hygienisch mit G © René Meinig

Trotzdem könnte es finanziell eng werden, wenn die Schließung der Biergärten über den April hinaus angeordnet wird. Noch sei Geld da, um die Helfer, die es derzeit in der Branche reichlich gibt, stundenweise zu bezahlen. Damit der Weg in die erste eigene Gastronomie nicht schon zu Ende ist, bevor er richtig begonnen hat, haben sich Gutsche und Hohnstein noch etwas anderes einfallen lassen. Demnächst können Unterstützer und künftige Gäste Gutscheine bei ihnen kaufen, die sie später, nach dem Corona-Stillstand, im Biergarten einlösen können. Für 20 oder 30 Euro gibt es nachher noch ein, zwei Getränke aufs Haus. Ab kommender Woche soll der Verkauf der Gutscheine auf der Internetseite starten

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Auf den richtigen Start im Biergarten seien sie gut vorbereitet, alle Absprachen mit Lieferanten sind getroffen, sagen die jungen Wirtsleute. "Es ist eine schwierige Zeit, aber das bekommen wir alles hin", ist sich Selma Hohnstein sicher. Zumindest Klopapier ist reichlich da, sagt sie und lacht. In der Dresdner Gastronomie sind beide übrigens keine unbeschriebenen Blätter: Seit zehn Jahren betreibt Gutsche eine Vermittlungsfirma für gastronomisches Personal - was auch für den Neustart eine wichtige Rolle spielen dürfte. Im vergangenen Jahr kümmerten sie sich um die Gastronomie auf den "Lingnerterrassen".

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