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Dresden

Endlich wieder Leben in Schloss Übigau

Der Garten ist ab sofort für Gäste geöffnet. Auch im Innern geht es voran.

Comödie-Geschäftsführer Olaf Maatz zeigt, wie das Schloss Übigau für „Das Wirtshaus im Spessart“ verändert wird. Da das Schloss zum Teil verfallen ist, muss gar nicht so viel gemacht werden.
Comödie-Geschäftsführer Olaf Maatz zeigt, wie das Schloss Übigau für „Das Wirtshaus im Spessart“ verändert wird. Da das Schloss zum Teil verfallen ist, muss gar nicht so viel gemacht werden. © Marion Doering

Einst war es das Lustschloss August des Starken. Seit Jahren fristet es ein tristes Dasein. Doch das ändert sich nun – zumindest auf den Schlossgarten bezogen. Denn dieser ist seit Freitag wieder geöffnet. Die Betreibergesellschaft „Elbschloss Übigau“ um Manuel Klötzer hat einen Sommergarten eröffnet. Darin gibt es kühle Getränke und Speisen, mit Blick auf Elbe, Schloss und eine Bühne davor.

Diese Bühne wird die nächste Spielstätte der Comödie Dresden. „Das Wirtshaus im Spessart“ feiert dort am 5. Juli Premiere. „Keine Kulisse ist besser geeignet als so ein Schloss im Dornröschenschlaf“, meint Comödie-Chef Olaf Maatz. Allerdings macht die Comödie daraus ein Stück mit Western- und Country-Musik. „Western meets Märchen“, so Regisseur Christian Kühn. Bis zum 25. August gibt es in Schloss Übigau Theater, dann Rock`n Roll. Vom 28. August bis zum 7. September zeigen „The Firebirds“ ihre Burlesque Show mit sechs mehr oder weniger freizügigen Damen.

Was aber die ganze Zeit als Konstante bleibt, ist der Sommergarten. Er hat donnerstags und freitags ab 16 Uhr und samstags und sonntags ab 11 Uhr geöffnet. Und er soll so lange betrieben werden, wie es das Wetter zulässt. Daher ist am 7. September wahrscheinlich noch lange nicht Schluss.

Manuel Klötzer betreibt den Sommergarten im Schloss Übigau. Er haucht dem barocken Bau wieder Leben ein und hat noch mehr vor.
Manuel Klötzer betreibt den Sommergarten im Schloss Übigau. Er haucht dem barocken Bau wieder Leben ein und hat noch mehr vor. © Marion Doering

Klötzer und sein Team haben noch weitere Pläne: „Wir haben das gesamte Areal gemietet.“ Das bedeutet, den Garten und auch das Schloss. „Wenn es fertig saniert ist, möchten wir im Erdgeschoss ein Restaurant eröffnen“, so Klötzer. Wann das sein wird, ist aber noch völlig unklar. 2017 hatte Schloss Übigau den Besitzer gewechselt. Die Eigentümerin davor, machte lange nichts. Der jetzige Schlossherr will es sanieren. Aber laut Klötzer gibt es da einige Unwägbarkeiten, wie das bei denkmalgeschützten Gebäuden häufig der Fall ist. Beim Entfernen von Farbe an der Decke wurden Deckenmalereien gefunden. Diese müssen wahrscheinlich erhalten bleiben. Der Bauantrag musste überarbeitet und mit dem Denkmalschutz immer wieder abgestimmt werden. Jetzt liegt er erneut zur Genehmigung bei der Stadtverwaltung. Wie lange die Prüfung bei so einem sensiblen Objekt dauert, sei unklar. Wenn es dann aber mal so weit ist, wollen Klötzer und die anderen Betreiber loslegen. Eine Küche müssen sie wahrscheinlich separat in einem extra Anbau errichten, mit einem Glasgang ins Schloss. Denn im Innern dürfen aus Denkmalschutzgründen keine Fliesen angebracht werden. Doch Klötzer ist zuversichtlich: Es werde schon Lösungen geben.

Auch jetzt behilft er sich bereits bei der Küche für den Sommergarten. Die meisten Speisen werden im ehemaligen Pumpenhaus an der Marienbrücke vorbereitet. Denn das ist das zweite neue Objekt, das Klötzer gemietet hat. Dort sollen immer mal wieder Veranstaltungen stattfinden. Aktuell wird dort von seinem Team gekocht – für den Sommergarten im Schloss Übigau. Die Speisen werden dann kalt angeliefert und im Garten nur noch erwärmt. Die Karte reicht von einer Butterbrezel für drei Euro bis zum Ragout vom Weiderind für 13,60 Euro. Es soll aber künftig auch Bratwurst und frische Tagesgerichte geben. „Wir sind kein klassischer Biergarten, sondern wollen es mit dem Charme des Schlosses etwas gediegener.“

Tickets für die Comödie und The Firebirds gibt es unter: 0351/866410 oder online unter www.comoedie-dresden.de

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