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Insel der Sinne ist Tourismusmagnet

Das erfolgreiche Hotel am Berzdorfer See sorgt für mehr Besucher. Jetzt will es stärker regionale Gäste locken.

Das Hotel Insel der Sinne hat bereits Tausende Menschen angezogen. Mit ihrem Team, zum dem der neue Küchenchef Ronny Braackmann (links) und Restaurantleiter Sebastian Scholz gehören, will Ina Lachmann nun noch die Görlitzer begeistern. Foto: Nikolai Schmi
Das Hotel Insel der Sinne hat bereits Tausende Menschen angezogen. Mit ihrem Team, zum dem der neue Küchenchef Ronny Braackmann (links) und Restaurantleiter Sebastian Scholz gehören, will Ina Lachmann nun noch die Görlitzer begeistern. Foto: Nikolai Schmi © Nikolai Schmidt

Die Neugier, die Erwartungen und auch die Vorbehalte waren riesig, als im Sommer 2018 mit der Insel der Sinne das erste Hotel am Berzdorfer See bei Görlitz eröffnete. Der Ansturm der Görlitzer auf das dazugehörige Restaurant war groß, die Erfahrungen unterschiedlich.

Jetzt, anderthalb Jahre später, schauen Inhaberin Ina Lachmann und ihr Team auf eine äußerst erfolgreiche Zeit zurück. Wenn 2019 zu Ende geht, wird das Hotel in diesem Jahr 26.000 Gäste empfangen haben. "Ich konnte erst gar nicht glauben, dass diese Zahl stimmen soll", sagt Ina Lachmann. "Aber wir haben mehrmals nachgerechnet und können uns wirklich darüber freuen." 

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Bereits am Ende des Sommers deuteten die Görlitzer Tourismuszahlen insgesamt mit 102.000 Gästen in den ersten acht Monaten auf ein neues Rekordjahr hin. Die Zahl der Übernachtungen lag zehn Prozent über dem des bisher erfolgreichsten Jahres 2017. Die Europastadt GmbH hatte diesen Anstieg unter anderem mit der Erweiterung des Angebotes durch die Insel der Sinne erklärt.

Und auch Ina Lachmann denkt, dass die Möglichkeit zu einem entspannten Hotelaufenthalt am See der Stadt mehr Touristen bringt und keine Konkurrenz zu den anderen Hotels in der Stadt ist. "Unsere Gäste kommen nicht immer gezielt wegen der Görlitzer Altstadt", sagt sie. "Aber wer schon mal hier ist, nimmt einen Besuch natürlich mit." 

Ein Blick auf das Hotel bei seiner Eröffnung.
Ein Blick auf das Hotel bei seiner Eröffnung. © Archivfoto Nikolai Schmidt

Viele Gäste aus der Region Dresden

Von überall her kommen die Hotelgäste. Sehr viele aus Dresden und Umkreis: Immer wieder hören Mitarbeiter der Insel der Sinne, wenn sie Dresdner treffen, das Hotel am Berzdorfer See sei in der Landeshauptstadt durchaus bekannt.

Viele andere kommen aus Berlin, aus Bayern und Baden-Württemberg, seit Kurzem auch aus Nordrhein-Westfalen. Auch internationale Gäste sind gut vertreten. Und obwohl es während der Siemenskrise vor zwei Jahren hieß, Görlitz kämen die Dienstreisenden abhanden: Die Insel der Sinne hat viele Geschäftsreisende zu Gast. Auch aus Japan, Russland, den USA, Spanien und anderen Ländern.

So gut das Hotel läuft, das Restaurant hatte mit Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen. Manche Görlitzer, die das Restaurant ausprobierten, fanden die Preise zu hoch und die Portionen zu klein. Als das Insel-Team darauf reagierte, fanden andere, nun seien die Portionen zu groß.

Auch über den Service ärgerten sich Görlitzer, die im Sommer ihren Strandbesuch als Familie mit einem Kaffeetrinken im Restaurant abschließen wollten und entweder keinen Platz bekamen oder sich nicht gut empfangen fühlten. Ina Lachmann hat schon Leute sagen gehört: "Bei euch bekommt man ja nie einen Platz." Eine gewisse Enttäuschung konnte sie daran ablesen, dass die Zahl der Besucher aus Görlitz zurückging.

60 Mitarbeiter, 50 Vollzeitstellen

"Im Laufe dieses Jahres aber hat unser Personal fast komplett gewechselt", sagt sie. Inzwischen sei ein festes Team entstanden, das sehr gut und kollegial zusammenarbeite und den hohen Anspruch an Qualität und Service erfülle. Insgesamt 60 Menschen arbeiten in Hotel und Restaurant, verteilt auf 50 Vollzeitstellen.

Große Hoffnungen liegen auf dem neuen Küchenchef Ronny Braackmann, der seit 1. Oktober mit sieben weiteren Köchen für eine gehobene, beschwingte, nachhaltige Küche mit interessanten Gerichten und ungewohnten Geschmackskombinationen sorgt, die Natur, See und die Verbundenheit mit der Region widerspiegeln soll.

Der 38-jährige erfahrene Koch, der frei kreiert und entscheidet, was er als nächstes auf die Speisekarte setzt, ist genau das, was sich Ina Lachmann und ihr Restaurantleiter Sebastian Scholz für ihre Gäste gewünscht haben. Alle sechs bis acht Wochen wechseln die Gerichte. Dazu gibt es erlesene Weine von See und Fluss, die man in regelmäßigen Verkostungen auch probieren kann.

Viele Görlitzer hätten nach Wellnessangeboten für Tagesgäste gefragt, sagt Ina Lachmann. Um dem entgegenzukommen, bietet sie seit Kurzem von Sonntag bis Donnerstag von 14 bis 21 Uhr "After Work Wellness" an. In dieser Zeit können Tagesgäste nach Anmeldung den Saunabereich in Verbindung mit einem Hotelzimmer zur Entspannung nutzen.

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