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Kuhgarten-Projekt kommt nicht voran

Für die Stallanlage in Kreischa sind umfangreiche Planungen nötig. Doch der Gemeinderat konnte sich nicht für ein Büro entscheiden.

Sie ähnlich wie in dieser Visualisierung soll der neue Kuhstall aussehen.
Sie ähnlich wie in dieser Visualisierung soll der neue Kuhstall aussehen. © Dresdner Vorgebirgs Agrar AG

Das Vorhaben der Vorgebirgs Agrar AG aus Possendorf, im Kreischaer Ortsteil Kleincarsdorf einen neuen Kuhstall zu errichten, verzögert sich weiter. Der Gemeinderat sollte eigentlich in seiner Sitzung im Juli entscheiden, welches Planungsbüro die Gemeinde unterstützen soll. Es lagen auch mehrere Angebote vor. Doch die Räte vertagten  die Abstimmung. Es gebe noch Fragen zu klären, so die Begründung. Erst in der kommenden Ratssitzung am 31. August soll nun der Beschluss fallen. 

Die Landwirte planen, in Kleincarsdorf einen sogenannten Kuhgarten nach niederländischem Vorbild für 630 Mutterkühe und etwa 130 Kälber zu errichten. Diese Anlage soll tierfreundlicher und artgerechter sein als die bisherigen Haltungsbedingungen. Unter anderem sind mehr Auslauf und hellere, wintergartenähnliche Ställe vorgesehen. Die Agrar AG spricht von einer zukunftsweisenden Millioneninvestition. Im Gegenzug will sie eine alte Stallanlage in Obernaundorf bei Rabenau stilllegen.

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Um den Kuhgarten bauen zu können, muss die Gemeinde einen sogenannten Bebauungsplan erstellen. Darin werden unter anderem die Gestaltung und Maße der Gebäude, der Zu- und Ausfahrten, die Gestaltung des Geländes und auch die zulässigen Emissionswerte festgelegt. 

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In Kleincarsdorf regt sich seit Bekanntwerden des Vorhabens Widerstand. Viele Anwohner befürchten mehr Verkehr, Lärm und unangenehmen Geruch im Ort. Es hat sich sogar eine Initiative gegen die Stallanlage gegründet. Eine Unterschriftensammlung gegen das Vorhaben wurde vom Petitionsausschuss des Landkreises jedoch zurückgewiesen, weil das Planverfahren jetzt bei der Gemeinde liegt.  

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