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Zeiss steht trotz Corona zu neuem Standort in Dresden

Der Konzern hat das Softwarehaus Saxonia Systems gekauft. Nun sollen hier Innovationen in Medizintechnik oder Mikroelektronik entwickelt werden.

Der Technologiekonzern Zeiss hat das in Dresden gegründete Softwareunternehmen Saxonia Systems AG übernommen und will in der Landeshauptstadt einen Innovation Hub ausbauen.
Der Technologiekonzern Zeiss hat das in Dresden gegründete Softwareunternehmen Saxonia Systems AG übernommen und will in der Landeshauptstadt einen Innovation Hub ausbauen. © dpa

Dresden. Wer regelmäßig in Dresden Straßenbahn fährt, dem ist der kurze Werbefilm der Carl Zeiss AG vermutlich aufgefallen, der im Frühjahr regelmäßig auf den Tram-Bildschirmen lief. Der Technologiekonzern sucht neue Mitarbeiter in der sächsischen Landeshauptstadt. Hintergrund: Im vergangenen November hat Zeiss das Dresdner Softwarehaus „Saxonia Systems“ gekauft und will den Standort langfristig zu einem Zeiss Innovation Hub ausbauen.

Welche Projekte in diesem Hub verfolgt und wie viele Arbeitsplätze geschaffen werden sollen – dazu will sich der neue Zeiss-Vorstandschef Karl Lamprecht nicht in die Karten schauen lassen. „Wir sind noch in der Planung und wollen durch den ersten Innovation Hub in Karlsruhe lernen“, sagte Lamprecht am Dienstag in der Telefonkonferenz zur Halbjahres-Bilanz. 

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In dem neuen Entwicklungszentrum in Baden-Württemberg, dessen Bau Ende 2019 fertiggestellt wurde, will Zeiss sich mit Startups und Wissenschaftlern aus der Region vernetzen, um gemeinsam Innovationen in der Medizintechnik oder Mikroelektronik – zwei Sparten der Zeiss AG – zu entwickeln. Einen ähnlichen Hub will Zeiss in Dresden aufbauen. 

Ob es dabei durch die Corona-Pandemie nun zu Verzögerungen kommen werde, könne er nicht sagen, so Lamprecht. „Aber im Wesentlichen ändert sich nichts an unserer Entscheidung. Wir halten daran fest, weil es eine strategische Entscheidung ist, von der wir uns durch Covid-19 nicht abbringen lassen“, betonte er.

Die Übernahme der Saxonia Systems AG mit sieben Standorten, darunter in Dresden, Görlitz und Leipzig, ist im März 2020 abgeschlossen worden, hieß es. Die von Viola Klein und Andreas Mönch gegründete Firma mit etwa 240 Beschäftigten agiert nun unter dem Namen „Carl Zeiss Digital Innovation AG“ und soll die Softwarekompetenz von Zeiss stärken.

Der Konzern ist gut ins erste Geschäftshalbjahr gestartet und verdiente unterm Strich in den sechs Monaten bis Ende März 297 Millionen Euro, ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg ebenfalls um sechs Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

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Im zweiten Quartal sei dann aber die Corona-Pandemie deutlich spürbar gewesen. Im wichtigen China-Geschäft hatten sich im Februar die Auftragseingänge und Umsätze halbiert. Jetzt befinde es sich wieder im Aufschwung. „Wir haben das erste Halbjahr insgesamt gut abgeschlossen“ sagte Lamprecht. Für das Gesamtjahr wollte er keine Prognose abgeben. „Wir schauen, dass unser Unternehmen stabil durch die Krise läuft“, hieß es nur. Carl Zeiss macht 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland.

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