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Sächsische Grünenabgeordnete will wieder antreten

Anna Cavazzini aus Sachsen kandidiert bei der Europawahl im kommenden Jahr für einen vorderen Platz auf der Grünenliste. In Brüssel hat sie klare Ziele.

Von Thilo Alexe
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Die Grüne Anna Cavazzini (40) leitet den Verbraucherschutzausschuss des EU-Parlaments.
Die Grüne Anna Cavazzini (40) leitet den Verbraucherschutzausschuss des EU-Parlaments. © Martin Jehnichen

Die sächsische Europaabgeordnete der Grünen, Anna Cavazzini, will erneut nach Brüssel. "Ich kandidiere für den dritten Platz auf der Europaliste", sagte die Politikerin Sächsische.de. Cavazzini gehört dem EU-Parlament seit 2019 an. Dort leitet sie den Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz.

Als eines der zentralen Themen nennt Cavazzini in ihrer Bewerbung für den Parteitag Ende November in Karlsruhe Gesetzgebungen, die den Binnenmarkt „in Richtung klimaneutraler Wohlstand, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung“ prägen. "Ich will meine bisherigen thematischen Schwerpunkte behalten und habe das Ziel, erneut den Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz zu leiten", fügte sie im Gespräch mit Sächsische.de hinzu. Zudem bearbeite sie viele Themen die für Sachsen relevant seien. Dazu zählt sie die Auseinandersetzung um den polnischen Tagebau Turow an der Landesgrenze.

Cavazzini hat sich in Brüssel unter anderem für das Recht auf Reparatur, ein einheitliches Ladekabel und das europäische Lieferkettengesetz eingesetzt. Die Politikerin will im Fall ihrer Wiederwahl weiterhin in Sachsen präsent bleiben. "Ich werde mein Büro in Chemnitz behalten", sagte sie.

Beim Karlsruher Parteitag bewirbt sich die Fraktionschefin der Grünen in Brüssel, Terry Reintke, um den ersten Platz. Um Platz zwei für die Wahl 2024 dürfte es voraussichtlich eine Kampfkandidatur von zwei männlichen Bewerbern geben. Auch für den dritten Platz könnte es mehrere Bewerberinnen geben, neben Cavazzini womöglich eine Grüne aus Berlin.

Bei der Europawahl 2019 wurde die Partei mit 20,5 Prozent der Stimmen in Deutschland zweitstärkste Kraft hinter den Unionsparteien CDU und CSU. In Sachsen kamen die Grünen damals auf 10,3 Prozent der Stimmen und lagen damit hinter AfD, CDU und Linken. Stärkste Kraft wurden sie im Freistaat bei der Europawahl allerdings in Leipzig (20,2 Prozent). Im Brüsseler Parlament stellen die deutschen Grünen 25 der 705 Abgeordneten.