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Sachsens Kommissare lernen mit "moodle"

Die Polizeihochschule in Rothenburg ist fast leer. Studiert wird digital. Das wird sich so schnell nicht ändern.

Die Studenten der sächsischen Polizeihochschule in Rothenburg lernen von zu Hause aus über die digitale Plattform "Moodle". Dazu wurden kürzlich die Lehrkräfte eingewiesen.
Die Studenten der sächsischen Polizeihochschule in Rothenburg lernen von zu Hause aus über die digitale Plattform "Moodle". Dazu wurden kürzlich die Lehrkräfte eingewiesen. © Hochschule der sächsischen Polizei

Die Corona-Krise hat eine Entwicklung beschleunigt, die an der Hochschule der sächsischen Polizei bisher eher stiefmütterlich behandelt wurde - das digitale Studium.

Seit Wochen werden die rund 600 Studenten nicht mehr an den beiden Standorten Rothenburg und Bautzen unterrichtet, sondern via Internet. Laut Hochschulsprecher Thomas Knaup ist es innerhalb kürzester Zeit gelungen, Lösungen für das digitale Lernen zu entwickeln. Wesentlicher Bestandteil der Wissensvermittlung ist nun die Lernplattform "moodle".

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Digitales Lernen ist Neuland für die Studenten

Für die Kommissarsanwärter und Lehrkräfte ist die digitale Arbeitsweise zu einem großen Teil Neuland. "Wir waren bisher gewohnt, Vorlesungen, Prüfungskonsultationen und Seminare als Präsenzveranstaltungen durchzuführen", erklärt Rektor Carsten Kaempf. Deshalb sei es eine technische wie auch didaktische Herausforderung gewesen, den Studienbetrieb weitgehend ins Internet zu verlagern.

Testphase geht ab 1. Juni in Regelbetrieb über

Während in einem ersten Schritt Besprechungen, Konsultationen und Vorlesungen auf digitalem Wege durchgeführt wurden, wird mit "moodle" nun eine ganzheitliche Lösung angestrebt. Die bisherige Testphase soll am 1. Juni in den Regelbetrieb überführt werden. Nach Angaben von Thomas Knaup will man die sich durch die Plattform ergebenden Möglichkeiten zu einem Managementsystem für das Bachelor- und Masterstudium weiterentwickeln, das auch in der Aus- und Fortbildung der sächsischen Polizei eingesetzt werden kann.

Künftig auch digitale Videokonferenzen möglich

Im nächsten Schritt auf diesem Weg soll die virtuelle Lernumgebung mit weiterem Inhalt gefüllt werden. Unter anderem ist die Einführung eines Videokonferenzsystems geplant. Dies alles diene dazu, so der Hochschulsprecher, für den Fall erneuter pandemiebedingter Einschränkungen gerüstet zu sein. Aber auch so rechnen die Verantwortlichen mit einer Fortsetzung der Digitaloffensive. Die Lernform "moodle" solle auch künftig fester Bestandteil der Wissensvermittlung sein, so Rektor Kaempf. Und dabei helfen, digitales und Lernen vor Ort miteinander zu vereinen. Zumindest bis Ende September wird das Studium aber vorwiegend onlinebasiert sein.

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