Radebeul
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Landrat Hänsel in Radebeul: Neue Schule, alte Leitungen

Beim Gemeindebesuch des Landrats in Radebeul ging es zwar vorrangig um die Großbaustelle Meißner Straße, aber auch verschiedene Schulprojekte der Stadt wurden besprochen.

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Oliver Lange vom Tiefbauamt, Landrat Ralf Hänsel und Oberbürgermeister Bert Wendsche beim Gemeindebesuch auf der Baustelle Meißner Straße.
Oliver Lange vom Tiefbauamt, Landrat Ralf Hänsel und Oberbürgermeister Bert Wendsche beim Gemeindebesuch auf der Baustelle Meißner Straße. © Arvid Müller

Radebeul. Bei einem Gemeindebesuch am 17. Oktober besichtigte Landrat Ralf Hänsel (CDU) gemeinsam mit Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) zuerst die Baustelle auf der Meißner Straße. Diese wird derzeit inklusive aller Straßenbahnschienen und Leitungen saniert. "Zum Teil liegen rund 100 Jahre alte Leitungen in der Straße", so OB Wendsche. Das gewaltige Bauunternehmen in Gemeinschaft mit der Verkehrsgesellschaft DVB kostet insgesamt rund 15 Millionen Euro. Circa 6 Millionen Euro davon investiert die Stadt Radebeul in den Bau der Straße und Gehwege.

Die Meißner Straße ist die Hauptverbindung von Dresden über Radebeul nach Coswig und Meißen. "Wir haben die Umleitung langfristig vorbereitet und sie wird von den Autofahrern gut angenommen", erläuterte Bert Wendsche. Bahnfahrende müssten derweil auf den Ersatzbus umsteigen. Wenn alles planmäßig verläuft, soll die Maßnahme Ende 2024 abgeschlossen werden.

Nächster Besuchspunkt war das Gelände der ehemaligen Wachschen Villa. Hort und Turnhalle der Grundschule Oberlößnitz sollen dort neu errichtet werden und gemeinsam mit der Wachschen Villa, die das Domizil der Kinderarche ist, eine Art Campus bilden. Da für den Umbau mehrere Bauten aus DDR-Zeit verschwinden müssten, bittet Oberbürgermeister Wendsche den Landrat um Pragmatismus bei denkmalschutzrechtlichen Belangen.

Weitere Themen auf der Besuchsagenda waren das Prinzip der Schwammstadt sowie der geplante Schulcampus in Kötzschenbroda. "In vielen dieser Kerbtäler gibt es historische Regenwasserrückhaltungen, die wir gern wiederherstellen möchten. Einerseits sollen so die kleinen Fluten verhindert werden, andererseits ist es uns wichtig, das Wasser über Versickerung in der Region zu halten", erläuterte OB Wendsche den Begriff Schwammstadt.

Der Schulcampus wiederum soll aus einer Grund- und einer Oberschule bestehen. "Dafür sollen vorhandene Gebäude abgerissen, eine neue Oberschule errichtet, die Grundschule weiter saniert und die bisherige Oberschule in einen Hort umgewandelt werden", so Wendsche. Landrat Hänsel lobt den klugen Einsatz von Fördermitteln. (SZ)