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"Lausitz Investor Center" kann starten

Im Industriepark Schwarze Pumpe entsteht eine Anlaufstelle für Investoren in Sachsen und Brandenburg. Vor allem grüne Technologien stehen im Fokus.

So sieht der Industriepark "Schwarze Pumpe" aus der Luft aus. Hier soll auch das "Lausitz Investor Center" einziehen.
So sieht der Industriepark "Schwarze Pumpe" aus der Luft aus. Hier soll auch das "Lausitz Investor Center" einziehen. © euroluftbild.de/Hannes Grahn

Natürlich werden schon längst Investoren für das Lausitzer Revier gesucht. Aber nun wird das auch sichtbar werden durch das „Lausitz Investor Center“. Seit vergangener Woche liegt der Förderbescheid der Bundesregierung über rund 1,5 Millionen Euro vor. Insgesamt stehen mit Eigenmitteln zur Kofinanzierung bis September 2025 zwei Millionen Euro für den Aufbau der länderübergreifenden Werbung um ansiedlungswillige Unternehmen zur Verfügung.

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Betreut wird das Projekt von vier Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie zwei Koordinatoren aus den Wirtschaftsfördergesellschaften von Sachsen (WFS) und Brandenburg (WFBB). Das Team soll in Schwarze Pumpe, Cottbus, Weißwasser, Dresden und Potsdam arbeiten. Im Industriepark Schwarze Pumpe entsteht ein gemeinsam genutzter zentraler „Lausitz Showroom“, der als Anlaufstelle für Investoren im Herzen der Lausitz dienen soll. Dort könnten zum Beispiel Auftaktberatungen vor Standortbesichtigungen erfolgen. Weiterhin geplant ist der Aufbau einer länderübergreifenden Gewerbegebietsdatenbank „Lausitz Investor Guide“, in der Interessierte schnell einen Überblick über Invest-Chancen finden sollen.

Schwerpunkt auf grünen Technologien

„Durch das gemeinsame Agieren mit Brandenburg erreichen wir mehr Sichtbarkeit und Reichweite im Standortmarketing, um die Lausitz erfolgreich international zu präsentieren“, betont Thomas Horn, Geschäftsführer der WFS. Ziel sei es , die Region als Zentrum der Energie- und Mobilitätswende in Deutschland und Europa zu positionieren, so Sachsens oberster Wirtschaftsförderer.

Das länderübergreifende Ansiedlungsteam soll vor allem Investoren aus den Schwerpunktbranchen der Grünen Technologien gewinnen. Dazu gehören Speichertechnologien für erneuerbare Energien, Wasserstofftechnologien und Batterietechnologien für die Elektromobilität. Neben der umweltfreundlichen Energieerzeugung gehören die Kernbereiche Energie-, Rohstoff- und Materialeffizienz, grünes Bauen, grüne Logistik, Wasser-, Abfall- und Kreislaufwirtschaft sowie Finanzierung und Versicherung aber auch dazu. Grüne Technologien sind also in vielen Sektoren anzutreffen und als Querschnittsbranche aus Umwelttechnologien und -dienstleistungen zu beschreiben. Die Lausitz soll als moderne und nachhaltig agierende Industrieregion vermarktet werden, so das Ziel, um den Strukturwandel von der Kohleverstromung zu neuem nachhaltigen Wirtschaften zu schaffen.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bezeichnet den Förderbescheid als „Meilenstein“ zum Aufbau des „Lausitz Investor Center“. Er ist nach eigenen Worten überzeugt davon, „dass den Menschen nach dem Kohleausstieg mit der Schaffung vieler guter Industriearbeitsplätze – vor allem im Bereich der Zukunftstechnologien¨– eine sichere Perspektive in ihrer Heimatregion gegeben werden kann.“ Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) ergänzt, dass es nicht nur um den Ausgleich wegfallender Arbeitsplätze gehe, sondern auch um den „langfristigen Auf- und Ausbau neuer zukunftsweisender wirtschaftlicher Strukturen in der Region“.

Webinar mit japanischen Unternehmen für die Lausitz

Das “Lausitz Investor Center“ knüpft an ein schon bestehendes Kooperationsprojekt zwischen den Wirtschaftsförderungen von Sachsen und Brandenburg an, in welchem die Lausitz international mit Fokus auf die Branchen Mobilität und Energietechnik beworben wird. Erst diese Woche fand dazu ein Webinar mit mehr als 80 japanischen Unternehmensvertretern statt.

Wie viele Investorenanfragen es schon für die Lausitz gibt, kann die WFS nicht beantworten. Es sei ein dynamischer Prozess, in dem es Projekte gibt, in dem es konkret um die Lausitz geht wie bei der Veranstaltung mit Japan, heißt es. Dann gebe es aber auch Unternehmen, die Standorte für Ansiedlungen in Sachsen suchen, und denen nun noch verstärkter Flächen in der Lausitz angeboten werden, wenn die gesuchten Kriterien erfüllt sind.

Showroom soll bis Mitte 2022 fertig sein

Konkreter wird es dagegen beim Zeitpunkt, wann der neue Showroom im Industriepark eingerichtet und starten soll. „Wir gehen davon aus, dass das bis Mitte nächsten Jahres dauern wird“, sagt die WFS-Sprecherin. Denn erst einmal musste der Fördermittelbescheid vorliegen. Nun können die Stellen für das gemeinsame Ansiedlungsteam ausgeschrieben werden.

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