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So machen Sie Ihr Rad vor dem Fahrradfest fit und sicher

Wer beim SZ-Fahrradfest eine Panne vermeiden will, sollte sein Rad vorher checken. Fünf Punkte, worauf zu achten ist.

Von Timotheus Eimert
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David Liebe aus Freital kontrolliert den Steuersatz am Fahrrad. In seiner Freizeit fährt der Fahrradmechaniker auch selbst gern mit dem Mountainbike. Mit dem Verein Birkenwäldchen e.V. hat er in Freital einen Bike-Park geschaffen.
David Liebe aus Freital kontrolliert den Steuersatz am Fahrrad. In seiner Freizeit fährt der Fahrradmechaniker auch selbst gern mit dem Mountainbike. Mit dem Verein Birkenwäldchen e.V. hat er in Freital einen Bike-Park geschaffen. © Jürgen Lösel

Beim SZ-Fahrradfest werden Strecken von 5 bis 150 Kilometern gefahren. Dafür braucht es mehr als eine gute Kondition. Genauso wichtig ist ein funktionierendes Fahrrad. Darauf sollten Sie bei der Kontrolle achten:

1. Bremsen prüfen

Für David Liebe, Werkstattleiter in der Freitaler Filiale des Fachhändlers „Die Fahrrad-Kette“ sind die Bremsen das Wichtigste am Fahrrad. „Diese müssen im Notfall funktionieren. Eine regelmäßige Kontrolle ist deswegen unvermeidbar.“ Zuerst sollten die Bremspedale beim Schieben getestet werden.

Falls die Bremse zu spät oder gar nicht reagiert, sollten die Bremsbeläge kontrolliert werden. „Entweder sind die Beläge so stark abgenutzt oder die Bremse ist zu locker eingestellt“, sagt der 28-Jährige. Sowohl bei einer Scheiben- als auch bei einer Blockbremse könne man die Belege schnell und einfach wechseln.

2. Auf den Luftdruck achten

Ein häufiger Grund, warum der Reifen beim Fahrradfahren kaputtgehen kann, ist der falsche Luftdruck. „Vor jeder größeren Tour sollte man den Luftdruck deshalb kontrollieren“, empfiehlt Liebe. Dieser lässt sich aber nicht einfach so prüfen. „Bei den neueren Rädern steht der richtige Luftdruck auf dem Reifen“, erklärt der Zweiradmechaniker. Wer keine Luftpumpe mit einer Bar-Anzeige zur Hand hat, kann folgenden Tipp befolgen: „Wenn sich der hintere Reifen beim Fahren verformt, die Felge sogar auf den Reifen schlägt, ist der Reifendruck zu niedrig.“

Wer größtenteils auf der Straße fährt, sollte im Zweifelsfall lieber etwas mehr Luft auf den Reifen geben. „Bei sandigen Waldwegen empfehle ich dagegen etwas weniger Luft“, sagt Liebe. Wer sich bereits eine Acht in den Reifen gefahren hat, sollte lieber in die Werkstatt gehen. „Bei der Begradigung des Reifens können viele Fehler passieren“, sagt der Experte.

3. Die Kette fetten

„Wenn die Kette nicht richtig geölt ist, kann sie während der Fahrt reißen“, warnt David Liebe. Nach einer längeren Tour sollte die Kette außerdem gereinigt werden. Nur so lässt sich verhindern, dass sich Schmutz ablagert.

Bei einem Fahrrad mit Gangschaltung sollte man auch die Kettenblätter regelmäßig kontrollieren. Diese können ebenfalls verschmutzt oder abgenutzt sein. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Dehnung der Kette zu prüfen: „Die Kette dehnt sich aufgrund der Benutzung aus und auch die Zahnräder nutzen sich natürlich mit der Zeit ab“, erklärt Liebe. „Beides müsste dann getauscht werden.“

4. Lenker und Sattel einstellen

Auch den Steuersatz, zu dem vor allem der Lenker und die Lenkgabel gehören, sollte man vor einer längeren Tour prüfen. „Dieser ist entweder verstellt oder locker. „Das merkt man relativ schnell, wenn der Lenker beim Bremsen wackelt“, erklärt Liebe.

Bei der Höhe des Sattels kann man sich ungefähr an der eigenen Hüfte orientieren. „Ich empfehle außerdem, eine Gefahrenbremsung zu machen, um zu schauen, ob man danach nicht vom Fahrrad fällt.“

5. Fahrradhelm aufsetzen

Auch wenn er im Straßenverkehr und beim Fahrradfest nicht vorgeschrieben ist, ein Fahrradhelm gehört für David Liebe bei seinen Touren immer dazu. „Meinen Kopf habe ich nur einmal und den versuche ich, so gut es geht zu schützen.“ Aller fünf Jahre sollte man den Fahrradhelm wechseln, da das Material mit der Zeit nachlässt und der Helm nicht mehr den gleichen Schutz wie zum Zeitpunkt des Kaufes bietet.

Für alle, die einen Helm aus ästhetischen Gründen nicht aufsetzen wollen, empfiehlt der Experte einen sogenannten Fahrrad-Airbag. „Dieser sieht wie ein Halstuch aus“, sagt Liebe. Die Funktionsweise ist recht simpel: Integrierte Sensoren prüfen die Bewegung des Fahrers und lösen im Falle eines Unfalls den Airbag aus.