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Fußball-Oberliga: Budissa Bautzen und Bischofswerda holen jeweils einen Zähler

Neuzugang Devis Meißner rettet Budissa gegen Rudolstadt einen Punkt. Der Bischofswerdaer FV spielt im Duell der Titelanwärter in Halberstadt ebenfalls remis.

Von Jürgen Schwarz
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Der Bautzener Jannik Käppler (links) – hier im heimischen Derby gegen Bischofswerdas Bruno Schiemann – erzielte die 1:0-Führung für Budissa gegen Rudolstadt.
Der Bautzener Jannik Käppler (links) – hier im heimischen Derby gegen Bischofswerdas Bruno Schiemann – erzielte die 1:0-Führung für Budissa gegen Rudolstadt. © Rocci Klein

Bautzen/Halberstadt. Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Regionalliga-Absteiger VfB Germania Halberstadt und dem Bischofswerdaer FV, Oberliga-Dritter der Vorsaison, ist am 2. Spieltag der Fußball-Oberliga leistungsgerecht 3:3 zu Ende gegangen. Vor 401 Zuschauern im Friedensstadion führten die Gastgeber zur Pause noch mit 2:1. Die FSV Budissa Bautzen musste derweil im ersten Heimspiel der Saison in den Humboldthain ausweichen und sich dort mit einem 2:2 gegen Einheit Rudolstadt begnügen. Vor 256 Besuchern führten die Thüringer bis in die Nachspielzeit, ehe ein Einwechselspieler den Spreestädtern wenigstens noch einen Zähler rettete.

Devis Meißner war der letzte Neuzugang, den Budissa vermeldet hatte. Der 19 Jahre alte Mittelstürmer war von Sechstligist FC Mecklenburg Schwerin kommen. Die entscheidenden Pluspunkte hatte Meißner neben guten Leistungen im Probetraining im Testspiel gegen Union Fürstenwalde (3:1) gesammelt, als ihm alle drei Treffer gelungen waren. In den ersten beiden Punktspielen kam der Angreifer als Einwechselspieler zum Zuge – und nutzte seine Chance im Heimspiel gegen Rudolstadt konsequent. In der 86. Minute für Julien Hentsch eingewechselt, erzielte Meißner in der dritten Nachspielminute den umjubelten 2:2-Ausgleich.

Das Niveau der Partie war überschaubar

So richtig zufrieden war Budissas Trainer Stefan Richter trotz seines glücklichen Händchens mit der Vorstellung seiner Schützlinge nicht. „Wir hatten vor der Pause einige Aktionen, die wir einfach nicht bis zum Ende ordentlich ausspielen“, kritisierte Richter, dem nicht entging, dass seiner Elf im Kreativbereich nicht alles gelang. „Mit der Verletzung von Paul Jockusch, der in Halle am Ellenbogen operiert wurde, und dem Fehlen von Julian Gerhardi, der noch im Urlaub weilt, fehlten uns auf diesen Positionen zwei wichtige Spieler. Dennoch verzeichneten wir genügend Möglichkeiten, um das Spiel für uns zu entscheiden.“

Nach einer torlosen ersten Halbzeit hatte Jannik Käppler in der 56. Minute per Handelfmeter das 1:0 für Bautzen erzielt, aber die Gäste agierten anschließend auf Augenhöhe, wobei das Niveau der Partie überschaubar blieb. Marco Riemer (71.) und Maximilian Schlegel mit einem sehr umstrittenen Foulelfmeter (83.) brachten die Gäste in Führung – bis kurz vor Schluss Devis Meißner seinen großen Auftritt hatte.

Die Schiebocker bestanden unterdessen den ersten Härtetest in Halberstadt eindrucksvoll. „Leistungsgerecht und nervenaufreibend“, so brachte es BFV-Trainer Frank Rietschel auf den Punkt. Jonas Krautschick hatte den BFV in Führung gebracht (18.), musste aber wenig später aufgrund einer Oberschenkel-Verletzung passen. Das Geschehen wogte in der Folgezeit auf und ab.

Ex-Dynamo-Talent trifft für Halberstadt

Noch vor der Pause drehte Germania das Ergebnis. Corvin Kosak (27.), im Sommer von Dynamo Dresdens A-Junioren gekommen, sowie Denis Neumann (43.) sorgten für die Pausenführung der Halbestädter, „denen wir nach unserer Führung leider zu sehr die Initiative überlassen haben“, monierte Rietschel, dessen Pausen-Ansprache nicht zu überhören war. Nach dem Seitentausch demonstrierten beide Teams ihre Offensiv-Qualitäten. Martin Sobe glich aus (57.), Kosak brachte Germania mit seinem zweiten Treffer erneut in Führung (67.). Schließlich war es dem Brasilianer Miguel Pereira Rodrigues vorbehalten, mit seinem Tor zum 3:3 den Schiebockern einen verdienten Zähler zu sichern (84.).

Am Freitagabend eröffnen die Bischofswerdaer im Radebeuler Weinbergstadion den Landespokal. Der Anpfiff ertönt um 18.30 Uhr. In der Karl-May-Stadt gibt es ein Wiedersehen mit vielen Ex-BFV-Spielern, wie Fernando Lenk, Tommy Klotke oder Benno Töppel, der im letzten Test der Radebeuler bei Rotation Dresden (2:1) einen Treffer erzielte. Budissa gastiert am Sonntag ab 15 Uhr bei Fortuna Langenau aus der Landesklasse Mitte. „Sicher wird der eine oder andere Anschlusskader von Beginn an zum Einsatz kommen, aber oberste Priorität hat das Weiterkommen“, sagt Stefan Richter. „Wir haben im letzten Wettbewerb erlebt, was es bedeutet, vor fast 3.000 Zuschauern gegen eine Mannschaft wie Erzgebirge Aue anzutreten. Das wollen wir gerne noch einmal erleben.“