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Fußball-Oberliga: Schiebock und Freital gewinnen, Bautzen muss weiter zittern

Bischofswerda findet in der Fußball-Oberliga zurück in die Erfolgsspur, kommt dem Aufstieg aber nicht näher. Budissa Bautzen verliert und ist weiter abstiegsgefährdet.

Von Jürgen Schwarz
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Bischofswerdas Miguel Pereira Rodrigues (l.) lässt sich für seinen Treffer zum 1:0 beglückwünschen.
Bischofswerdas Miguel Pereira Rodrigues (l.) lässt sich für seinen Treffer zum 1:0 beglückwünschen. © Rocci Klein

Bischofswerda/Wernigerode/Freital. In der Fußball-Oberliga Süd lässt der VFC Plauen nicht nach, marschiert konsequent in Richtung Regionalliga. Der Spitzenreiter gewann seine Heimpartie gegen den VfB 1921 Krieschow mit 4:1 und verteidigte seinen Fünf-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Bischofswerdaer FV. Die Schiebocker, die zuletzt etwas geschwächelt und zwei Niederlagen kassiert hatten, setzten sich in der heimischen Volksbank-Arena gegen den VfL Halle 96 mit 4:2 durch.

Damit hat die Mannschaft von Trainer Frank Rietschel drei Spieltage vor Saisonende eine Medaille sicher. Der VfB Germania Halberstadt (3.) rangiert acht Zähler hinter Bischofswerda, der VfB Auerbach hat zehn Punkte Rückstand auf den Staffelzweiten.

„Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen, haben über die Außenbahnen sofort Druck ausgeübt“, sagte Rietschel. „Nach den beiden Niederlagen gegen die FCM-Reserve und in Marienberg war es wichtig, ein Zeichen zu setzen, und das ist meiner Mannschaft eindrucksvoll gelungen.“ Belohnt wurde die Offensivfreude der Schiebocker zunächst aber nicht, weil Miguel Pereira Rodrigues und A-Junior Franz Born ihre Möglichkeiten nicht nutzen konnten.

MRD überträgt nächsten Auftritt der Bischofswerdaer

In der 36. Minute fiel dann das 1:0 durch Rodrigues, aber die Saalestädter glichen unmittelbar vor der Pause durch Robert Pessel aus (44.). Mit Wiederbeginn forcierten die Hausherren, die neben ihrem langzeitverletzten Kapitän Johann Weiß auch auf Jonas Krautschick und Martin Sobe verzichten mussten, erneut das Tempo. Angeführt von Maik Salewski und Matteo Hecker, drückte der BFV auf das 2:1. Heckers Schuss wurde noch auf der Linie geblockt (47.), aber drei Minuten später drehte der gleiche Spieler jubelnd ab.

Anschließend entwickelte sich ein offenes Spiel, „weil Halle mit seinem schnellen Umkehrspiel wirklich überzeugte“, so Rietschel. Dadurch blieb es spannend, zumal Albert Arzumanian in der 58. Minute für den erneuten VfL-Ausgleich sorgte. Was folgte, war eine Druckphase der Gastgeber. „Man hat gespürt, dass wir diesen Dreier unbedingt wollten“, sagte Rietschel. Rodrigues belohnte das Aufbäumen mit seinem 16. Saisontreffer (74.), mit dem er an die dritte Stelle der Liga-Torschützenliste vorrückte. Steve Zizka sorgte schließlich für den Endstand (4:2/82.). Zuvor hatte Keeper Stefan Kiefer mit einer Glanztat den dritten Treffer der Saalestädter verhindert.

„Jetzt freuen wir uns auf das Gastspiel in Auerbach. Wir werden alles geben, zumal das Fernsehen vor Ort ist“, erklärt Frank Rietschel. Der MDR wird in einer Konferenzschaltung aus Auerbach und Bautzen berichten. In der Spreestadt ist der VFC Plauen zu Gast. Beide Spiele werden am Samstag um 13.15 Uhr angepfiffen. Gewinnt der Tabellenführer in Bautzen und Bischofswerda verpasst einen Dreier in Auerbach, steigen die Vogtländer auf.

Bautzen vergibt Chancen, während der Gegner trifft

Es könnte aber an den letzten beiden Spieltagen auch noch spannend werden, denn für Budissa steht gegen Plauen viel auf dem Spiel. Die Niederlage am Sonntag in Wernigerode (1:3) lässt die Mannschaft des Trainerduos Stefan Richter und Torsten Marx noch um den Klassenerhalt bangen. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nur drei Punkte.

Im Mannsberg-Stadion begann Budissa wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Paul Jockusch und Tom Hagemann verpassten das 1:0, einmal flog das Leder an die Lattenunterkante. „Es zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison. Wir müssen in Führung gehen, aber der Gegner trifft zum 1:0“, sagte Budissas Co-Trainer Torsten Marx bedient. Bitter: Schiedsrichter Marvin Tennes hatte zuvor auf Eckball entschieden, „obwohl weit und breit kein Spieler von uns am Ball war“, so Marx. Das Tor durch Kevin Hildach (32.) egalisierte Julien Hentsch (58.).

In der 65. Minute folgte die nächste strittige Szene. „Der Schiedsrichter gibt Elfmeter für Einheit, obwohl es ein glasklares Stürmerfoul gegen Max Rülicke war“, sagte Marx. Ex-Budisse Niclas Treu verwandelte sicher. Mit dem 3:1 durch Nick Schmidt (77.) stand Bautzen als Verlierer fest. „Wir müssen kühlen Kopf bewahren, haben noch alles in der eigenen Hand.“

Ein Treffer reicht Freital zum elften Saisonsieg

Der SC Freital hat unterdessen sein vorletztes Heimspiel in dieser Saison gewonnen. Vor 178 Zuschauern bezwang der Tabellen-Achte den Vorletzten Motor Marienberg mit 1:0. William Wessely sicherte mit seinem Tor des Tages (31.) den elften Saisonsieg für den Sportclub.

„Wir wussten, dass wir auf einen Kontrahenten treffen, der mit dem Rücken zur Wand steht und auf Sieg spielen würde“, erklärte Finn Heidler die Ausgangslage. Vor der Pause waren es allerdings die Freitaler, die die Partie dominierten und sich einige lukrative Chancen erspielten. Nach dem Wechsel drehte Marienberg auf, kam vor allem bei Standards zu einigen gefährlichen Aktionen. „Im Endeffekt haben wir aber alles gut wegverteidigt und verdient drei Punkte geholt“, sagte Heidler, der Enkel von Dynamo Legende Gert Heidler. Am Sonntag gastieren die Freitaler in Halle.