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Zittau

Caspar Sawade geht nach Lübeck

Der kaufmännische Geschäftsführer des Theaters Görlitz-Zittau wird ab der Saison 20/21 in die Hansestadt wechseln. Auch dort sind die Zeiten turbulent.

Caspar Sawade ist nur noch bis zum Sommer kaufmännsicher Geschäftsführer am Theater.
Caspar Sawade ist nur noch bis zum Sommer kaufmännsicher Geschäftsführer am Theater. © Matthias Weber

Caspar Sawade verlässt das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau - vorzeitig. Der kaufmännische Geschäftsführer wechselt nach Lübeck. Dort wird er ab der Spielzeit 20/21 geschäftsführender Direktor am Stadttheater. Die Entscheidung dazu hat der Aufsichtsrat am Freitagnachmittag einstimmig gefällt, wie die Lübecker Nachrichten melden. Für den am Sonnabend 53 Jahre alt gewordenen Düsseldorfer ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk. Er konnte sich gegen über 20 Bewerber aus Deutschland, der Schweiz und Österreich durchsetzen.

"Ich bin sehr glücklich in dieser wunderschönen und lebendigen Stadt mit einem so wichtigem Amt betraut worden zu sein", zitiert ihn die Zeitung. Das Theater sei eines für die Menschen in Lübeck mit Strahlkraft darüber hinaus. Er will dafür eintreten, dass das so bleibt. "Für ein Theater, dass Zuschauern wie Mitarbeitern Freude und Herausforderung ist."

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Der gebürtige Düsseldorfer ist seit März 2000 kaufmännischer Geschäftsführer am Theater Görlitz-Zittau. Im Zuge der Fusion mit dem Musiktheater Oberlausitz-Niederschlesien Görlitz ist er auch kaufmännischen Direktor der vereinigten Theater. Nach einer Schauspielausbildung und Engagements am Staatstheater Braunschweig und am Thüringischen Staatstheater Meiningen studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. Caspar Sawade folgt in Lübeck auf Christian Schwandt, der nach 13 Jahren Theaterleitung im Juni 2019 seinen Rücktritt bekannt gab. Als Grund gab er die chronische Unterfinanzierung des Hauses an.

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Auch das Theater Görlitz-Zittau ist seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. Hinzu kommt die bisher gescheiterte Suche nach einem Generalintendanten. Aus diesem Grund erklärte sich die amtierenden Intendanten und Geschäftsführer Klaus Arauner und Caspar Sawade bereit, ihre Amtszeit bis Juli 2021 zu verlängern. Durch den vorzeitigen Weggang des 53-Jährigen verschärft sich der zeitliche Druck nun wieder.

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