Weißwasser
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Füchse-Youngster sorgt für Auswärtssieg

Bennet Roßmy erzielt beim 6:3--Sieg in Bad Tölz drei Treffer. Aber es ist nicht mehr als der erste Schritt in den Play-downs.

Von Frank Thümmler
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Füchse-Stürmer Bennet Roßmy hatte im ersten Play-down-Spiel in bad Tölz viel Grund zum jubeln. Der 18-Jährige war mit drei Toren Mann des Spiels.
Füchse-Stürmer Bennet Roßmy hatte im ersten Play-down-Spiel in bad Tölz viel Grund zum jubeln. Der 18-Jährige war mit drei Toren Mann des Spiels. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben den Auftakt in die Best-of-Seven-Playdown-Serie beim EC Bad Tölz mit 3:6 für sich entschieden. Überragender Mann bei dne Füchsen war diesmal der 18-jährige Bennet Roßmy, der drei Treffer erzielte, die zum jeweiligen Moment auch extrem wichtig waren.

Beide Mannschaften hatten die zwölftägige Pause nutzen können, um ihren Kader wieder aufzufüllen. Torwart Hungerecker, Hanusch, Ritter, Detig und vor vor allem Garlent kehrten ins Aufgebot zurück. Breitkreuz und Baxmann fehlen weiterhin.Trainer Väkiparta hatte ja angekündigt, vier volle Reihen aufbieten zu können.Nach einer Abtastphase kamen die Gastgeber zur ersten Überzahl, Mäkitalo hatte Schlager mit einem Foul gestoppt. Die größte Chance hatten dabei aber die Füchse, als Garlent Quenneville im Konter schickte und der Topscorer auf dem Weg zum Tor gefoult wurde. Den fälligen Penalty schoss Quenneville aber vorbei. Dann aber machten die Füchse den ersten Fehler. Carsson wollte im eigenen Drittel von der Bande quer spielen, der Puck landete aber beim Tölzer Spiro, der sofort abzog und traf (8.). Die Tölzer wollten nachlegen, aber dann blockte Weißwassers Youngster Roßmy eine Puck, gewann das Laufduell gegen den Tölzer Schützen und schoss dem Gastgebertorwart Hölzl den Puck zum Ausgleich durch die Beine (10.). Der Treffer brachte nicht nur dem jungen Roßmy Selbstvertrauen, sondern den Füchsen insgesamt. Roßmy schickte Mueller ins Drittel, der Routinier lief hinter die Grundline und passte zurück, der frei vor dem Tor zum 1:2 einnetzte (12.). Die Füchse drückten auch danach weiter. Die Hitzigkeit im Spiel nahm zu. Ausdruck dessen war ein Boxkampf zwischen dem jungen Füchse-Verteidiger Raab und dem Tölzer Stürmer Aquin. Aber die Füchse gingen mit einer Führung ins Mitteldrittel.

Das Mitteldrittel begann ausgeglichen. Die Gastgeber versuchten, Druck aufzubauen, die Füchse konnten sich immer wieder befreien. Dann kassierte Quenneville eine (durchaus streitbare) Strafe. Aquin hatte gleich eine erste Chance aus Nahdistanz, dann Dibelka. Die Füchse kamen nicht zum wechseln, Brady traf dann aus dem Bullykreis zum Ausgleich. Aber die Füchse nutzten den nächsten Scheibenverlust der Gastgeber. Valentin lief ins Drittel und legte zurück auf Roßmy, der zum zweiten Mal in diesem Spiel einnetzte. Die Füchse machten auch danach ein gutes Spiel. Roßmy mit einem technischen Kabinettstückchen und Quenneville, der einen 3:1-Konter allein abschloss und das Tor knapp verfehlte, hatten dne vierten Treffer auf dem Schläger. Es folgte ein zweiter Boxkampf mit Strafen gegen Brandl und Valentin, der zwei Minuten mehr aufgebrummt kam. Die Tölzer jubelten über den vermeintlichen Ausgleich, aber die Schiedsrichter erkannten im Videobeweis auf Torwartbehinderung, weil ein Tölzer im Torraum gegen den Schoner von Hungerecker gefahren war. Danach drückten die Gastgeber weiter auf den Ausgleich. Die Füchse überstanden das und setzten eine letzten Konter. Garlent lief ins Drittel, Quenneville konnte eine Verteidiger binden, Garlent schwenkte nach innen und schloss eiskalt zum 2:4 über den Schoner von Torwart Hölzl ab.

Im Schlussdrittel wollten die Gastgeber drücken, aber die Füchse befreiten sich immer wieder. Als Quenneville dann den heranstürmenden Roßmy sah und den puck zurücklegte, hämmerte Roßmy den Puck zu seinem dritten Treffer ins Netz – 2:5. Wenig später hatten die Füchse bei einem Pfostentreffer von Brandl Riesenglück. Danach schienen die Füchse die größeren Kraftreserven zu haben, hielten den Puck überwiegend aus ihrem Verteidigungsdrittel heraus. Eigentlich konnten sich die Füchse nur noch selbst schlagen. Das Fenster öffneten sie auch. Nach einem Pfostentreffer rutschte Hungerecker die Scheibe unter dem Rücken über die Linie (55.) – ein Treffer aus dem Nichts. Die Schiedsrichter gaben dann die vierte Überzahl für die Gastgeber (Füchse null), als Hungerecker das Tor aus den Angeln hob. Die Tölzer nahmen auch ihren Torwart vom Eis, aber auch in doppelter Überzahl gelang den Gastgebern der Anschlusstreffern nicht. Elf Sekinden vor Schluss saß der letzte Füchse-Konter, Ritter traf zum 3:6.

Schon am morgigen Freitag geht es weiter. Die Tölzer Löwen sind zu Gast in Weißwasser. Die Füchse müssen dne tollen Auswärtssieg bestätigen, dann wäre der ganze Druck bei den Bayern.

Statistik

EC Bad Tölz –Lausitzer Füchse 3:6 (1:2, 1:2, 1:2)

Tore: 1:0 Cam Spiro (Assist: Schlager, Dibelka), 1:1 Bennet Roßmy 9:08 (ohne Assist), 1:2 Eric Valentin 11:56 (Mueller, Roßmy), 2:2 Ian Brady 26:46 (Überzahl, Spiro, McNeely), 2:3 Bennet Roßmy 28:10 (Valentin), 2:4 Hunter Garlent 39:57 (ohne Assist), 2:5 Bennet Roßmy 43:35 (Quenneville), 3:5 Tyler McNeely 54:30 (ohne Assist), 3:6 Toni Ritter 59:49 (Valentin)