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Nach Unwetter: Bahnstrecke zwischen Berlin und Dresden weiter gesperrt

Die Zugstrecke zwischen Berlin und Dresden ist nach dem Unwetter weiter gesperrt, am Freitag drohen erneut Gewitter und Starkregen in Sachsen - unser Newsblog zur Wetterlage.

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Die Zugstrecke zwischen Berlin und Dresden ist auch derzeit noch gesperrt. Grund dafür sind unwetterbedingte Schäden bei Luckau. Dieser Eurocity war am Dienstag bei Elsterwerda gestrandet.
Die Zugstrecke zwischen Berlin und Dresden ist auch derzeit noch gesperrt. Grund dafür sind unwetterbedingte Schäden bei Luckau. Dieser Eurocity war am Dienstag bei Elsterwerda gestrandet. © Andreas Richter/dpa

Wetter in Deutschland und Sachsen – das Wichtigste in Kürze:

12.13 Uhr: DWD erwartet Unwetter mit Hagel im Süden und Osten

Hagel, Starkregen und Sturmböen: Im Süden und Osten Deutschlands rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut mit kräftigen Gewittern. Ab Donnerstagnachmittag bestehe zunächst in Oberbayern Gewitterpotenzial, teilte der DWD in Offenbach mit. In lokalen sogenannten Superzellen, also Gewitterzellen mit besonders hoher Energie, seien Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde möglich. Der Wetterdienst warnte zudem vor Hagelkörnern mit mehreren Zentimetern Durchmesser. Auch Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter wird erwartet.

"Diese Unwetter treten örtlich begrenzt auf. Aber dort, wo sie auftreten, können sie erheblichen Schaden durch Hagelschlag, umstürzende Bäume und Überflutungen anrichten", sagte DWD-Meteorologe Felix Dietzsch laut Mitteilung. In der Nacht sollen die Gewitter der Prognose zufolge nach Osten abziehen.

Für Freitag geht der DWD-Experte von einer Gewitterlage in der gesamten Osthälfte Deutschlands aus. "Nach aktuellem Stand der Vorhersage sind vor allem die Gebiete Ostbayerns, Sachsens und Brandenburgs bis nach Berlin betroffen. Dabei treten im Laufe des Freitagnachmittags ebenfalls schwere Gewitter auf, wobei auch hier das Potenzial für die Bildung von Superzellen deutlich erhöht ist", sagte Dietzsch weiter. Nach aktuellem Stand seien auch einzelne Tornados nicht ausgeschlossen. Örtlich wird laut Prognose heftiger Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter erwartet. Laut DWD-Bericht war zunächst unklar, wie weit sich die Gewitter auch nach Westen ausbreiten werden.

Zum Wochenende soll sich das Wettergeschehen etwas beruhigen. Zwar seien am Samstag weitere Gewitter im Südwesten möglich, diese sollten aber weniger heftig ausfallen. "In der neuen Woche deutet sich dann zum ersten Mal eine längere Hochdruckphase mit sehr ruhigem Sommerwetter an, das ganze bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad."

8.19 Uhr: Nach Unwetter: Bahnstrecke zwischen Berlin und Dresden weiter gesperrt

Die Zugstrecke zwischen Dresden und Berlin ist am Donnerstag wegen unwetterbedingter Schäden an der Oberleitung bei Luckau weiterhin gesperrt. Am Dienstag waren nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) wegen des Unwetters Bäume in die Oberleitung gefallen. Man könne noch keine Prognose dazu abgeben, wann die Strecke wieder freigegeben werde, so ein Sprecher der DB.

Der Zugverkehr zwischen Berlin und Dresden wird über Jüterbog, Riesa und Leipzig umgeleitet. "Es kommt zu keinen Ausfällen", hieß es von dem Sprecher. Betroffen ist die ICE-Linie Warnemünde-Dresden und die EC-Linie Hamburg-Berlin-Dresden in Richtung Prag.

Am Dienstagabend war ein Eurocity auf dem Weg nach Prag in Brandenburg gestrandet, nachdem ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war. Bei Elsterwerda (Landkreis Elbe-Elster) mussten die Fahrgäste den Zug verlassen und wurden mit Bussen weitertransportiert.

Donnerstag, 20. Juni, 5.15 Uhr: Unwetter am Freitag in Leipzig möglich - Fanzone wieder betroffen?

Auch der zweite Spieltag der Fußball-Europameisterschaft droht für die Fans außerhalb des Leipziger Stadions ins Wasser zu fallen. "Für Freitag deutet sich in der zweiten Tageshälfte eine erneute Unwetterlage an", sagte Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst auf Anfrage. Dabei sei mit Starkregen zu rechnen, aber auch Sturm und Hagel seien nicht auszuschließen.

Am Dienstag war die EM-Fanzone auf dem Augustusplatz wegen eines Unwetters wenige Minuten vor Anpfiff des Spiels aus Sicherheitsgründen geschlossen worden.

Nach Polizeiangaben waren bereits mehrere tausend Menschen auf dem Augustplatz, als ein Gewitter mit starken Windböen über die Innenstadt zog. Die Fans wurden daraufhin gebeten, die Fanzone zu verlassen und sichere Orte im Stadtgebiet aufzusuchen. Dies geschah den Angaben zufolge reibungslos und zügig.

Für die Organisation und Sicherheit beim Fanfest auf dem Augustusplatz laufen nach Angaben der Stadt die Fäden beim Verwaltungsstab zusammen. Dort sitzen Vertreter der Branddirektion, der Polizeidirektion Leipzig, der Bundespolizei und des Ordnungsamtes. "Zudem besteht ein enger Kontakt zum Wetterdienst, der bei den Beratungen immer hinzugeschaltet wird", erläuterte eine Sprecherin der Stadt. Die Zusammenarbeit werde regelmäßig geübt und sei eingespielt.

Am Freitag treffen in Leipzig die Niederlande und Frankreich aufeinander. Dabei werden nach Angaben der Veranstalter der Fanzone alleine bis zu 40.000 Fans aus den Niederlanden erwartet. Zudem sind farbenfrohe Märsche der Fans beider Mannschaften geplant.

Noch sei unklar, wie heftig das Unwetter am Freitag Leipzig trifft, betonte Meteorologe Engelmann. Es werde aber auf jeden Fall mehr Regen fallen als am Dienstag. Wie hoch dann aber die Windgeschwindigkeiten sein werden, lasse sich noch nicht einschätzen.

11.49 Uhr: DWD: Keine Hinweise auf Tornado in Gröditz

Bei dem Windphänomen im sächsischen Gröditz hat es sich nach ersten Untersuchungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht um einen Tornado gehandelt. "Einen Tornado können wir nach aktueller Sachlage nicht bestätigen", sagte ein Sprecher der Tornado-Expertengruppe des DWD am Mittwoch auf Anfrage.

Nach Sichtung von Radarbildern deute derzeit viel darauf hin, dass die Ursache für die Schäden geradlinige Winde (Fallböen) gewesen seien. "Zudem liegen uns auch keine Aufnahmen eines Tornados vor", hieß es.

Endgültige Klarheit kann demnach nur eine Untersuchung der Schäden und des Schadensmusters vor Ort bringen. Dies würde aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Dafür müsste auch das Fallmuster von Bäumen untersucht werden. Die Tornado-Experten gehen aber aufgrund der Bilder davon aus, dass die Windgeschwindigkeiten in Gröditz höher als 140 Kilometer pro Stunde gewesen sein müssen.

10.47 Uhr: Fernverkehr auf der Strecke Dresden - Berlin rollt wieder

Nach einem unwetterbedingten Schaden an der Oberleitung und der Sperrung wegen Räum- und Reparaturarbeiten rollt der Fernverkehr auf der Strecke Dresden - Berlin seit dem späten Mittwochvormittag wieder. Wie ein Sprecher der Bahn gegenüber Sächsische.de bestätigt, sei nun ein Gleis wieder nutzbar. Zu Verzögerungen könne es auf der Strecke daher weiterhin kommen.

Am Dienstagabend war ein Eurocity auf dem Weg nach Prag in Brandenburg gestrandet, nachdem ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war. Bei Elsterwerda (Landkreis Elbe-Elster) mussten die Fahrgäste den Zug verlassen und wurden mit Bussen weitertransportiert.