Update Deutschland & Welt
Merken

Wetter in Sachsen: Gewitter und bis zu 27 Grad am Dienstag

Vier Menschen nach Blitzeinschlag in Dresden in Lebensgefahr, bei bis zu 27 Grad müssen sich die Menschen in Sachsen am Dienstag auf Gewitter einstellen - unser Newsblog zur aktuellen Wetterlage.

 61 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Hinter einer Pusteblume geht am Morgen die Sonne auf.
Hinter einer Pusteblume geht am Morgen die Sonne auf. © dpa/Thomas Warnack (Symbolbild)

Wetter in Deutschland und Sachsen – das Wichtigste in Kürze:

7.25 Uhr: Nach Blitzschlag in Dresden: Vier Menschen weiterhin in Lebensgefahr

Nach einem Blitzeinschlag am Elbufer in Dresden geht das Bangen um die vier lebensgefährlich verletzten Menschen weiter. Neue Erkenntnisse zum Gesundheitszustand der Verletzten lagen bis zum frühen Dienstagmorgen nicht vor, wie ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Dresden sagte.

Bei dem Blitzeinschlag waren am Montagabend zehn Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Vier von ihnen erlitten so schwere Verletzungen, dass sie in Lebensgefahr schwebten. Zwei 27 und 30 Jahre alte Männer wurden nach einem Herzstillstand reanimiert, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Montagabend sagte. Mehr dazu lesen Sie hier.

6.30 Uhr: Gewitter und bis zu 27 Grad am Dienstag in Sachsen

Bei bis zu 27 Grad müssen sich die Menschen in Sachsen am Dienstag auf Gewitter, teils mit Starkregen und Sturmböen einstellen. Nach einem heiteren Tagesstart ist ab den Nachmittagsstunden mit ersten Schauern zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Auf dem Fichtelberg sind stürmische Böen möglich.

In der Nacht zum Mittwoch kühlt es bis auf elf Grad ab. Zeitweise sind weiterhin Regen und Gewitter zu erwarten.

Dienstag, 21. Mai 2024, 5.50 Uhr: Erneute Unwetter und Starkregen erwartet

Der Dienstag beginnt in vielen Regionen Deutschlands mit einem bangen Blick in den Himmel. Für einige Gebiete in Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland sind Unwetter, Gewitter und Starkregen vorhergesagt. "Am Dienstag bildet sich über Deutschland wieder eine Tiefdruckzone, in der die Unwettergefahr zunimmt", teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit.

Am Pfingstwochenende kämpften vor allem Menschen im Saarland und Südwesten von Rheinland-Pfalz gegen Hochwasser und Überschwemmungen. Enorme Regenmengen hatten dort für Überflutungen, Erdrutsche und vollgelaufene Straßen und Keller gesorgt. Im Saarland starb eine 67-jährige Frau, die von einem Rettungsfahrzeug erfasst wurde. Ansonsten kam nach bisherigen Erkenntnissen niemand ernsthaft zu Schaden. Laut Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) mussten die Einsatzkräfte im Saarland rund 4.000 Mal ausrücken.

Ab Dienstag könnten die Unwetterfolgen auch andere Regionen Deutschlands treffen. "Der Schwerpunkt liegt diesmal voraussichtlich nicht im Saarland und südlichen Rheinland-Pfalz, sondern etwas weiter im Norden, im Gebiet von der Eifel über Mittelhessen, bis nach Südostbayern", sagte Meteorologe Nico Bauer vom Deutschen Wetterdienst. In den bisherigen Hochwassergebieten werde es etwas geringere Niederschlagsmengen geben.

Ab dem frühen Nachmittag werden teils heftige Gewitter in einem Streifen von Südost- und Ostbayern über Hessen bis in das nördliche Rheinland-Pfalz und nach Nordrhein-Westfalen erwartet, wie der DWD am Dienstagmorgen mitteilte. Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter können demnach auftreten, örtlich ist auch Starkregen mit 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter möglich. Auch mit Hagel und Sturmböen ist zu rechnen. In der Nacht zu Mittwoch dürften sich Starkregen und Gewitter laut DWD dann in den Nordosten Deutschlands verlagern.

18.59 Uhr: Blitzeinschlag in Dresden - zehn Menschen teils schwer verletzt

Bei einem Blitzeinschlag in Dresden sind am Montagabend zehn Menschen teils schwer verletzt worden, vier Menschen schweben aktuell noch in Lebensgefahr. Die Verletzten hätten über typische Symptome nach einem Blitzschlag wie Kribbeln in den Extremitäten geklagt.

Zu dem Blitzeinschlag kam es bei den Elbwiesen im Bereich Rosengarten, wie es hieß. Die Polizei war einem Sprecher zufolge im Einsatz, um das Gebiet abzusperren. Auch ein Hubschrauber wurde demnach eingesetzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

12.03 Uhr: Ministerpräsidentin Rehlinger: Hochwasser im Saarland hat Millionen-Schäden angerichtet

Das Hochwasser im Saarland hat nach erster Einschätzung von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) Schäden "weit in den Millionenbereich hinein" angerichtet. Das Ausmaß der Schäden werde man erst richtig sehen können, wenn das Wasser ganz zurückgegangen sei. "Schon heute ist allerdings klar, dass wir es mit massiven Schäden an privatem Eigentum, aber auch an Infrastruktur wie Straßen, Brücken oder auch Kitas zu tun haben werden", sagte Rehlinger am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir kämpfen seit wenigen Tagen gegen Wassermassen, werden aber sicherlich Jahre mit den Folgen kämpfen müssen."

Dabei sei klar: "Der Staat wird helfen müssen, dort wo große Schäden entstanden sind und Menschen damit überfordert sind", sagte Rehlinger. Es werde aber auch Menschen geben, die mit der Anschaffung einer neuen Waschmaschine bereits an ihre finanzielle Grenze kämen. Auch denen wolle man helfen. Die Saar-Regierung habe bereits den Weg für finanzielle Hilfen frei gemacht, "damit die Menschen nicht im Regen stehen".

"Mit Hochdruck" werde zusammen mit Kommunen an Regelungen dazu gearbeitet. "Wir kämpfen weiter gegen eine akute Lage, bereiten aber alles vor, um in den nächsten Tagen Eckpunkte für finanzielle Hilfen zu kommunizieren", sagte Rehlinger. Die Menschen sollten "jetzt schnell Sicherheit haben, welche Unterstützung sie bekommen", sagte die Regierungschefin. Sicher werde es auch Gespräche mit dem Bund darüber geben.

11.35 Uhr: Regen und Gewitter in Deutschland erwartet

Nach Dauerregen und Überschwemmungen im Südwesten bleibt es auch am Pfingstmontag und in den kommenden Tagen nass in Deutschland. Am Montag gebe es vor allem in der Nordhälfte teils kräftige Schauer und Gewitter, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Diese könnten örtlich mit heftigem Starkregen und Hagel einhergehen. "Bei einem Pfingstmontagsspaziergang sollte dort also der Himmel gut beobachtet werden", sagte Nico Bauer von der Vorhersagezentrale des DWD.

Am Dienstag könnte es dann in den Hochwassergebieten erneut Regenfälle geben. In der Südhälfte sollen laut Vorhersage dichte Wolken aufziehen und im Südwesten soll es regnen. Von Südostbayern bis zur Eifel seien auch kräftige Gewitter mit heftigem Starkregen möglich. "Örtlich kommen unwetterartige Regenmengen zusammen", hieß es. Im Norden soll es hingegen sonnig werden. Die Höchstwerte liegen zwischen 28 Grad im Norden und 17 Grad im Südwesten.

In der Nacht zum Mittwoch wandert das Regenwetter laut Vorhersage nach Norden. Dort bestehe dann örtliche Unwettergefahr durch kräftige Gewitter mit Starkregen. Im Norden werde schwüles Wetter mit Temperaturen zwischen 22 und 27 Grad erwartet, ansonsten liegen die Temperaturen zwischen 17 und 23 Grad.

Montag, 20. Mai 2024, 10.20 Uhr: Frau stirbt nach Hochwasser-Rettungseinsatz im Saarland - neuer Regen erwartet

In den Hochwasserregionen im Saarland und in Rheinland-Pfalz laufen die Aufräumarbeiten, zugleich könnte sich die Lage in der neuen Woche wieder verschärfen. Laut dem Deutschen Wetterdienst könnten sich besonders ab Dienstag teils kräftige Regenfälle entwickeln, "die aus heutiger Sicht vor allem den Südwesten des Landes erfassen", erklärte ein Meteorologe am Sonntag.

Unterdessen forderte die Hochwasserlage in Saarbrücken ein Todesopfer. Eine 67-Jährige starb am Sonntagabend in einem Klinikum, wie die Stadt mitteilte. Dabei handelt es sich um eine Anwohnerin, die bei einem Rettungseinsatz am Freitag verunglückt war. Über das Unglück hatten bereits Medien am Wochenende berichtet.

Mit Bangen schauen viele Bewohner der Region nun auf die Wettervorhersagen für die kommende Woche: "Interessant wird es am Dienstag", sagte Meteorologe Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Dann entwickelten sich erneut teils kräftige Regenfälle, "die aus heutiger Sicht vor allem den Südwesten des Landes erfassen." Nach Angaben der Meteorologen war eine exakte Vorhersage schwierig, da die genauen Schwerpunkte sowie die Regenmengen von den Modellen noch sehr unterschiedlich berechnet würden. Aber: "Wahrscheinlich werden Teile von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg betroffen sein."

Zwar seien die berechneten Regenmengen nicht so hoch wie am vergangenen Freitag, allerdings falle der größte Teil des Regens innerhalb von sechs bis zwölf Stunden, sagte Übel. Sollten das Saarland und die Pfalz erneut im Schwerpunkt der Regenfälle liegen, müsse dort wieder mit steigenden Pegelständen und möglicherweise auch mit Hochwasser und Überschwemmungen gerechnet werden.