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Wie reagiert die AfD auf die Vogel-Attacke?

Filz und Vetternwirtschaft: Nachdem Stadtrat Stefan Vogel seine eigenen Parteikollegen hart kritisiert hat,  kontert jetzt Dresdens AfD-Chef. 

Von Andreas Weller
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Stefan Vogel
Stefan Vogel © Archiv: Norbert Millauer

Die Kritik von AfD-Stadtrat Stefan Vogel an seinen Fraktionskollegen und der Parteiführung war hart. Als „Vetternwirtschaft, Parteienfilz und Amtsmissbrauch“ bezeichnete Vogel das Vorgehen seiner Parteifreunde. Auch Parteichef Reinhard Günzel bekam Kritik ab. Vogel habe Günzel seit 2017 regelmäßig über das „Treiben“ in der Fraktion informiert, sagt der Stadtrat. „Aber der Vorsitzende hat sich den drei anderen Stadträten angeschlossen und das Ganze unterstützt.“

Jetzt reagiert Günzel auf SZ-Anfrage darauf. Vogel hatte unter anderem kritisiert, Jörg Urban würde als Stadtrat zu wenig tun, weil dieser parallel auch Landes-Parteichef, Fraktionschef und Landtagsabgeordneter ist. „Dass Herr Urban auf Stadtebene kürzer tritt, war klar. Deshalb kandidiert er ja nicht mehr für den Stadtrat“, so Günzel. Zum Streit innerhalb der Fraktion wolle er sich nicht äußern, weil die Unabhängigkeit des Mandats gelte. „Ich habe Herrn Vogel aber mehrfach gesagt, dass er mit seinem Verhalten der Partei schadet.“ Konsequenzen drohen aber keine. „Wir halten das aus, Herr Vogel wurde ja nicht erneut nominiert“, so Günzel.