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Bericht: Von der Energiepauschale kommen im Schnitt 193 Euro an

Im September erhalten Beschäftigte 300 Euro als Entlastung für die hohen Energiepreise. Da der Betrag steuerpflichtig ist, kommt je nach Einkommen weniger davon an.

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Die Energiepauschale, die im September an einkommenssteuerpflichtige Beschäftigte ausgezahlt werden soll, wird mit dem Einkommenssteuersatz verrechnet.
Die Energiepauschale, die im September an einkommenssteuerpflichtige Beschäftigte ausgezahlt werden soll, wird mit dem Einkommenssteuersatz verrechnet. © dpa/Andrea Warnecke

Berlin. Von den 300 Euro Energiepauschale werden laut einem Medienbericht im Durchschnitt 193 Euro netto bei den Beschäftigten ankommen. Der Wert gehe aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, meldeten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag. Demnach lag im vergangenen Jahr der Bruttojahresverdienst für Vollzeitbeschäftigte bei 54.304 Euro. "Unterstellt man keine weiteren Abzugsbeträge, ergäbe sich in diesem Durchschnitts-Fall ein Abzugsbetrag von 107 Euro auf die Energiepreispauschale", zitierten die Funke-Zeitungen aus dem Papier.

Die Energiepauschale, die im September an einkommenssteuerpflichtige Beschäftigte ausgezahlt werden soll, wird mit dem Einkommenssteuersatz verrechnet. Die Spanne der Abzüge werde dabei von 0 bis 142,42 Euro reichen, teilte das Finanzministerium dem Bericht zufolge mit.

Die Kosten der Bereitstellung der 300 Euro pro Person beliefen sich auf 13,8 Milliarden Euro, hieß es weiter. Da aber durch die Lohnsteuer, Einkommenssteuer und den Solidaritätszuschlag wiederum 3,4 Milliarden Euro einbehalten würden, liege das Saldo der Steuermindereinnahmen insgesamt bei rund 10,4 Milliarden Euro. Diese würden sich mit jeweils 4,4 Milliarden Euro auf den Bund und die Länder sowie mit rund 1,6 Milliarden Euro auf die Kommunen verteilen.

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch bezeichnete die Energiekostenpauschale als "bittere Mogelpackung": "Die Energiekostenpauschale sollte steuerfrei und vor allem auch an Rentner und Studierende ausgezahlt werden", sagte er den Funke-Zeitungen. "Dafür sollten Topverdiener wie Minister diese Leistung nicht bekommen." (epd)