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2022 weniger Insolvenzverfahren in Sachsen

Die Insolvenzverfahren in Sachsen sind 2022 auf dem zweitniedrigsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Im Vergleich zum vorangegangen Jahr sanken die Zahlen um ein Zehntel.

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Im Vergleich zu 2021 gab es 2022 ein Zehntel weniger Insolvenzverfahren.
Im Vergleich zu 2021 gab es 2022 ein Zehntel weniger Insolvenzverfahren. © dpa/Christian Klose

Dresden. Die Insolvenzverfahren in Sachsen sind 2022 auf dem zweitniedrigsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Wie das Statistische Landesamt Sachsen am Mittwoch mitteilt, wurden 5.238 Verfahren von Unternehmen und übrigen Schuldnern, wie Verbrauchern, beantragt.

Gegenüber 2021 nahm die Zahl damit um ein Zehntel ab. In Sachsen waren es -10,3 Prozent, in ganz Deutschland -12,2 Prozent. Dabei war die Entwicklung stark durch staatliche Interventionsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Pandemie beeinflusst.

Unternehmen waren im vergangenen Jahr allerdings lediglich für 605 Fälle (knapp 12 Prozent) aller beantragten Insolvenzverfahren verantwortlich. Zu Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 lag dieser Anteil mit gut 22 Prozent bedeutend höher. Das Jahr 2021 war mit 521 das Jahr mit den bislang wenigsten Unternehmensinsolvenzverfahren, seitdem gab es ein Plus von 16 Prozent. Bei den übrigen Schuldnern war hingegen ein starker Rückgang um 13 Prozent auf 4.633 Fälle zu verzeichnen, darunter auch Verbraucherinsolvenzen mit -18 Prozent auf 3.029 Fälle.

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Die voraussichtlichen Forderungen in den Verfahren mit Unternehmen mit 631 Millionen Euro übertrafen die bei den übrigen Schuldnern mit 279 Millionen Euro. So war es ausnahmslos der Fall in den vorangegangenen Jahren. Damit entfiel auf ein Unternehmensinsolvenzverfahren im Schnitt reichlich eine Million Euro. Auf Seiten der übrigen Schuldner waren es dagegen 60.000 Euro pro Verfahren.

Die meisten Insolvenzen wurden in der Kreisfreien Stadt Leipzig in Auftrag gegeben, was einem Fünftel aller Fälle in Sachsen entspricht. Dabei waren es 111 Unternehmen und 1.030 Anträge von übrigen Schuldnern. (SZ/nat)