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Wirtschaft

Musk besucht Tesla-Baustelle in Grünheide

Elon Musk will wegen des Baus der neuen Autofabrik in Grünheide mehr Zeit in Deutschland verbringen. Jetzt stattete der Tesla-Chef der Baustelle einen Besuch ab.

Elon Musk, Tesla-Chef, hat sich ein Bild vom Baufortschritt der neuen Fabrik in Grünheide bei Berlin gemacht, die wohl mehrere Monate später als ursprünglich geplant die Produktion aufnehmen wird.
Elon Musk, Tesla-Chef, hat sich ein Bild vom Baufortschritt der neuen Fabrik in Grünheide bei Berlin gemacht, die wohl mehrere Monate später als ursprünglich geplant die Produktion aufnehmen wird. © dpa

Potsdam. Tesla-Chef Elon Musk hat sich ein Bild vom Baufortschritt der neuen Fabrik in Grünheide bei Berlin gemacht, die wohl mehrere Monate später als ursprünglich geplant die Produktion aufnehmen wird. Der 49-jährige gab am Montag zunächst keine Stellungnahmen ab.

Am Rande der Baustelle versammelten sich einige Tesla-Fans. Auf selbstgebastelten Schildern stand "We love the Mission" (deutsch: Wir lieben die Mission) und "We skipping school for you" (deutsch: Wir schwänzen die Schule für dich). Tesla-Fan Martin Wrobel aus Hamburg brachte einen lebensgroßen Pappaufsteller von Elon Musk nach Grünheide mit.

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Musk kam am Nachmittag zu Fuß mit Schutzhelm auf dem Kopf über eine Zufahrt der Baustelle zu wartenden Tesla-Fans und Journalisten. Er habe die Baustelle besucht, sagte der Tesla-Chef nur. Weitere Fragen beantwortete er nicht. Er signierte den Pappaufsteller und ging anschließend aufs Baugelände zurück.

Tesla-Fan Martin Wrobel steht mit einem Pappaufsteller von Elon Musk vor der Tesla Gigafactory.
Tesla-Fan Martin Wrobel steht mit einem Pappaufsteller von Elon Musk vor der Tesla Gigafactory. © dpa
Elon Musk signierte den Pappaufsteller.
Elon Musk signierte den Pappaufsteller. © dpa
Der Tesla-Chef unterhält sich mit Besuchern.
Der Tesla-Chef unterhält sich mit Besuchern. © dpa

Als erstes Werk von Tesla in Europa spielt Grünheide eine Schlüsselrolle für Tesla auf dem Kontinent, während die etablierten Konkurrenten ihr Elektroauto-Angebot ausbauen.

Tesla wollte ursprünglich im Juli mit der Herstellung des Kompakt-SUV Model Y in Brandenburg beginnen. Es droht jedoch ein späterer Start: Der Antrag zur Genehmigung des Vorhabens muss laut Landesumweltamt erneut öffentlich ausgelegt werden, weil Tesla eine Batteriefabrik in den bisherigen Antrag einbeziehen will. In Teslas Geschäftsbericht für das erste Quartal hieß es, das Projekt sei auf Kurs, bis Jahresende mit Produktion und Auslieferungen zu beginnen.

Keine politischen Treffen geplant

Vor einigen Wochen hatte Tesla das Genehmigungsverfahren rund um die Fabrik kritisiert und sich insbesondere unzufrieden damit gezeigt, dass es noch keinen Zeitplan für die Entscheidung über eine endgültige Genehmigung gebe. Bisher baut Tesla auf Basis von vorläufigen Genehmigungen. Umweltverbände und Anwohner befürchten mit der Autofabrik negative Folgen für Wasser und Tiere.

Musk war am Sonntagabend in Deutschland eingetroffen. Das Brandenburger Wirtschaftsministerium wurde nach eigenen Angaben am vergangenen Freitag über den Besuch des Starunternehmers informiert. Der Zweck dieses Besuchs sei hauptsächlich "technischer Natur", politische Treffen etwa mit Ministerpräsident Dietmar Woidke oder ihm seien nicht geplant, twitterte Minister Jörg Steinbach (beide SPD). Der Bürgermeister von Grünheide, Arne Christiani, erfuhr vom Besuch des Tesla-Chefs nach eigenen Angaben auch erst über die Medien.

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Zuletzt hatte sich der Starunternehmer Anfang Dezember des vergangenen Jahres in Deutschland aufgehalten. In Berlin bekam Musk den "Axel Springer Award" verliehen. Mit der Fertigstellung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin werde er mehr Zeit in Deutschland verbringen, hatte er auf der Veranstaltung angekündigt. Die US-Firma will in dem Werk vom kommenden Sommer an bis zu 500.000 Elektroautos pro Jahr bauen. (dpa)

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