merken
Deutschland & Welt

Pfingstverkehr: Hier drohen Staus

Zuletzt war die Lage auf den Autobahnen in Deutschland vergleichsweise entspannt. Zu Pfingsten ist jedoch mit mehr Verkehr zu rechnen - auch in Sachsen. Der Überblick.

Auch auf der A4 rund um Dresden könnte es am Pfingstwochenende voll werden.
Auch auf der A4 rund um Dresden könnte es am Pfingstwochenende voll werden. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Am kommenden langen Pfingstwochenende (21. bis 24. Mai) erwarten der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC mehr Verkehr und deutlich mehr Staus als in den Vorwochen. Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz starten in die Pfingstferien, in Sachsen-Anhalt enden sie nach den Feiertagen. Mancherorts ist noch der Dienstag (25. Mai) schulfrei.

Der ADAC erwartet "die erste Reisewelle des Jahres" und viele Verkehrsstörungen. Allerdings liegen die nicht auf dem Niveau der Vor-Coronazeiten. Der ADAC kalkuliert eher mit einem Niveau wie 2020, wo es etwa 35 Prozent weniger Staus gab als 2019. Auch der ACE rechnet nicht mit langen Staus wie in den Jahren vor Corona.

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

Verkehr auf Autobahnen: Wann es voll wird

Am Freitag gesellen sich die ersten Urlauber zum üblichen Pendlerverkehr - besonders um die Ballungsgebiete wird es ab Mittag bis in die frühen Abendstunden voll. Der ACE erwartet am Samstag vor allem auf den Routen von und zu den deutschen Küsten als auch in Süddeutschland mehr Verkehr. Am Pfingstmontag könne es in den Nachmittagsstunden auf den Fernstraßen etwas voller werden. Besonders die Autobahnbaustellen sind Nadelöhre - aktuell zählt der ADAC rund 810 davon.

Am Wochenende und am Montag füllen sich auch die Nebenstraßen. Besonders bei gutem Wetter zieht es die Menschen in Richtung der Naherholungsgebiete und Badeseen. Das kann schnell für übervolle Parkplätze und Zufahrten sorgen, so die Autoclubs. Trotz lokaler Lockerungen bleibt es generell wichtig, sich vor Beginn einer Fahrt über die aktuell geltenden Corona-Beschränkungen und -regeln am Zielort und auf dem Weg dorthin zu informieren.

Rund um die Großräume Hamburg, Berlin, Köln und München, auf den Strecken von und zu den deutschen Küsten sowie auf den folgenden Routen rechnet der ADAC mit Verzögerungen und Staus.

Staus: Diese Autobahnen sind besonders betroffen

  • A 1: Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln
  • A 3: Würzburg - Nürnberg - Passau
  • A 4: Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden
  • A 5: Frankfurt - Karlsruhe - Basel
  • A 6: Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7: Hamburg - Flensburg und Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
  • A 8: Stuttgart - München - Salzburg
  • A 9: Nürnberg - München
  • A 61: Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A 81: Stuttgart - Singen
  • A 93: Inntaldreieck - Kufstein
  • A 95: München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 99: Umfahrung München

🔹 Nachrichten aus Sachsen bei Google News

Folgen Sie Sächsische.de bei Google News und verpassen Sie keine Nachrichten aus Sachsen und der Welt. Hier geht es zu unserem Angebot bei Google News.

Auch Stau auf Straßen in Sachsen erwartet

Auch in Sachsen bestehe eine erhöhte Staugefahr, teilte der ADAC mit. Tages- und Dauerbaustellen sorgten vor allem am Freitagnachmittag auf den Autobahnen für Behinderungen, teilte der ADAC Sachsen am Montag mit.

An Nadelöhren wie dem Dreieck Nossen mit der A4 Erfurt-Dresden und der A14, der A17 Dresden-Prag hinter dem Dreieck Dresden-West, der A13 Dresden-Berlin bei Marsdorf und der A9 München-Berlin zwischen Großkugel und Leipzig-West sei noch mehr Geduld gefragt. Zu Berufspendlern kommen Inlandsurlauber und, bei schönem Wetter, Tagesausflügler in den Naherholungsgebieten wie der Sächsischen Schweiz, wie ein ADAC-Sprecher sagte.

Trotz Corona-Auflagen: Reiseverkehr nach Österreich und in die Schweiz

Reisen nach Österreich und in die Schweiz sind zwar auch weiterhin an Auflagen geknüpft, doch rechnet der ADAC aufgrund von Lockerungen auch hier mit Urlaubsverkehr auf den entsprechenden Routen.

Insbesondere Lkw droht auf der Inntal-Autobahn wieder Stop-and-go: Das österreichische Bundesland Tirol plant von Freitag an bis zum Ende der Pfingstferien an acht Tagen Blockabfertigungen für Lkw bei der Einreise aus Deutschland. Auf der Inntalautobahn Richtung Süden müsse vor dem Grenzübergang Kiefersfelden-Kufstein mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, erläuterte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Dienstag. Staus könnten bis auf die Autobahn 8 (München-Salzburg) zurückreichen.

ACE und ADAC bieten auf ihren Seiten Informationen zu den Reiseauflagen innerhalb und außerhalb Deutschlands an.

Auch Deutsche Bahn erwartet mehr Reisende

In den Fernzügen der Deutschen Bahn dürfte es über die Pfingsttage ebenfalls voller werden: Der Konzern geht davon aus, dass mehr Reisende unterwegs sein werden als noch zu Ostern, wie ein Sprecher auf Nachfrage mitteilte. Über die Osterfeiertage hatte die Bahn eine Auslastung in den Zügen von 25 bis 30 Prozent verzeichnet. Das entsprach demnach etwa 40 bis 45 Prozent des Nachfrage-Niveaus, das zu normalen Osterzeiten anfiel. Auf stark nachgefragten Strecken sollen zusätzliche Züge eingesetzt werden.

Weiterführende Artikel

Wo in Sachsen es heute kräftig gewittert

Wo in Sachsen es heute kräftig gewittert

Abkühlung durch Gewitter in Sachsen, Baum stürzt auf fahrenden Lkw in Leipzig, Hoyerswerda wärmster Ort im Freistaat - alle Infos zur Wetterlage im Newsblog.

Wie gefährlich ist die Baustelle auf der A4?

Wie gefährlich ist die Baustelle auf der A4?

Der ADAC sieht bei der Verkehrsführung im Bereich der Triebischtalbrücke Gefahr im Verzug. Die Autobahngesellschaft verteidigt ihre Maßnahmen.

Sorge vor Jojo-Effekt: Die Corona-Lage vor Pfingsten

Sorge vor Jojo-Effekt: Die Corona-Lage vor Pfingsten

Feiertage, an denen sich Familien treffen, stehen in Zeiten von Corona unter veränderten Vorzeichen. Wie ist die Situation vor Pfingsten? Ein Überblick.

Offene Biergärten in Dresden: Lust oder Frust?

Offene Biergärten in Dresden: Lust oder Frust?

Die Notbremse ist gelöst: Seit Mittwoch dürfen die Biergärten wieder öffnen. Das Wetter und die Vorschriften machen aber nicht jeden glücklich. Ein Report.

Aber auch Warnstreiks sind nicht ganz auszuschließen, nachdem die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer am Dienstag im Tarifstreit ein erstes Angebot der Arbeitgeberseite zurückgewiesen hat. Gewerkschafts-Chef Claus Weselsky machte zwar keine konkrete Ankündigungen, schloss er für mögliche Warnstreiks aber keinen Zeitraum aus, auch nicht Pfingsten. (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt