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Mehr Chancen für Vermarkter

Verbraucher schätzen Produkte, die auf kurzen Wegen ins Regal kommen. Sachsen will die Möglichkeiten dazu auch für kleine Betriebe verbessern. Das hilft potenziell auch, Jobs im ländlichen Raum zu sichern.

Von Annett Kschieschan
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Vom Strauch direkt in den Handel und schnell auf den Tisch? Das wollen viele Verbraucher. Produzenten bekommen nun mehr Unterstützung bei der Vermarktung.
Vom Strauch direkt in den Handel und schnell auf den Tisch? Das wollen viele Verbraucher. Produzenten bekommen nun mehr Unterstützung bei der Vermarktung. © AdobeStock

Die Lieferengpässe durch die Corona-Krise und den Krieg in der Ukraine haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig regionale Kreisläufe für die Wirtschaft sind. Kurze Wege vom Produzenten zum Verkauf und damit zum Verbraucher sind außerdem gut für die Ökobilanz. In Sachsen will man Unternehmen gerade im ländlichen Raum nun stärker beim Aufbau beziehungsweise Erhalt kurzer Absatzwege unterstützen.

Dafür gibt es seit kurzem die Agentur für regionale Lebensmittel (AgiL). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen demnach „regionale Marken stärken und die Verarbeitung sächsischer Rohprodukte durch regionale Handwerks- oder andere Verarbeitungsbetriebe ausweiten helfen“, informiert der Freistaat. Besonderes Augenmerk wolle man auf Betriebe legen, die Bio-Produkte erzeugen beziehungsweise Ökolandbau betreiben.

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Wertschöpfung ausbauen

„Indem wir die regionale Wertschöpfung stärken, stärken wir die ländlichen Räume. Landwirtschaft, Handwerk und Mittelstand profitieren von mehr Wertschöpfung vor Ort und damit die Menschen in den Regionen. Wenn wir auch Bioprodukte in den Blick nehmen, leisten wir einen Beitrag zum marktgerechten Wachstum des Ökolandbaus“, so Landwirtschaftsminister Wolfram Günther.

Kurze Wege vom Acker auf den Teller seien ein Beispiel für praktischen Klima- und Umweltschutz und Wirtschaftsförderung im Kleinen. Der Minister will Hürden abbauen und ermuntert Betriebe, sich mit Fragen rund um regionale Wertschöpfung und Vermarktung an die neue Agentur zu wenden. „Die deutlich gestiegene Nachfrage nach Regio- und Bio-Regio-Produkten zeigt: Hier liegen unglaublich viele Potenziale“, so Günther. Weil „grüne Jobs“ immer beliebter werden, kann ein Ausbau der Möglichkeiten auch die Jobchancen in den Regionen erhöhen.

Das Team bietet allgemeine Beratung, Workshops, Schulungen und Exkursionen an und stellt auf Wunsch auch Informationsmaterial zur Verfügung. Außerdem soll die Agentur die Vernetzung von Firmen und anderen relevanten Partnern einfacher machen. Ziel ist auch, neue Wertschöpfungsketten zu organisieren. Mit Vermarktungshilfe durch Profis wird gerade kleinen Betrieben der Marktzugang erleichtert.Die Agentur wurde vom Landwirtschaftsministerium nach einer entsprechenden Ausschreibung an eine Bietergemeinschaft vergeben. Sie hat ihren Sitz in Leipzig und ist aktuell mit drei Stellen besetzt. Wer sich vorab informieren möchte, findet auf der Internetplattform der Agentur einen Überblick über Leistungen und Kontaktmöglichkeiten.

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