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Pirna

Baufreigabe für neue Basteiaussicht

Das Vorhaben nimmt eine entscheidende Hürde. Schon bald soll die schwebende Aussicht in der Sächsischen Schweiz begehbar sein.

Ein 20 Meter langer und bis zu 3,5 Meter breiter Steg soll frei schwebend über dem Gestein errichtet werden.
Ein 20 Meter langer und bis zu 3,5 Meter breiter Steg soll frei schwebend über dem Gestein errichtet werden. © Freiraumplanung mit System. LandschaftsArchtitekte

Seit Sommer 2016 fehlt der Basteiaussicht in der Sächsischen Schweiz ein kleines, aber entscheidendes Stück. Damals mussten die vorderen zehn Meter der natürlichen Aussicht gesperrt werden, weil der felsige Untergrund nicht mehr sicher genug war. Bald könnte der ursprüngliche Ausblick jedoch wieder möglich sein. Denn die Bauarbeiten für eine schwebende Plattform dürfen planmäßig starten, teilte am Mittwoch die Landesdirektion mit.

Geplant ist, dass bereits im Jahr 2022 die Konstruktion für Besucher freigegeben wird. Damit das gelingt, müssen nun allerdings umfangreiche Sicherungsarbeiten an dem Felsen vorgenommen werden. Noch in diesem Jahr sollen erste Schritte erledigt werden, die komplette Sicherung des Bodens werde kommendes Jahr realisiert, hieß es.   

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Die Absicherung ist nötig, damit die Konstruktion hält. Es ist die Errichtung eines schwebenden Stegs geplant, der sich lediglich im hinteren Bereich auf dem Felsen abstützt und im vorderen Bereich in geringer Höhe frei über dem Gestein schwebt. Der Aussichtssteg soll 20 Meter lang und bis zu 3,5 Meter breit werden. 

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Dass die Arbeiten nicht schon eher begonnen haben, lag an einer bisher nicht vorliegenden naturschutzrechtlichen Befreiung für die Wiederherstellung der Aussicht. Diese sei nun aber erteilt worden, weil laut Landesdirektion ein guter Kompromiss zwischen Naturschutz und dem Wirtschaftsfaktor Tourismus gefunden worden sei. So seien infolge eines ein Jahr andauernden Monitorings von Flora und Fauna nötige Maßnahmen abgeleitet worden. Beispielsweise sollen neue Fledermausquartiere geschaffen werden und der Bestand an Riffkiefern erhalten bleiben.

Das Bauvorhaben wird durch den dem Finanzministerium untergeordneten Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB)  durchgeführt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 2,5 Millionen Euro. (fad)

So sieht es am Basteifelsen derzeit aus. Die schwebende Plattform die letzten Meter bis zur vorderen Felskante überbrücken.
So sieht es am Basteifelsen derzeit aus. Die schwebende Plattform die letzten Meter bis zur vorderen Felskante überbrücken. © Daniel Schäfer

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