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Landkreis Bautzen lädt Flüchtlingshelfer zu Gesprächen ein

Der Kreis hat Probleme, Asylbewerber unterzubringen. Bei einem ersten Treffen mit Flüchtlingshelfern geht es unter anderem um dezentrale Unterkünfte.

Von David Berndt
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Wie geht es in der Asylfrage im Landkreis Bautzen weiter? Anfang März treffen sich Vertreter des Landratsamtes mit Flüchtlingshelfern.
Wie geht es in der Asylfrage im Landkreis Bautzen weiter? Anfang März treffen sich Vertreter des Landratsamtes mit Flüchtlingshelfern. © Symbolfoto: dpa

Bautzen. Das Bautzener Landratsamt hat ehrenamtliche Bündnisse und Initiativen der Flüchtlingshilfe aus dem Landkreis Bautzen zu gemeinsamen Gesprächen eingeladen. Dabei soll es um einen Austausch und das erste Kennenlernen zwischen den Initiativen und dem neuen Beigeordneten, Jörg Szewczyk, gehen. Ihm ist das Ausländeramt des Landkreises unterstellt. Das Gespräch ist für den 7. März geplant.

Neben Szewczyk werden weitere Mitarbeiter des Ausländeramtes sowie die Ausländerbeauftragte des Landkreises Bautzen, Anna Pietak-Malinowska, daran teilnehmen. Unter ihrer Schirmherrschaft läuft die aktuelle Einladung zu dem Gespräch. Die eingeladenen Initiativen kommen aus Bautzen, Kamenz, Wehrsdorf, der Westlausitz, dem Radeberger Land sowie Hoyerswerda.

Flüchtlingshelfer plädieren für dezentrale Unterbringung

Die Initiativen hatten Anfang Dezember in einem offenen Brief für eine dezentrale Unterbringung plädiert. Um die soll es laut der Tagesordnung unter anderem gehen. Ein weiterer Punkt ist die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den Ehrenamtlichen.

Laut dem Landratsamt wird es immer schwieriger, Asylsuchende unterzubringen. Landrat Udo Witschas (CDU) hatte zuletzt allerdings auch zugegeben, dafür keine Ideen zu haben. Im Dezember hatte der Kreistag zudem die Einrichtung eines weiteren Asylheims in Hoyerswerda abgelehnt.

Ende 2022 sagten der Beigeordnete Jörg Szewczyk und Gritt Borrmann-Arndt, Leiterin des Ausländeramts, im Interview mit Sächsische.de, dass man weitere Asylbewerber im Landkreis Bautzen aus Mangel an Alternativen bald in Notunterkünften unterbringen müsse.