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Delta-Variante an Wirtschaftsgymnasium nachgewiesen

An die Schule in Geithain im Landkreis Leipzig gehen auch Schüler aus Mittelsachsen. Eine Klasse und Angehörige befinden sich in Corona-Quarantäne.

Im Internationalen Wirtschaftsgymnasium Geithain, das auch Schüler aus Mittelsachsen besuchen, wurde die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen.
Im Internationalen Wirtschaftsgymnasium Geithain, das auch Schüler aus Mittelsachsen besuchen, wurde die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen/Leipzig. Die Delta-Variante des Coronavirus gilt als gefährlich und hochansteckend. Jetzt ist sie in Geithain nachgewiesen worden. Die Stadt grenzt an Rochlitz und damit an Mittelsachsen.

„Bisher gab es im Landkreis noch keinen laborbestätigten Delta-Fall“, erklärte André Kaiser, Sprecher des Landratsamtes, auf Nachfrage des Döbelner Anzeigers. Aus Mittelsachsen besuchen jedoch Schüler das Wirtschaftsgymnasium in Geithain, in dem Delta-Fälle aufgetreten sind.

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Derzeit seien sechs Infektionen mit der Delta-Variante im Landkreis Leipzig bekannt. Die Ausbreitung erfolgte zunächst familiär. Am Montag wurden zwei weitere Personen aus dem außerfamiliären Umkreis positiv getestet. Am Dienstag kam ein weiterer Fall hinzu. „Davon lebt eine Person nicht im Landkreis Leipzig“, teilt Brigitte Laux, Sprecherin des Landkreises Leipzig, mit.

Drei Landratsämter arbeiten zusammen

Am Montag wurden im Wirtschaftsgymnasiums Geithain insgesamt 80 Personen getestet. Die Ergebnisse, die nach 24 Stunden vorlagen, waren durchweg negativ. Anfangs befanden sich Schüler und Lehrer von zwei Klassen sowie Angehörigen in Quarantäne.

Diese wurde für eine Klasse am Dienstag wieder aufgehoben. Für die zweite Klasse und enge Kontaktpersonen besteht sie bis zum 29. Juni weiter. Diese Schüler und Lehrer werden Ende Juni vorsorglich noch einmal getestet.

„Bei der Bekämpfung des Ausbruchs arbeiten die Gesundheitsämter der Landkreise Leipzig, Mittelsachsen und der Stadt Leipzig eng zusammen“, so Brigitte Laux. „Es gibt einen regelmäßigen Austausch“, bestätigt André Kaiser.

Auch Corona-Geimpfte haben ein Ansteckungsrisiko

Da bei der Delta-Variante eine erhöhte Ansteckungsfähigkeit zu verzeichnen ist, müssten besondere Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Infektion getroffen werden.

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„Die Erfahrungen aus anderen Landkreisen zeigen, dass auch genesene und geimpfte Personen ein Ansteckungsrisiko haben. Das bedeutet, auch dieser Personenkreis wird getestet“, so Brigitte Laux. Am Dienstag waren das 20 Personen. Die Ergebnisse werden am Mittwoch erwartet.

Zudem werden auch die Kontakte der Kontakte in das engmaschige Beobachtungs- und Testnetz einbezogen. Insgesamt gehe es darum, die Infektion möglichst schnell und umfassend abzuriegeln, um die erreichten Freiheiten zu erhalten.

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