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Hier gilt in Sachsen die 3G-Regel

Die 3G-Regel ist einer der wenigen noch von der Inzidenz abhängigen Punkte in Sachsens Corona-Verordnung. Auf unserer Karte behalten Sie den Überblick.

Klettert die Inzidenz in einem Landkreis in Sachsen konstant über 35, kommt dort die 3G-Regel - zum Beispiel auch in der Innengastronomie.
Klettert die Inzidenz in einem Landkreis in Sachsen konstant über 35, kommt dort die 3G-Regel - zum Beispiel auch in der Innengastronomie. © [M] Marius Becker/dpa/SZ

Dresden. Mit der aktuellen Corona-Verordnung geht Sachsen einen neuen Weg. Als einen "Paradigmenwechsel" bezeichnet Gesundheitsministerin Petra Köpping das, was darin festgeschrieben wird. "Wir wollen alles geöffnet haben - und das unabhängig von der Inzidenz", sagt die SPD-Politikerin Ende August bei der Vorstellung der Regeln.

Außer einem konkret an der Auslastung von Krankenhäusern festgemachten Wert findet sich in dem Maßnahmenplan tatsächlich kein Punkt, der das Schließen von Angeboten oder das Herunterfahren öffentlichen Lebens beschreibt. Stark von der bisherigen Strategie betroffene Branchen, Selbstständige und dauerhaft Kurzarbeitende können mit Blick in Richtung Herbst etwas aufatmen.

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Allerdings bedeutet der Paradigmenwechsel auch, dass es für Menschen, die sich nicht impfen lassen können oder möchten, unbequemer wird. Genau an dieser Stelle kommt die Inzidenz als entscheidendes Kriterium ins Spiel - und zwar so: Verzeichnet ein Landkreis oder eine Großstadt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen 35 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Woche, wird die sogenannte 3G-Regel eingeführt.

Ab dem dauerhaften Überschreiten dieser 35er-Schwelle müssen Besucher in bestimmten Bereichen dann ihre Kontakte hinterlassen und einen Test-, Genesenen- oder Impfnachweis vorlegen. Oder anders ausgedrückt: Wer sich dem Impfangebot verweigert, für den besteht eine Testpflicht.

Die 35er-Schwelle kann, wie bereits schon bei der 10er-Schwelle zur Lockerung der Maskenpflicht beim Einkaufen, in Sachsen zu regionalen Unterschieden führen. Es ist also durchaus möglich, dass der Freistaat hinsichtlich der 3G-Regel ebenfalls kurz über lang zu einem Flickenteppich wird.

Damit Sie nicht den Überblick verlieren, hat Sächsische.de eine Karte erstellt, auf der man den jeweiligen Status einer Region auf einen Blick erfassen kann.

🔴 Rot bedeutet: Es gilt die 3G-Regel

🟡 Gelb bedeutet: G-Regel ab übernächstem Tag

🟢 Grün bedeutet: Die 3G-Regel ist außer Kraft

Zudem zeigen Detailansichten beim Klicken oder Tippen auf eine Region an, wie sich die Inzidenz in den vergangenen Tagen entwickelt hat - und ob möglicherweise eine Verschärfung droht.

Für welche Bereiche gilt die 3G-Regel?

3G steht für genesen, getestet oder geimpft. Wenn diese Regel gilt, müssen Menschen neben einem Kontaktnachweis vor bestimmten Aktivitäten auch ihren Status belegen. In diesen Bereichen gilt die 3G-Regel:

  • Zugang zur Innengastronomie
  • Teilnahme an Veranstaltungen
  • Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Innenräumen
  • körpernahe Dienstleistungen
  • Prostitution
  • Zugang zu Hallenbädern und Saunen
  • Zugang zu Diskotheken, Clubs und Bars im Innenbereich
  • Sport im Innenbereich, also auch in Fitnessstudios

Einzige Ausnahme ist bei körpernahen Dienstleistungen, in Fitnessstudios oder Bädern, wenn der Besuch zu medizinisch notwendigen Zwecken erfolgt. Dann gilt keine Testpflicht.

Die 35er-Schwelle und die möglicherweise auftretenden regionalen Unterschiede bei der 3G-Regel wird es zunächst so lange geben, wie die neue Corona-Verordnung gilt. Sie ist zunächst für die Dauer vom 26. August bis 22. September verabschiedet worden.

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