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Hier gilt in Sachsen die 3G-Regel

Landkreise in Sachsen führen die 3G-Regel ein, wenn ein bestimmter Inzidenzwert dauerhaft überschritten ist. Auf unserer Karte behalten Sie den Überblick.

Von Fabian Deicke
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Klettert die Inzidenz in einem Landkreis in Sachsen konstant über 35, kommt dort die 3G-Regel - zum Beispiel auch in der Innengastronomie.
Klettert die Inzidenz in einem Landkreis in Sachsen konstant über 35, kommt dort die 3G-Regel - zum Beispiel auch in der Innengastronomie. © [M] Robert Michael/dpa/Sächsische.de

Dresden. In der aktuellen Corona-Verordnung setzt Sachsen auf ein optionales 2G-Modell. Veranstalter oder Gastronomen können selbst entscheiden, ob sie es anwenden und somit nur Genesenen oder Geimpften Zutritt gewähren. Nutzen sie es, fallen Beschränkungen wie Maskenpflicht, Kapazitätsbegrenzungen und das Abstandsgebot weg.

Nicht optional, sondern festgeschrieben ist allerdings die 3G-Regel. Sie gilt, wenn ein Landkreis oder eine Großstadt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen 35 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Woche verzeichnet.

Ab dem dauerhaften Überschreiten dieser 35er-Inzidenzschwelle müssen Besucher in bestimmten Bereichen dann ihre Kontaktdaten hinterlassen und einen Test-, Genesenen- oder Impfnachweis vorlegen. Oder anders ausgedrückt: Wer sich dem Impfangebot verweigert, für den besteht eine Testpflicht. Und das Testen wird ab 11. Oktober kostenpflichtig. Kinder im Schulalter werden derzeit ohnehin zweimal pro Woche getestet.

Die 35er-Schwelle kann, wie bereits schon bei der 10er-Schwelle zur Lockerung der Maskenpflicht beim Einkaufen, in Sachsen zu regionalen Unterschieden führen. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, hat Sächsische.de eine Karte erstellt, auf der man den jeweiligen Status einer Region auf einen Blick erfassen kann.

🔴 Rot bedeutet: Es gilt die 3G-Regel

🟡 Gelb bedeutet: G-Regel ab übernächstem Tag

🟢 Grün bedeutet: Die 3G-Regel ist außer Kraft

Zudem zeigen Detailansichten beim Klicken oder Tippen auf eine Region an, wie sich die Inzidenz in den vergangenen Tagen entwickelt hat - und ob möglicherweise eine Verschärfung droht.

Für welche Bereiche gilt die 3G-Regel?

3G steht für genesen, getestet oder geimpft. Wenn diese Regel gilt, müssen Menschen neben einem Kontaktnachweis vor bestimmten Aktivitäten auch ihren Status belegen. In diesen Bereichen gilt die 3G-Regel:

  • Zugang zur Innengastronomie
  • Teilnahme an Veranstaltungen
  • Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Innenräumen
  • körpernahe Dienstleistungen
  • Prostitution
  • Zugang zu Hallenbädern und Saunen
  • Zugang zu Diskotheken, Clubs und Bars im Innenbereich
  • Sport im Innenbereich, also auch in Fitnessstudios

Einzige Ausnahme ist bei körpernahen Dienstleistungen, in Fitnessstudios oder Bädern, wenn der Besuch zu medizinisch notwendigen Zwecken erfolgt. Dann gilt keine Testpflicht.

Die 35er-Schwelle und die möglicherweise auftretenden regionalen Unterschiede bei der 3G-Regel wird es zunächst so lange geben, wie die aktuelle Corona-Verordnung (als pdf runterladen) gilt. Sie ist zunächst bis 20. Oktober verabschiedet worden.

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