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Finanzspritze für die Bob-WM

Der Freistaat unterstützt die Bob- und Skeleton-WM 2021 mit 150.000 Euro. Die WiA Altenberg finanziert damit auch den Corona-Schutz.

WiA-Geschäftsführer Jens Morgenstern bei einer Pressekonferenz der Bob-WM 2020. Die neue WM 2021 findet unter einem ganz anderen Vorzeichen statt.
WiA-Geschäftsführer Jens Morgenstern bei einer Pressekonferenz der Bob-WM 2020. Die neue WM 2021 findet unter einem ganz anderen Vorzeichen statt. © Frank Baldauf

Als der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF Mitte September verkündete, dass Altenberg auf für die Bob-WM 2021 den Zuschlag bekommt, war der Jubel groß. Klar war aber auch, dass sich die Stadt Altenberg, die sich seit dem Frühjahr wegen Corona-bedingter Einbußen eine Haushaltssperre auferlegt hat, an der Finanzierung nicht beteiligen kann.

Am Dienstag übergab Sportminister Roland Wöller 150.000 Euro aus den Mitteln des Freistaates an die Wintersport Altenberg (Osterzgebirge) GmbH, kurz: WiA. Sie ist die Betreiberin der Bobbahn. Das ist die gleiche Summe, mit der der Freistaat bereits die WM 2020 unterstützt hatte.

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Vertrauen ins Sportland Sachsen

"Die erneute Vergabe der Weltmeisterschaft im Bob und Skeleton an den Standort Altenberg ist ein großer Vertrauensbeweis für das Sportland Sachsen", sagte Wöller zur Übergabe dieses finanziellen Zuschusses: "Ich bin mir sicher, dass es den Organisatoren und den vielen helfenden Händen gelingen wird, trotz der Kürze der Zeit wieder eine erfolgreiche Weltmeisterschaft auf die Beine zu stellen."

Ursprünglich sollte die Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Lake Placid stattfinden. Doch die Corona-bedingten Einreisebeschränkungen und die zeitaufwendigen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften machten es den europäischen Bob- und Skeletonfahrern fast unmöglich, in die USA einzureisen.

Altenberg stemmte die letzte WM sehr gut

Der IBSF hatte Altenberg auch deshalb als Ersatz für Lake Placid ausgesucht, weil die meisten Sportler im Bereich Bob und Skeleton aus Europa kommen und die Stadt im Osterzgebirge bereits die WM im März erfolgreich durchgeführt hatte: "Und daher nicht nur genügend Erfahrung aufweist, sondern auch noch die notwendigen Strukturen vorweisen kann, um eine Weltmeisterschaft in der Kürze der Zeit unter den herausfordernden Rahmenbedingungen durchzuführen", erklärte IBSF-Generalsekretärin Heike Größwang im September.

Für Geschäftsführer Jens Morgenstern stecken diese Tage voller Herausforderungen: "Es steht ja noch in den Sternen, in welcher Form wir die Bob-WM durchführen können." Der Zuschuss des Freistaates muss jedenfalls keine Eintrittsgelder ersetzen: "Wenn wir keine Zuschauer haben können, müssen wir auch keine Tribünen aufbauen, brauchen weniger Ordner und Einlasser", sagt er.

Kein Sportler ohne Test darf auf die Bobbahn

Wo er jedoch enorme Kosten sieht - diese Erfahrung hat er bereits mit den Sportlern gemacht, die seit dem Saisonbeginn im Oktober auf der Bobbahn trainieren - ist das Hygienekonzept, das die WiA strickt durchsetzt: "Bei uns kommt kein Bobfahrer ohne frisches Testergebnis auf das Bahngelände", sagt Morgenstern und ergänzt: "auch kein Personal der WiA". Die WiA finanziert diese engmaschigen Kontrollen und Tests genauso wie die Desinfektion der Umkleidekabinen nach jedem Training. "Das ist ein Riesenaufwand", sagt der Geschäftsführer: "Insofern hilft uns hier jeder Euro bei der Durchführung der WM."

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Nach der WM 2021 kann die WiA dann auch endlich das große Bauprojekt angehen, das eigentlich dazu gedacht war, die Bobbahn auch für die Zukunft weltmeisterschaftstauglich zu gestalten: "Die Kurven 11 bis 13 sollen umgebaut und damit auch an neue Sicherheitsbestimmungen angepasst werden", vermerkt das Sächsische Staatsministerium des Innern in seiner Pressemitteilung am Dienstag. Mal sehen, wann Altenberg mit der übernächsten Bob-WM rechnen kann.

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