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Die fünf Erkenntnisse der Schritte-Challenge

Eine Woche lang wollte SZ-Redakteur Henry Berndt jeden Tag mindestens 15.000 Schritte in seinen Büroalltag einbauen. Zum Finale hat er noch ein Ass im Ärmel. 

Hausarbeit hat nur Vorteile. Sie macht fit - und bringt gleich noch die Wohnung zum Glänzen.
Hausarbeit hat nur Vorteile. Sie macht fit - und bringt gleich noch die Wohnung zum Glänzen. © privat

Eigentlich sollten es ja nur 10.000 Schritte pro Tag werden. Die Reaktion meiner Kollegen auf Arbeit: „10.000 Schritte? Die macht ja meine Oma beim Staubsaugen! Das soll eine Herausforderung sein?“

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Mangel macht erfinderisch

DDR-Mode war nicht nur grau: Zur "Ostwestparty" im Parkhotel am 9. November kann das jeder selbst beweisen.

Und so kam es, dass die Schrittzahl kurz vor Beginn der Challenge auf 15.000 erhöht wurde. Wie sich zeigen sollte, können gerade diese 5.000 Schritte mehr ganz schön schwierig sein.

Zum Finale am Freitag wollte ich es genau wissen, und griff zu Hause wirklich zum Staubsauger. Zwei Stunden lang wirbelte ich durch die Wohnung, räumte auf, wischte Staub. Dann drehte ich noch eine Runde mit meiner jüngsten Tochter im Kinderwagen. 

Und siehe da: So schnell kommen 12.000 Schritte zusammen! 

Eine Runde mit der Tochter im Kinderwagen. Das bringt Punkte - nicht nur bei Mama.
Eine Runde mit der Tochter im Kinderwagen. Das bringt Punkte - nicht nur bei Mama. © Henry Berndt

Voll in Fahrt, ging es angesichts des fast sommerlichen Wetters noch mit dem Fahrrad ins Haus der Presse. Am Nachmittag stehe ich schon bei 13.500 Schritten. 

Nach allen Erfahrungen dieser Woche heißt das:  Auch zum Finale knacke ich locker die 15.000. Das müsst ihr mir leider glauben, denn der Laufsportladen brauchte am Freitag schon die geliehene Uhr zurück.

Mein Resümee: 15.000 Schritte mal eben so nebenbei in den täglichen Büroalltag einzubinden, ist nicht möglich. Dafür ist der Weg zum Drucker zu kurz. Man muss schon raus auf die Straße, in den Park oder in die Sporthalle. Wer erstmal „nur“ 10.000 Schritte anpeilt, hat auf Dauer sicher größere Erfolgschancen. Die Oma mit dem Staubsauger sollte uns Bürohengsten ein Vorbild sein.

Die 5 Erkenntnisse der Schritte-Challenge

1. Wer den ganzen Tag Büro arbeitet und jeden Tag wenigstens 10.000 Schritte gehen möchte, der muss kreativ sein. Nur Treppe statt Fahrstuhl ist nicht genug. 

Die 5 Erkenntnisse der Schritte-Challenge

2. Fahrradfahren und Fitnessübungen wie Seilspringen sind ohne Frage gut für den Körper - bringen für den passionierten Schrittzähler aber im Vergleich zum Einsatz wenig Ertrag.

Die 5 Erkenntnisse der Schritte-Challenge

3. Wer Kinder hat und die vielleicht sogar in die Schule oder den Kindergarten bringt, der kann früh und abends zusammen schon mal locker von einer Basis von 4000 Schritten ausgehen.

Die 5 Erkenntnisse der Schritte-Challenge

4. Ganz normale Hausarbeit ist Gold wert. In jeglicher Hinsicht. Beim Aufräumen und Staubsaugen läuft der Schrittzähler fast heiß. 

Die 5 Erkenntnisse der Schritte-Challenge

5. Wer 15.000 oder gar 20.000 Schritte pro Tag anpeilen möchte, der kommt um Sport oder einen abendlichen Wanderausflug nicht herum. Oder er schult zum Postboten um. 

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Habt ihr Ideen, welcher Alltagsherausforderung Henry sich als nächstes stellen könnte? Schreibt ihm an [email protected]  

So liefen Tag 1, Tag 2, Tag 3 und Tag 4 der Schritt-Challenge.