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Dresden

Aus SZ-Bike wird MOBI-Bike

Grün-weiß wird zu gelb: Warum die Dresdner Verkehrsbetriebe die Leihräder der Sächsischen Zeitung übernehmen und was das für Kunden heißt.

2014 hat die Sächsische Zeitung die Leihfahrräder SZ-Bike an den Start gebracht, eine erfolgreiche Kooperation mit DVB und Nextbike. Nun übernehmen die Dresdner Verkehrsbetriebe das Geschäft allein.
2014 hat die Sächsische Zeitung die Leihfahrräder SZ-Bike an den Start gebracht, eine erfolgreiche Kooperation mit DVB und Nextbike. Nun übernehmen die Dresdner Verkehrsbetriebe das Geschäft allein. © DDV-Mediengruppe

Dresden. Bikesharing in Dresden wird gelb. Am 17. August startet der Fahrradverleiher Nextbike gemeinsam mit den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) ein neues Bikesharing-System. Dieses soll MOBI-Bike heißen und das bisherige System SZ-Bike ablösen. SZ-Bike war eine gemeinsame Kooperation von Sächsischer Zeitung, DVB und Nextbike, und verlieh gut sechs Jahre lang Fahrräder in der Stadt. Nun zieht sich die Sächsische Zeitung aus dem Geschäft zurück. 

"Im April 2014 haben wir mit dem Projekt SZ-Bike erfolgreich ein Signal gesetzt für umweltfreundliche Mobilität in Dresden", erklärt Markus Hendel, Leiter DDV Event und Projektleiter bei SZ-Bike. "Unsere grün-weiße Fahrradflotte hat in den vergangenen Jahren zahlreiche begeisterte Nutzer gefunden, darunter auch viele Studenten. Nun übergeben wir das Projekt an die Stadt und die DVB, für die Mobilität zum Kerngeschäft gehört."

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Die wichtigsten Fragen und Antworten zu MOBI-Bike: 

Warum übernehmen die DVB die Leihräder?

Der Wunsch, die Leihräder in Zukunft selbst zu betreiben, wurde von den DVB an die Sächsische Zeitung herangetragen, um das Mobilitätskonzept der Verkehrsbetriebe um ein weiteres Verkehrsmittel zu ergänzen. Unter der Marke MOBI bauen die DVB in Kooperation mit lokalen Partnern seit 2018 ihr Mobilitätsangebot in Dresden aus und verknüpfen Bahn und Bus mit Bike- und Carsharing. 

Alle Informationen dazu und zu den sogenannten MOBI-Punkten finden Sie online unter www.mobi-dresden.de.

Was muss ich als bisheriger SZ-Bike-Kunde wissen?

Alle Kunden von SZ-Bike werden automatisch in das neue System überführt. DVB-Stammkunden haben nun bei jeder Fahrt die ersten 30 Minuten frei und müssen dafür im MOBI-Bike-Kundenkonto die Partnerverknüpfung vornehmen. 

Für SZ-Abonnenten endet die Vergünstigung mit dem Systemwechsel am 17. August. Ab dann radeln sie automatisch im Basistarif und nicht mehr wie bisher - ebenfalls mit aktivierter Partnerverknüpfung - zu den Konditionen des Jahrestarifs. 

Kann ich jetzt noch SZ-Bikes ausleihen?

Leider nein. Im Zuge der Umstellung werden die Räder von SZ-Bike ab sofort und noch bis zum 16. August nicht verfügbar sein. Am 17. August startet dann mit MOBI-Bike bereits das neue System.

Was ist neu an den Rädern?

Mit dem neuen System verdoppelt sich die Anzahl der Fahrräder in Dresden auf 1.000, Nextbike spricht von "Smartbikes der neuesten Generation". Diese haben wie bisher ein Rahmenschloss, das sich bei der Ausleihe automatisch öffnet und bei jedem Rückgabe- oder Parkvorgang händisch geschlossen werden muss. 

Mittels GPS ist der Standort jedes verfügbaren Rads in Echtzeit in der App oder auf der Website sichtbar. Eine Vielzahl der MOBI-Punkte wird über Fahrradständer mit einem darin integrierten Schloss verfügen. Mehr Infos zur Handhabung gibt es unter nextbike.de/dresden.

In der auf der Karte pink angezeigten Flexzone ist die Rückgabe gegen einen Aufpreis von 1 Euro möglich. In den blau markierten Straßen und an den MOBI-Punkten ist die Rückgabe überall kostenlos möglich. Bei der Rückgabe an MOBI-Punkten werden außerdem als Dankeschön zehn Minuten Fahrtguthaben gutgeschrieben. Diese werden automatisch deutschlandweit eingesetzt, wenn die Freiminuten überschritten werden. 

So sollen die MOBI-Punkte der DVB aussehen. In der Visualisierung sind auch bereits die neuen MOBI-Bikes zu sehen.
So sollen die MOBI-Punkte der DVB aussehen. In der Visualisierung sind auch bereits die neuen MOBI-Bikes zu sehen. © Visualisierung: DVB

Was kostet die Ausleihe?

Im Zuge der deutschlandweiten Einführung eines neuen Tarifsystems werden auch in Dresden die Preise angepasst. Ab dem 17. August gelten neue Konditionen.

Basistarif: Weil der Großteil aller Ausleihen unter 15 Minuten liege, wird die Abrechnungstaktung angepasst. Ab dem 17. August werden Ausleihen im Basistarif im 15-Minuten-Takt mit jeweils 1 Euro abgerechnet. Der Tageshöchstsatz beträgt in allen Tarifen künftig 15 Euro für 24 Stunden.

Monatstarif: Die Abrechnung im 30-Minuten-Takt bleibt bestehen. Für 10 Euro pro Monat sind 30 Minuten pro Ausleihe frei, jede weitere halbe Stunde kostet 1 Euro. 

Jahrestarif: Der Preis für den Jahrestarif beträgt 60 Euro im Jahr. Die Abrechnung im 30-Minuten-Takt bleibt bestehen. Die ersten 30 Minuten pro Ausleihe sind frei, jede weitere halbe Stunde kostet 1 Euro. Für laufende Tarife bis zum 31. Juli gibt es ein Sonderkündigungsrecht, falls sich der Tarif zwischen dem 17. und 31. August dieses Jahres automatisch verlängern würde.

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Vergünstigter Jahrestarif: DVB-Abokunden, in deren Konten die Partnervergünstigung bereits aktiviert ist, radeln auch weiterhin zu den Konditionen des Jahrestarifs. Dabei ändert sich lediglich der Tageshöchstsatz.

Nicht genannte Tarife ändern sich nicht.

An wen kann ich mich für weitere Fragen dazu wenden?

Alle weiteren Fragen zum Wechsel beantwortet der Kundenservice jederzeit unter 0341 392 839 66 oder per Mail an [email protected]. (SZ)

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