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Dresden und Aue nicht in Insolvenzgefahr

Gut gewirtschaftet: Trotz ausgefallener Einnahmen durch die Corona-Krise droht den beiden sächsischen Fußball-Zweitligisten keine Insolvenz.

Auch wenn sie derzeit nicht spielen können wie am 3. März im Rudolf-Harbig-Stadion, drohen trotz der Einnahmeausfälle den Zweitligisten Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue keine Insolvenzen.
Auch wenn sie derzeit nicht spielen können wie am 3. März im Rudolf-Harbig-Stadion, drohen trotz der Einnahmeausfälle den Zweitligisten Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue keine Insolvenzen. © Robert Michael/dpa

Dresden/Aue. Die Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden und FC Erzgebirge Aue schweben trotz der Einnahmeausfälle wegen des ruhenden Spielbetriebs nicht in Insolvenzgefahr. "Die Zahlungsfähigkeit der SG Dynamo Dresden ist für das laufende Geschäftsjahr nicht gefährdet. Wir haben in den vergangenen Jahren mit kaufmännischer Vorsicht gewirtschaftet und uns ein Polster an Liquidität zurückgelegt, welches uns in der jetzigen Situation vorübergehend hilft", sagte Dresdens kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born auf Anfrage. Das Fachmagazin Kicker hatte zuvor berichtet, dass 13 der 36 Profiklubs der beiden oberen Ligen von der Insolvenz bedroht wären. 

Bei Dynamo hatte etwa der Haupt- und Trikotsponsor zugesichert, die vereinbarte Summe in voller Höhe zu zahlen - unabhängig davon, ob die Saison zu Ende gespielt wird oder nicht. Auch ein Stadionnamensgeber möchte die Verpflichtungen trotz der Spielpause erfüllen. Präsident Holger Scholze zeigte sich in einem Interview auf der Vereinshomepage zuversichtlich: Man werde die Krise überstehen. "Wenn vielleicht auch auf Sparflamme, das wird Dynamo Dresden nicht umhauen", erklärte er. Profis, Trainerstab und Geschäftsführer verzichten aus Solidarität gegenüber den anderen Mitarbeitern auf mehr als 300.000 Euro ihres Gehaltes.

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Auch für Aues Präsident Helge Leonhardt zahle sich das solide Wirtschaften in der Krise aus, sagte Leonhardt dem MDR. So habe der Verein das noch fällige TV-Geld nicht an Dritte verpfändet oder in ähnliche Transaktionen gesteckt. Beide Vereins-Funktionäre sehen aber mit Skepsis in die Zukunft. "Kein Verein sollte sich in dieser Situation allerdings sicher sein, weil der Ausgang derzeit völlig offen ist, wann wieder Fußball gespielt werden kann", sagte Born. 

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Leonhardt sieht zudem noch "eine ganz harte Zeit auch auf die Veilchen" zukommen. Deshalb habe man eine sofortige Restrukturierung eingeleitet: "Wir können durchkommen, alle müssen ihren Beitrag leisten. Es sind notwendige Einschnitte, die auf alle im Verein, auch Spieler und Trainer, zukommen. Das A und O sind Disziplin und die Einsicht in die Notwendigkeit." (dpa/SZ)

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