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Fridays for Future strahlt Brühlsche Terrasse in Dresden an - und ruft zum Streik

Mit einer nächtlichen Lichtaktion in Dresden ruft die Klima-Bewegung zu einem Aktionstag in der kommenden Woche auf.

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Streikhinweis mit Licht: Projektion an der Brühlschen Terasse in der Nacht zum Sonntag.
Streikhinweis mit Licht: Projektion an der Brühlschen Terasse in der Nacht zum Sonntag. © fff

Dresden. Klimaprotest mit Licht: Fridays for Future (FFF)Dresden hat in der Nacht zum Sonntag die Brühlsche Terrasse angestrahlt. Die Klimagerechtigkeitsbewegung, so die Selbstbezeichnung, ruft zu einem Globalen Klimastreik auf. Am Freitag soll weltweit wie auch in Dresden unter dem Motto "End Fossil Fuels" protestiert werden. Der Start ist für 13 Uhr am Postplatz geplant.

Von dort geht es über die Augustusbrücke zum Carolaplatz für eine Zwischenkundgebung und anschließend über die Carolabrücke, St. Petersburger Straße, Pirnaischen Platz, Wilsdruffer Straße wieder zurück zum Postplatz für eine Abschlusskundgebung.

Leuchtender Streikaufruf an der Brühlschen Terasse.
Leuchtender Streikaufruf an der Brühlschen Terasse. © fff

Mit der Licht-Aktion in der Nacht zum Sonntag wolle man darauf aufmerksam machen, heißt es sinngemäß in einer Mitteilung vom Sonntag. An der Mauer der Brühlschen Terrassen erstrahlten zuvor sogenannte Warming Stripes, die die Jahresdurchschnittstemperatur von Sachsen seit 1850 darstellen und die Erderhitzung verdeutlichen, sowie der Spruch "Planet Earth Is Burning", im Hintergrund die Dresdner Frauenkirche.

"Diesen Sommer haben wir globale Hitzerekorde mehrfach übertroffen, verheerende Dürren, Fluten und Waldbrände gesehen - wir sind mitten in der Klimakrise, auch schon hier bei uns", so Sprecher Simon Hoba.

Trotzdem entkerne die Ampel das Klimaschutzgesetz. Zudem habe Sachsen in diesem Jahr noch kein einziges neues Windrad in Betrieb genommen. "Wir müssen jetzt das Ruder rumreißen, das Klimaschutzgesetz verschärfen und aus sämtlichen fossilen Energien aussteigen."

Schon heute verlören Millionen Menschen in von der Klimakrise besonders betroffenen Regionen ihre Heimat, ergänzte Friederike Georgi, ebenfalls von FFF Dresden: Bis 2100 werde die Hälfte der Menschheit in Gebieten leben, die durch die Klimakatastrophe unbewohnbar werden. Das werde zu Verteilungskriegen führen, die unsere Gesellschaft nicht verkraften kann.