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Thielemann bleibt freudig "ratlos"

Dirigent Christian Thielemann vollendet mit seiner Staatskapelle in der Saison 2021/22 den Beethoven-Zyklus. Ein Paukenschläger kehrt zurück.

Christian Thielemann freut sich, seinen Dresdner Beethoven-Zyklus zu vollenden.
Christian Thielemann freut sich, seinen Dresdner Beethoven-Zyklus zu vollenden. © dpa-Zentralbild

Dresden. Statt einer Pressekonferenz gibt es nur eine Pressemitteilung – so können unliebsame Fragen nicht gestellt werden. Wenige Wochen nach der Nichtverlängerung von Chefdirigent Christian Thielemann über 2024 hinaus durch den Freistaat mit Billigung der Sächsischen Staatskapelle veröffentlichte das Orchester am Mittwoch schriftlich seine Vorhaben für 2021/22.

Zu Beginn der Spielzeit schließen Thielemann und die Kapelle ihren vor zwei Jahren begonnenen Reigen sämtlicher Sinfonien Beethovens mit der Achten und der Neunten ab. „Für mich ist es rückblickend fast ein kleines Wunder, dass wir trotz aller Absagen und Spielplanänderungen unseren Zyklus wie geplant durch die Pandemie gebracht haben“, so Thielemann. „Insbesondere in den beiden letzten Sinfonien erkennt man den gereiften Komponisten: Beethovens Achte hat eine gewisse Doppelbödigkeit, die uns als Zuhörer etwas ratlos zurücklässt. Und bei der monumentalen Neunten vergessen wir oft, wie radikal sie dem damaligen Publikum vorgekommen sein muss. Zurecht haben wir uns für die Erarbeitung aller Symphonien fast zwei Jahre Zeit gelassen – so entstand eine Durchdringung und ein wirkliches Verstehen dieser einmaligen Meisterwerke der Konzertliteratur.“

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