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Sport

HC Elbflorenz widerruft Vergleich

Ex-Trainer Christian Pöhler hat vor Gericht gegen seine Kündigung geklagt und 114.500 Euro zugesprochen bekommen. Nun geht der Fall in die Verlängerung.

Christian Pöhler wurde 2019 beurlaubt.
Christian Pöhler wurde 2019 beurlaubt. © Ronald Bonß

Dresden. Die Verhandlung zwischen dem Handball-Zweitligisten HC Elbflorenz Dresden und seinem Ex-Trainer Christian Pöhler geht in die nächste Runde. Der 39-Jährige war am 11. April 2019 nach einer Niederlagenserie von seinem bis 2022 verlängerten Vertrag entbunden worden. Ein Jahr später - zum 31. Mai 2020 - hatte der Verein den Kontrakt aus betriebsbedingten Gründen fristlos gekündigt. Pöhler zog dagegen vor das Arbeitsgericht Dresden.

Vor dem trafen sich Anfang Dezember beide Seiten in Person ihrer anwaltlichen Vertreter und nahmen einen Abfindungsvergleich in Höhe von 114.500 Euro mit zu ihren Mandanten. Bis zum 6. Januar lief die Widerspruchsfrist. Die hat die Spielbetriebs GmbH des HC Elbflorenz eingehalten - und den Vergleich am 5. Januar widerrufen. "Da es sich um ein noch laufendes Verfahren handelt, möchten wir uns derzeit dazu nicht äußern", erklärte GmbH-Geschäftsführerin Cathleen Rupprecht auf Nachfrage von Sächsische.de, bestätigte aber die Ablehnung des Vergleichs. Offenbar empfindet der Verein die vom Richter festgelegte Abfindungssumme als zu hoch.

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Der Dresdner Handball-Zweitligist hat den bis 2022 geltenden Vertrag mit dem 2019 beurlaubten Christian Pöhler gekündigt. Der klagte jetzt vorm Arbeitsgericht.

Durch den Widerruf des HC Elbflorenz entstehen nun drei mögliche Szenarien. Der Amtsrichter kann beide Parteien erneut zu einem neuen Termin vorladen, allerdings nur, wenn seines Erachtens weitere Fragen geklärt werden müssen. Falls nicht, könnte auch auf Basis der vorhandenen Daten und Fakten erneut ein Urteil gefällt werden. Auch das dritte Szenario, dass sich Pöhler und sein Ex-Verein doch noch einigen, ist möglich.

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