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Wasserpreis in Dresden steigt um 30 Prozent

Die Kosten für die Aufbereitung von Trinkwasser in Dresden klettern. Investitionen verschlingen Geld. Nun steigen die Preise für die Verbraucher.

Von Ulrich Wolf
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Die Kosten für die Bereitstellung von Trinkwasser wie hier im Wasserwerk Coschütz steigen, auch deshalb erhöht Sachsen-Energie die Verbraucherpreise.
Die Kosten für die Bereitstellung von Trinkwasser wie hier im Wasserwerk Coschütz steigen, auch deshalb erhöht Sachsen-Energie die Verbraucherpreise. © SZ-Archiv: Rene Meinig

Dresden. Das Trinkwasser in Dresden wird teurer. Der Verbrauchspreis steige ab Februar nächsten Jahres auf 2,60 Euro je Kubikmeter, teilte der Versorger Sachsen-Energie am Dienstag in Dresden mit. Bisher habe der Preis zwei Euro betragen.

Zudem steige der monatliche Netto-Grundpreis für den kleinsten Zähler von 7,65 Euro auf 9,90 Euro an. Ausgehend von einem durchschnittlichen Wasserverbrauch zahle ein Dresdner Haushalt in einem Einfamilienhaus ab Februar 2024 monatlich sieben Euro mehr als bisher, eine dreiköpfige Familie in einem Dreifamilienhaus vier Euro mehr, hieß es. In Gebäuden mit mehr als 25 Wohneinheiten belaufe sich die Durchschnittsbelastung auf zusätzlich monatlich drei Euro pro Wohnung.

Sachsen-Energie begründete den Anstieg mit höheren Kosten in der Bereitstellung sowie dem "zunehmendem Investitionsbedarf der Wasserinfrastruktur". Alle Verbesserungs- und Effizienzsteigerungspotenziale seien mittlerweile ausgeschöpft.

Sachsen-Energie zufolge fällt die Wasserpreisentwicklung in Dresden jedoch "vergleichsweise moderat" aus. Sie liege "deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt". Die neue Preiskalkulation sei von Wirtschaftsprüfern begleitet worden. Die neuen Preise entsprächen den Vorgaben des sächsischen Kommunalabgabengesetzes, das unter anderem zur Kostendeckung verpflichte.