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Stellensicherung bei Globalfoundries gefordert

Drohen den Mitarbeitern in Dresdens größter Fabrik bald Auslagerungen? Die Firma verweist auf Wachstumspläne.

Der Chip Hersteller Globalfoundries in Dresden. Die Dresdner Fabrik war in den vergangenen Jahren von mehr als 4.000 auf 3.200 Mitarbeiter geschrumpft.
Der Chip Hersteller Globalfoundries in Dresden. Die Dresdner Fabrik war in den vergangenen Jahren von mehr als 4.000 auf 3.200 Mitarbeiter geschrumpft. © dpa

Dresden. In der Dresdner Mikrochipfabrik des Konzerns Globalfoundries stehen nach Informationen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) erneut „drastische Veränderungen“ beim Personal bevor. In einem offenen Brief an den neuen Geschäftsführer Manfred Horstmann fordert die Gewerkschaft Verhandlungen über eine Beschäftigungssicherung. Die solle mindestens bis Ende 2022 gelten – zu dieser Zeit könnte der Konzern mit Sitz in den USA erstmals Aktien an die Börse bringen.

Die Gewerkschaft hat in diesem Jahr bereits mit Warnstreiks versucht, einen Tarifvertrag für Dresdens größte Fabrik durchzusetzen. Firmensprecher Jens Drews wies die Forderungen zurück: Partner bei allen „internen Themen“ sei der Betriebsrat, also nicht die Gewerkschaft. Betriebsräte dürfen keine Tarifverträge schließen.

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Laut Gewerkschaft wird in der Belegschaft befürchtet, dass ein Teil des Personals in andere Firmen ausgelagert wird, verbunden mit einem Einstellungsstopp, um Kosten zu senken. Firmensprecher Drews nannte es unzutreffend, dass „ganze Bereiche der Wartung und Produktion ausgelagert“ werden sollen.

Ausweitung der Produktionskapazität

Die Dresdner Fabrik war in den vergangenen Jahren von mehr als 4.000 auf 3.200 Mitarbeiter geschrumpft. Allein im Jahr 2018 gingen laut Geschäftsbericht rund 200 Beschäftigten mit Abfindungen in einem „Freiwilligenprogramm“. Von August 2018 bis Februar 2019 gab es Kurzarbeit. Der bisherige Geschäftsführer Thomas Morgenstern, seit 2018 im Amt, verließ das Unternehmen, Horstmann rückte nach.

Laut Sprecher Drews wurden in diesem Jahr jedoch „im Hinblick auf das Hochfahren der Produktion bereits 200 neue Mitarbeiter eingestellt“. Unterstützung bekämen sie von Experten, die bei Anlagenherstellern angestellt seien. Routine-Aufgaben würden an fremde Firmen vergeben. Dafür könnten Globalfoundries-Beschäftigte, die zur Zeit der Unterauslastung einfachere Arbeiten verrichteten, wieder für höher qualifizierte Tätigkeiten eingesetzt werden.

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Drews kündigte erneut eine Ausweitung der Produktionskapazität an: Sie solle „in den nächsten Jahren mehr als verdoppelt“ werden. Globalfoundries hat schon mehrfach das Ziel genannt, eine Million Siliziumscheiben pro Jahr in Dresden zu Chips zu verarbeiten. 2018 waren es 277.000, im besten Jahr 2014 rund 548.000.

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