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Vodafone entscheidet sich für Dresden

Vodafone will in Dresden ein Entwicklungszentrum für die Mobilfunk-Zukunft errichten. Mehr als 200 Jobs entstehen. Es gab europaweite Konkurrenz.

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In Dresden will Vodafone künftig an den neuen Mobilfunkstandards 5G und 6G arbeiten.
In Dresden will Vodafone künftig an den neuen Mobilfunkstandards 5G und 6G arbeiten. © dpa

Dresden/Düsseldorf. Der Telekommunikationskonzern Vodafone will ein Mobilfunk-Entwicklungszentrum in Dresden bauen. Nachdem Gespräche mit acht Städten in Europa geführt worden seien, habe man sich für die sächsische Landeshauptstadt als Standort entschieden, teilte Vodafone am Sonntag in Düsseldorf mit.

An dem neuen Zentrum sollen in den kommenden Jahren mehr als 200 Arbeitsplätze entstehen. Über den Zeitpunkt des Baustarts wurden ebenso wenig Angaben gemacht wie über das Investitionsvolumen. "Die Entscheidung ist ein weiteres starkes Bekenntnis zum Industriestandort im Herzen Europas", sagte Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter.

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Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender von Vodafone Deutschland
Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender von Vodafone Deutschland © dpa/Federico Gambarini

Es geht unter anderem um Digitalanwendungen für den Verkehr, die Landwirtschaft, das Gesundheitswesen und für Gebäude. Die Technik wird zunächst für den Mobilfunkstandard 5G entwickelt, dessen Netz Vodafone seit dem vergangenen Jahr in Deutschland ausbaut und hierbei mit der Deutschen Telekom und Telefónica (o2) konkurriert. Außerdem wird sich das Kompetenzzentrum mit der 6. Mobilfunkgeneration (6G) befassen. Die Entwicklung dieses Funkstandards steckt noch in den Kinderschuhen. Im Mobilfunk wird grob gesagt alle zehn Jahre ein neuer Standard marktreif - etwa 2030 könnte es so weit sein bei dem designierten 5G-Nachfolger.

Bei 6G würde die Übertragungsgeschwindigkeit nochmals deutlich steigen und die ohnehin schon geringe Latenz - also die Reaktionszeit - verkürzt. Im Umgang mit den rasant steigenden Datenmengen und neuen technischen Möglichkeiten wie Virtual Reality und autonom fahrenden Fahrzeugen wäre 6G ein weiterer großer Schritt nach vorn im Digitalzeitalter. Vodafone-Manager Ametsreiter wertete die Standort-Entscheidung für Dresden als "Signal für dieses Land": "Die Zukunft der Digitalisierung wird in Deutschland erdacht."

Vodafone hat seine Mobilfunk-Entwicklungseinheiten bisher an verschiedenen Standorten in Europa, der neue Dresdner Standort soll eine konzerninterne Schlüsselfunktion für 6G für ganz Europa bekommen.

Freude bei Altmaier und Kretschmer

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier begrüßte laut der Mitteilung die Entscheidung. "Die Attraktivität Dresdens und Sachsens als Innovationsregion wird hier erneut sichtbar", teilte der CDU-Politiker mit. "Und die Entscheidung zeigt: Deutschland ist und bleibt Hochtechnologiestandort." 5G und 6G seien als Zukunftstechnologien grundlegend für die weitere Digitalisierung der Industrie, insbesondere auch der für Deutschland so wichtigen Automobilindustrie. Von dem Projekt erwarte er einen Schub für die gesamte Region und zukunftsfähige Arbeitsplätze, so Altmaier.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach von einer "hervorragenden Nachricht". "Für die Entwicklung der Kommunikation der Zukunft findet Vodafone in Sachsen die richtigen Partner in Forschung und Industrie, um hier schnell und erfolgreich zu sein", betonte er. "Digitalisierung und mobile Kommunikation mit 5G und 6G werden unsere Zeit immer intensiver prägen." Mit den Voraussetzungen in Sachsen, die durch die Vodafone-Ansiedlung nochmals verbessert würden, "können wir diese Entwicklung mitbestimmen", so Kretschmer.

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Vodafone ist schon seit langem mit Dresden verbunden, an der dortigen Technischen Universität finanziert das Unternehmen einen Lehrstuhl für Telekommunikation. Der britische Konzern hat seine Zentrale in London, der Sitz der Deutschlandtochter ist in Düsseldorf. Hierzulande hat Vodafone rund 16.000 Beschäftigte. (dpa)

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