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Sport

Neuer Termin für Länderspiel in Dresden

Die Eishockey-Nationalmannschaft holt die wegen der Corona-Pandemie abgesagten Spiele im nächsten Jahr nach - dabei gastiert sie auch in Sachsen.

Bundestrainer Toni Söderholm kommt mit der deutschen Eishockey-Auswahl auch nach Sachsen - allerdings wegen der Corona-Pandemie mit einem Jahr Verspätung.
Bundestrainer Toni Söderholm kommt mit der deutschen Eishockey-Auswahl auch nach Sachsen - allerdings wegen der Corona-Pandemie mit einem Jahr Verspätung. © dpa

Dresden. Eigentlich hätte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bereits in der vorigen Woche in Dresden spielen sollen. Doch die Partie gegen Weißrussland fiel wie alle Sportveranstaltungen seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie aus. Zuvor war auch die für Mai geplante Weltmeisterschaft in der Schweiz abgesagt worden.

Nun gibt es neue Termine für die eigentlich in der Vorbereitung auf das Turnier geplanten Testspiele. Demnach kommt das Team von Bundestrainer Toni Söderholm im nächsten Frühjahr nach Sachsen und trifft am 22. April, 19.30 Uhr, in Crimmitschau sowie am 24. April, 17.15 Uhr, in Dresden jeweils auf die weißrussische Auswahl. „Ich kann es gar nicht erwarten, bis es wieder losgeht", sagt Söderholm - und damit geht es ihm genauso wie vielen Fans. "Ich freue mich riesig, es wird ein spezielles Jahr für die Nationalmannschaft, weil die Spieler alle sehr motiviert sein werden. Auch das internationale Eishockey wird dadurch sehr interessant“, meint der 42 Jahre alte Finne.

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Karten für die abgesagten Spiele bleiben gültig

Wie der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) mitteilt, behalten alle bereits gekauften Tickets ihre Gültigkeit. Ab sofort gibt es nun auch wieder die Möglichkeit, Karten für die neu angesetzten Spieltermine zu erwerben. „Wegen der bestehenden Situation war es für uns wichtig, früh die Planungen für das nächste Jahr voranzutreiben", erklärt DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel. Alle Spielorte, die für dieses Jahr zugesagt hatten, seien bereit gewesen, die Länderspiele auch mit zwölf Monaten Verspätung als Gastgeber auszurichten. Außer den beiden sächsischen Zweitliga-Standorten sind das Nürnberg, Heilbronn und Mannheim.

"Wir hatten dieses Jahr eine ausgewogene Vorbereitung mit strategisch für uns passend ausgewählten Gegnern. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dieses hochkarätige Programm nächstes Jahr spielen zu können, um so optimal in die kommende WM zu starten“, meinte Schaidnagel.

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Die Eishockey-Saison war bereits am 10. März wegen der Corona-Pandemie abgebrochen worden, es gibt weder Meister noch Absteiger. Zuvor hatte es auch im Umfeld der Lausitzer Füchse in Weißwasser einen Corona-Infizierten gegeben. Geschäftsführerer Dirk Rohrbach musste vorsorglich zwei Wochen in häusliche Quarantäne, hatte sich aber nicht angesteckt. Das vorzeitige Ende der Spielzeit ohne die sportlich wie finanziell lukrativen Spiele in Meister- und Abstiegsrunde kostet den Vereinen wie den Füchsen Zehntausende Euro. Wie in anderen Sportarten helfen Fans mit verschiedenen Aktionen, diese Lücke zumindest zu verkleinern. (SZ)

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