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Flutschutz: Görlitz will Flächen entsiegeln

Die Stadt schaut sich alle Brachflächen genauer an, um zu entscheiden, welche wieder zur grünen Wiese werden können - das soll bei Hochwasser helfen.

Die Halbinsel unterhalb der Vierradenmühle: Mitte Juli war sie teilweise überflutet.
Die Halbinsel unterhalb der Vierradenmühle: Mitte Juli war sie teilweise überflutet. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Das Rathaus analysiert derzeit, welche Brachflächen in der Stadt entsiegelt werden können. Das heißt, welche renaturiert werden können. Dies ist besonders wichtig, wenn es um Hochwasserschutz geht, denn auf versiegelten, also bebauten Flächen kann das Wasser nicht im Boden versickern, sondern staut sich. In einer der nächsten Sitzungen des Technischen Ausschusses werde dazu der neue Chef der Landestalsperrenverwaltung (LTV) erwartet, der über neue Hochwasserschutzmaßnahmen im Raum Görlitz berichten wird, informierte Bürgermeister Michael Wieler im jüngsten Stadtrat.

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Hier hatte sich der Görlitzer Kurt Bernert zu Wort gemeldet mit der Bitte, dass die Stadt hier - gerade vor den jüngsten Hochwasserereignissen in Deutschland und auch im Görlitzer Umland - aktiv wird. „Heute gilt eben nicht mehr ‚Das bisschen Regen hatten wir früher auch‘, heute muss man etwas tun.“ Bernert glaubt, dass aufgrund zu vieler versiegelter Flächen bei Starkregen das meiste Wasser in der Kanalisation landet und dadurch in die Neiße gelangt, was wiederum die Anwohner an der Neiße belasten würde.

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Auf seine Frage, warum man nicht am Obermarkt Bäume pflanzen könne, verwies Oberbürgermeister Octavian Ursu auf die 950 Bäume, die im gesamten Stadtgebiet dieses Jahr anlässlich des 950-jährigen Stadtjubiläums gepflanzt werden sollen.

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