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Warum es in der Brauerei keinen auf den Stühlen hielt

Der Konzertsommer im Landskron-Hof ist ein Auf und Ab gewesen. Rea Garvey und Max Giesinger konnten auftreten, andere nicht. Wie es nun weitergeht.

Max Giesinger bei seinem Konzert im Sommer in der Görlitzer Landskron Brauerei.
Max Giesinger bei seinem Konzert im Sommer in der Görlitzer Landskron Brauerei. © Brauerei

Exakt 999 Besucher pro Konzert. Keiner mehr durfte es sein, die Coronabestimmungen wollten es so. Auf den Stühlen hielt es trotz aller Regeln aber bei manch einem Konzert keinen. War das Publikum bei Max Raabe noch selbst beherrscht, sorgten etwa Max Giesinger und Rae Garvey bei ihren Auftritten dafür, dass es kaum noch einen im Sitz hielt. Solche Musik geht nun mal nicht im Sitzen.

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Der Konzertsommer 2021 war einer der gemischten Gefühle. Ein Riesenerfolg einerseits, weil überhaupt wieder etwas möglich war. Eine Enttäuschung auf der anderen Seite, weil eben doch einiges abgesagt und verschoben werden musste, gerade zum Anfang des Sommers, als noch nicht klar war, wie sich die Zahlen entwickeln würden. Katie Melua traf es, ebenso Lea und auch Bonnie Tyler verschob ihr Konzert auf 2022. Drei große Namen also, die für den kommenden Konzertsommer schon mal im Kalender stehen. Bonnie Tyler wird sich am 3. Juni die Ehre geben, Katie Melua will nun am 11. August 2022 kommen und Lea am 17. Juli. CCR kommt am 30. Juli.

Stefan Hähnel (li.), der Leiter der Marketingabteilung und nun auch für die Veranstaltungssparte zuständig mit Uwe Köhler, dem Geschäftsführer der Landskronbrauerei.
Stefan Hähnel (li.), der Leiter der Marketingabteilung und nun auch für die Veranstaltungssparte zuständig mit Uwe Köhler, dem Geschäftsführer der Landskronbrauerei. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Für Stefan Hähnel vom Marketing und seine beiden Kollegen ist also nach der Konzertsaison schon wieder vor der Konzertsaison. Für ihn war es gleichzeitig die erste, er hatte nach dem Weggang der beiden langjährigen Kultur-Macher in der Brauerei, Sebastian Vich und Lars Semrok, die Veranstaltungsorganisation übernommen. Zwar mit ausführlicher Übergabe durch Lars Semrok, aber dennoch als Sprung ins kalte Wasser. „Das Ticketsystem, der Bühnenbau, die medizinische Absicherung, Sicherheitsdienst, da kommt schon einiges zusammen“, sagt Hähnel. „Aber ich habe unheimlich viel dazugelernt.“

Auch die Fußball-EM zog im Sommer so einige in den Hof der Landskron Brauerei - zum Public Viewing - wie hier am 15. Juni, als Deutschland gegen Frankreich spielte.
Auch die Fußball-EM zog im Sommer so einige in den Hof der Landskron Brauerei - zum Public Viewing - wie hier am 15. Juni, als Deutschland gegen Frankreich spielte. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

2022 soll es wieder einen Konzertsommer geben, dann hoffentlich ganz ohne Corona-Bestimmungen. Ein paar große Namen stehen noch auf der Liste, die möchte die Brauerei aber noch für sich behalten.

Auf ihre geliebte Kulturbrauerei müssen die Görlitzer weiterhin noch verzichten, sie ist Hauptbestandteil eines größeren Umbaus. „Es geht voran. Wir haben intern jetzt die ersten Entwürfe sehen können“, sagt Stefan Hähnel begeistert. Stand jetzt soll die Kulturbrauerei in neuem Gewand Anfang 2023 wieder öffnen und dann für Konzerte und auch andere Veranstaltungen wie etwa Schulbälle wieder verfügbar sein.

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