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Görlitz

30 Millionen Euro fürs Wasserstoff-Zentrum

Fraunhofer baut auf dem Siemens-Campus in Görlitz. Und der Freistaat fördert die neue Technologie.

Symbolbild
Symbolbild © imago images

Für das neue Wasserstoff-Zentrum auf dem Siemens-Campus in Görlitz gibt der Freistaat 30 Millionen Euro dazu. Einen entsprechenden Förderbescheid erhält Fraunhofer in diesen Tagen.

Mit dem "Hydrogen Lab Görlitz" entsteht im Lausitzer Revier eine international einzigartige Forschungsplattform für Wasserstofftechnologien. Entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette sollen neuartige technische Ansätze entwickelt und erprobt werden – von der Wasserstofferzeugung über die -speicherung bis hin zur -nutzung.

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"Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft", sagt Staatsminister Thomas Schmidt (CDU). Deshalb sei die Entwicklung nachhaltiger Technologien ein Eckpfeiler der neuen Energiepolitik. Die Stadt Görlitz werde Vorbild für den erfolgreichen Strukturwandel in ganz Deutschland. Für Sachsens Unternehmen böte sich die Chance, neue Geschäftsfelder und Zukunftsmärkte zu erschließen.

"Wir sind überzeugt, dass Wasserstofftechnologien ein zentraler Baustein für den künftigen Energiemarkt, die Rohstoffversorgung der Industrie und die Mobilität von morgen sein werden", sagt Sylvia Schattauer, Leiterin des Bereichs Wasserstofftechnologien am Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen. "Wir wollen mit unseren Kompetenzen bezahlbare, sichere und umweltfreundliche Lösungen entwickeln und Unternehmen in die Lage versetzen, damit Markterfolge zu erzielen." Das helfe beim Strukturwandel, beim Stärken der regionalen Wirtschaft und stelle einen intelligenten Klimaschutz dar. Fraunhofer IMWS.

War die Lausitz bisher geprägt von Braunkohle, sollen mit Unternehmen neue, umweltfreundliche Lösungen entwickelt werden - um diesen einen Innovationsvorsprung und Wettbewerbsvorteile zu sichern. "Wenn das gelingt, kann diese Tradition als wichtiger Industrie- und Technologiestandort mit Strahlkraft über die Region hinaus fortgeführt werden", so Welf-Guntram Drossel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik.

Auf dem Siemens-Campus in Görlitz sollen ab 2023 bis zu 30 Wissenschaftler beispielsweise Elektrolyseure und Brennstoffzellen untersuchen, in denen durch eine Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie entsteht. Sie bewerten Technologiesysteme oder untersuchen die eingesetzten Werkstoffe bis auf die Ebene der Mikrostruktur, um ihre Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Einsatzverhalten zu verbessern. Auch Produktionsverfahren und Leistungselektronik gehören zu den Schwerpunkten, ebenso wie Fragen der Digitalisierung und Zertifizierung.

Die Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für neue oder verbesserte Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle, auf die Unternehmen zurückgreifen können, um sich frühzeitig eine gute Wettbewerbsposition in der entstehenden deutschen und globalen Wasserstoffwirtschaft zu sichern. (SZ)

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