merken
Wirtschaft

Wasserstoffautos bald aus Chemnitz?

Chemnitz steht im Finale um die Bewerbung für ein nationales Wasserstoffzentrum. Der Bund lockt mit Fördergeld.

Bei zukünftigen Autos will das Verkehrsministerium nicht nur auf batteriebetriebene Autos, sondern auch auf Wasserstoffantrieb setzen.
Bei zukünftigen Autos will das Verkehrsministerium nicht nur auf batteriebetriebene Autos, sondern auch auf Wasserstoffantrieb setzen. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden. Chemnitz ist im Rennen um ein nationales Wasserstoffzentrum eine Runde weiter. Der Standort hat sich zusammen mit Pfeffenhausen (Bayern) und Duisburg (Nordrhein-Westfalen) unter 15 Bewerbern durchgesetzt. Für diese drei Standorte soll jetzt eine Machbarkeitsstudie erfolgen, wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Mittwoch in Berlin weiter mitteilte.

Dem Standort des neuen Zentrums, mit dem der Einsatz von Wasserstoff etwa in Autos vorangetrieben werden soll, winkt laut Scheuer eine Förderung im dreistelligen Millionenbereich.

Anzeige
Paddeltouren jetzt auch mit Start im Görlitzer Uferpark
Paddeltouren jetzt auch mit Start im Görlitzer Uferpark

Ab 13.05. bietet Boats & Friends wieder Boot-Trips auf der Neiße an. Sichere Dir jetzt 50% Frühbucher-Rabatt. Die Reservierung ist wie immer unverbindlich.

Das unter dem Namen "Hydrogen and Mobility Innovation Center" (HIC) aus Sachsen eingereichte Konzept für den Aufbau des nationalen Wasserstofftechnologie-Zentrums hat damit in der ersten Runde des bundesweiten Wettbewerbs überzeugt.

"Das ist ein großer Erfolg für Sachsen", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen hätten gezeigt, dass sie zu den kreativsten und innovativsten im Bereich der Wasserstoff-Mobilität in Deutschland zählen.

Der Freistaat werde die nun folgende Ausgestaltung des Zentrums unterstützen, versicherte Kretschmer. "Der Wasserstoffmarkt wächst weltweit. Es ist wichtig, in Sachsen weiter alle Kräfte zu bündeln, um auch im internationalen Wettbewerb bestehen zu können."

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sprach von einem wichtigen Schritt, um beim Einsatz von Wasserstoff "als Baustein für nachhaltige Mobilität und für die Defossilisierung der Industrie" an der Spitze mitzufahren und beispielgebend zu sein.

"Wir verfügen heute über eine kritische Masse und sind damit attraktiv für neue Akteure, die jetzt in das Thema Wasserstoff einsteigen", sagte der Sprecher des HIC-Bündnisses und Geschäftsführer des Vereins HZwo, Karl Lötsch.

Hinter dem HIC steht ein Bündnis aus Forschungseinrichtungen, Universitäten, Unternehmen, Politik und Verbänden wie BMW, die TU Chemnitz und Dresden, die Fraunhofer-Gesellschaft, der Innovationscluster "HZwo – Antrieb für Sachsen" sowie viele kleine und mittelständische Unternehmen auch aus Bayern und Thüringen.

Weiterführende Artikel

Neue Wasserstoff-Regionen gesucht

Neue Wasserstoff-Regionen gesucht

In der Lausitz gibt es bereits so genannte Hy-Starter. Wer auch dazugehören will, kann sich jetzt beraten lassen.

30 Millionen Euro fürs Wasserstoff-Zentrum

30 Millionen Euro fürs Wasserstoff-Zentrum

Fraunhofer baut auf dem Siemens-Campus in Görlitz. Und der Freistaat fördert die neue Technologie.

Manufaktur aus Sachsen baut Wasserstoff-Bahnen

Manufaktur aus Sachsen baut Wasserstoff-Bahnen

Die Leipziger Firma HeiterBlick entwickelt Europas erste Straßenbahnen mit Brennstoffzellen. In vier Jahren soll sie rollen.

Wasserstoffbranche hofft auf Förderung

Wasserstoffbranche hofft auf Förderung

Sächsische Firmen hoffen auf eine Millionenförderung der Bundesregierung. Ziel ist der Aufbau eines Marktes für "grünen Wasserstoff".

Es soll die Brücke zwischen Forschung und Wertschöpfung bauen, die Wasserstoffmobilität aus dem Labor und der Kleinserie in den Mittelstand und die Großserie heben sowie ein Umfeld für Start-ups schaffen, die an neuen Geschäftsmodellen und Produkten für die Wasserstoffwirtschaft arbeiten und wachsen können. (dpa)

Mehr zum Thema Wirtschaft