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THW baut Zaun gegen Schweinepest

Im Kreis Görlitz wird eine zusätzliche Barriere errichtet, die die Ausbreitung der Tierseuche verhindern soll. Erfahrene Helfer vom THW sind vor Ort.

Nördlich von Niesky bauten am Montag 16 Mitglieder des THW als einer von drei Trupps einen neuen Wildschweinzaun entlang der B115 auf.
Nördlich von Niesky bauten am Montag 16 Mitglieder des THW als einer von drei Trupps einen neuen Wildschweinzaun entlang der B115 auf. © André Schulze

Im Raum Lodenau wurde ein Wildscheinkadaver gefunden, bei dem die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen wurde. Das rief den Freistaat und das Landratsamt auf den Plan, denn der Fund lag außerhalb einer bereits errichteten Sperrzone. Nun wird ein weiteres Teilstück des Landkreises Görlitz eingezäunt. Es ist nicht der erste Fall von ASP, der im Landkreis Görlitz auftaucht.

Das Technische Hilfswerk (THW) errichtet derzeit einen festen Wildzaun entlang der Bundesstraße 115 vom südlichen Ende des Truppenübungsplatzes Nochten bis Niesky und weiter an der Bahnlinie in Richtung Horka und Zentendorf bis zur Grenze. Etwa 30 Kilometer lang wird diese Barriere, von der acht Kilometer bereits fertig sind. In einem Radius von drei Kilometern um die Fundstelle des letzten Kadavers wird ein innerer Zaun erstellt, der ebenfalls noch nicht fertig ist. Diese Arbeiten erledigen Mitarbeiter der Straßenmeisterei.

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Entlang der Bundesstraße 115 entsteht zwischen Niesky und Rietschen eine zweite Barriere gegen die Afrikanische Schweinepest. Ab Niesky verläuft der Zaun anschließend entlang der Bahnstrecke Richtung Osten.
Entlang der Bundesstraße 115 entsteht zwischen Niesky und Rietschen eine zweite Barriere gegen die Afrikanische Schweinepest. Ab Niesky verläuft der Zaun anschließend entlang der Bahnstrecke Richtung Osten. © André Schulze

Fahrzeuge und ein Container zum Schuhe trocknen

18 THW-Ortsverbände, darunter aus Görlitz, Bautzen, Zittau, Dresden, Radebeul und Pirna, mit mehr als 60 Helfern unterstützen damit das Tierseuchenbekämpfungszentrum des Freistaats Sachsen seit dem 25. Januar. Fachtechnisches Personal zur Zaunbauplanung, ein Zugtrupp zur Führungsunterstützung, Fahrzeuge, Helfer der Fachgruppe Logistik zur Planung und zum Aufbau eines Materialstützpunktes sind dabei. Außerdem sorgen Kommunikationsfachleute mit entsprechender Technik für Verständigung, denn über Handy ist das im Grenzgebiet manchmal schwierig, das Netz ist löchrig. Und da der Zaunbau länger dauert, ist ein Bekleidungscontainer vor Ort, in dem nasse Bekleidung und Schuhe getrocknet werden können.

Spätestens am 12. Februar soll der Zaun fertig sein. Bis dahin arbeiten die freiwilligen Helfer in Schichten täglich von 8 bis 16 Uhr am Zaun. Auf dem Verkehrslandeplatz Rothenburg wurden Einsatzräume aufgebaut. Dort sind Einsatzleitung und -planung zu finden. An den Einsatzstellen im Wald werden Möglichkeiten zum Aufwärmen und zum Verpflegen bereitgestellt. Andreas Otte, der Einsatzleiter, ist froh, dass Unterstützung auch von Einrichtungen vor Ort kommt. "Für die Verpflegung sorgt der Martinshof Rothenburg. Weitere Unterstützung gibt die Feuerwehr Rietschen, indem sie den Sanitätsdienst übernimmt und beim Freiräumen von Wegen und Bäumen hilft", erklärt Otte.

Der Zaun soll Wildscheine zurückhalten.
Der Zaun soll Wildscheine zurückhalten. © André Schulze

Trotz Erfahrung immer wieder neue Herausforderungen

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Nicht zum ersten Mal ist das THW bei der Errichtung des Wildschweinzauns im Einsatz. „Wir haben Anfang des letzten Jahres die erste Barriere errichtet - und zwar einen Elektrozaun von Bad Muskau bis runter nach Zittau. Das waren 120 Kilometer. Dort konnten wir die ersten Erfahrungen zum Zaunbau sammeln, in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt. Anschließend haben wir noch einen zweiten Zaun errichtet, diesmal jedoch in einer festen und langlebigeren Bauweise", informiert Gruppenführer Dirk Würfel, der wie Andreas Otte aus dem THW-Ortsverband Görlitz kommt. Doch diesmal stellten eisige Kälte, Schnee und Regen die Helfer vor eine neue Herausforderung.

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