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Baumärkte begrüßen ihre Kunden

Landmaxx, Gartenmarkt Gießmann und Baustoffe Witschel in Großenhain sind wieder offen, ebenso Toom und Stabilo in Riesa. Nicht überall ist Ansturm.

Im Großenhainer Landmaxx Gartenmarkt erfreut sich Kunde Horst Rocher an den zahlreichen Blumen.
Im Großenhainer Landmaxx Gartenmarkt erfreut sich Kunde Horst Rocher an den zahlreichen Blumen. © Kristin Richter

Riesa/Großenhain. Im Landmaxx auf der Bahnhofstraße beherrscht ein Thema fast alle Gespräche: "Endlich können wir hier wieder einkaufen und loslegen – das wurde aber auch Zeit." Marktleiterin Simone Thiele findet es schön, dass so viele Kunden gleich am ersten Tag kommen und sich eindecken: mit Gartenbedarf, Utensilien für Renovierung und fürs Heimwerkern allgemein. "Wir öffnen 6.30 Uhr, und dann waren wir auch rasch gut besucht", so Thiele. Es hätte sogar Stammkunden gegeben, die ihr noch ein gesundes neues Jahr gewünscht hätten, weil sie sie 2021 noch nicht sehen konnten.

Salat fürs Gewächshaus steht gleich hinter der Desinfektionsecke, Saatkartoffeln sollen diese Woche noch kommen. Pflanzen und Sämereien werden nachgefragt, in der Werbung sind vor allem Elektrogeräte. "Ich find's richtig, dass man hier endlich wieder rein kann", sagt Heiko Sieber aus Großenhain. Er hat gezielt Schneckenkorn und Zwiebeln im Einkaufswagen. "Es wurde langsam Zeit", ist auch Horst Rocher aus Skaup erleichtert. Dieser Kunde brauchte ein neues Heizgerät, weil das alte defekt ist.

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Auch am Stand voller Primeln, Tulpen, Osterglocken, Bellis und Hyazinthen bleibt Horst Rocher stehen und denkt an den Frühling und an Ostern. Familie Illing aus Großenhain sucht Untersetzer für ihre Pflanzkübel. "Wir sind jetzt wieder mit allen sieben Mitarbeitern für unsere Kundschaft da", so Marktleiterin Thiele. In der Zwischenzeit waren es nur zwei oder drei.

Bereit für Laubenpieper und Heimwerker: der Landmaxx an der Bahhofstraße.
Bereit für Laubenpieper und Heimwerker: der Landmaxx an der Bahhofstraße. © Kristin Richter

Auf dem Hof vom Garten- und Baumarkt Gießmann an der Parkstraße steht ein großer Laster mit Rindenmulch-Säcken. Eine Auslieferung. Hier sind noch nicht so viele Einzelhandelskunden zu sehen. "Mich wundert das nicht, wir wissen ja selbst erst seit Freitag, dass wir wieder für Privatkunden öffnen dürfen", sagt Ronny Gießmann gelassen. Für gewerbliche Kunden und die Handwerker war es auch bisher schon möglich.

Ein Ehepaar fährt mit einer Fuhre Sand im Anhänger davon. Auch Säcke mit Blumenerde liegen bereit. "Viel geht noch über Telefon, weil die Leute erstmal wissen wollen, was läuft", meint Ronny Gießmann. Das Grundsortiment habe der Markt natürlich auf Lager, bei anderen Wünschen könnte man schnell bestellen. Aber die Händler sind vorsichtig. "Im vorigen Jahr mussten wir im ersten Lockdown viel Ware wieder abbestellen." Deshalb wartet Gießmann erstmal ab, freut sich aber, dass auch für sein Geschäft ein Anfang gemacht ist. "In 14 Tagen können wir sicher eine erste realistische Bilanz abgeben", sagt er. Da auch Raumausstatter Mittag gegenüber wieder aufmachen konnte, kommen vielleicht bald noch mehr Kunden auf die Parkstraße.

Beim Baustoffhandel Witschel im Gewerbegebiet Flugplatz geht es ebenfalls erst verhalten los. "Wir sind aber zufrieden. Salat- und Kohlpflanzen, Gartenbedarf und Stiefmütterchen interessieren die Kunden jetzt am meisten", sagt Verkäuferin Witschel.

Zutritt nur mit Einkaufswagen

Von einem Ansturm ist am Nachmittag auch auf dem Parkplatz vorm Riesaer Stabilo-Fachmarkts in Pausitz nichts zu bemerken. Dennoch: Es ist einiges los. Die Marktbesucher verlassen das Geschäft mit Blumenerde-Säcken oder PVC-Rohren im Einkaufskorb. Der ist obligatorisch, um Zutritt in den Markt zu bekommen. Eine Frau hat eine Halterung für einen Duschvorhang erstanden, setzt die Maske ab und schwingt sich auf ihr Fahrrad. Eine junge Mutter hat ihren zwei Kinder etwas aus der Spielzeugabteilung spendiert und bittet die beiden jetzt, schnell ins Auto zu steigen.

Autos finden sich derweil auf dem Parkplatz vorm Toom-Baumarkt viele. Der dortige Parkplatz-Teil und der vom benachbarten Real-Markt sind so gut wie voll, während im vorderen Teil des Großparkplatzes in Richtung Tankstelle nur einige wenige Stellplätze belegt sind. Wie bei Stabilo in Pausitz kommen die Kennzeichen vorm Toom aus dem gesamten Umland – vom Elbe-Elster-Kreis in Südbrandenburg bis nach Torgau-Oschatz.

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Maximal 219 Personen dürfen ins Geschäft, verrät der Aufsteller vorm Eingang. Und allzuviele Menschen dürften nicht fehlen, um an die Zahl heranzukommen, macht es den Eindruck. Auch Toom verlassen an diesem Nachmittag etliche Kunden, ohne dass etwas im Einkaufskorb liegt. Ein Mann mittleren Alters hat nur einen Artikel im Wagen, der darin etwas verloren wirkt: Motoröl. "Das brauchte ich, gab's in der Tankstelle nicht", sagt der Riesaer im Vorbeigehen. Andere Besucher schieben derweil prall gefüllte Wägen vor sich her und verladen säckeweise Blumenerde und Blumenzwiebeln in den Kofferraum. "Für unseren Garten, soll ja wieder schön aussehen", sagt die Frau mit Oschatzer Kennzeichen und fügt an: "Ich bin froh, dass wir endlich einkaufen konnten."

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